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1. Grundfreibetrag steigt

Was ist der Grundfreibetrag? Der Grundfreibetrag dient zur Absicherung des Existenzminimums. Für deinen Geldbeutel bedeutet dies, dass du nur Beträge, die über den Grundfreibetrag hinausgehen, versteuern musst. Aktuell liegt der Grundfreibetrag bei 10.347 Euro – für ein verheiratetes Paar verdoppelt sich dieser Wert auf 20.649 Euro. Wenn du dich jetzt fragst, wie und ob du den Grundfreibetrag in deiner Steuererklärung angeben musst, habe ich eine gute Nachricht für dich: Jedem Steuerzahler steht der Grundfreibetrag zu, weshalb er automatisch in der Steuererklärung berücksichtigt bzw. abgezogen wird.

Der Grundfreibetrag erhöht sich auf 10.908 Euro – für ein verheiratetes Paar sind das wiederum 21.816 Euro.

Freibetrag muss alle zwei Jahre neu bewertet werden

Die Höhe des Freibetrags wird alle zwei Jahre von der Bundesregierung neu bewertet und angepasst. Da alles aktuell teurer ist, muss auch der Freibetrag angepasst werden, wobei sich die Erhöhung nur auf 561 Euro beläuft. Doch es gibt noch weitere Steuererleichterungen für 2023, die deinem Geldbeutel und deiner Familie helfen könnten:

2. Wieso sich deine Gehaltserhöhung 2023 nicht mehr lohnt

Sogenannte „Spitzenverdiener“ müssen nächstes Jahr 3 Prozentpunkte mehr an Steuern zahlen. Das heißt: Statt 42 Prozent werden nun 45 Prozent erhoben. Doch wie ungerecht und paradox diese Erhöhung ist und warum vor allem der Mittelstand darunter zu kämpfen hat, , erfährst du in diesem Video unserer Finanz-WG:

Video Katar: 9:25

3. Das Reallohndrama geht 2023 weiter

Man möchte auch meinen, dass alle Berufstätigen, die eine Gehaltserhöhung erhalten, durch die Steuererleichterungen im nächsten Jahr mehr im Geldbeutel haben. Doch aufgrund der hohen Inflation und dem damit verbundenen Kaufkraftverlust deines Geldes solltest du nicht zu optimistisch sein. Warum die Reallöhne aktuell stark sinken und du dir trotz Gehaltserhöhung weniger Glühwein leisten kannst, erfährst du in diesem „Von A bis Geld“-Video.

Video Reallohndrama

4. Abgabefrist für die Steuererklärung 2023 verlängert sich

Wenn du deine Steuererklärung per ELSTER eigenständig ausfüllst, hast du für das Jahr 2023 bis zum 2. September 2024 Zeit. Nimmt dir diese Aufgabe ein Steuerberater ab, hast du sogar bis zum 2. Juni 2025 Zeit, deine Steuererklärung einreichen zu lassen.

5. Mehr Cash: Kinderfreibetrag oder Kindergeld?

Obwohl sich das Kindergeld nächstes Jahr um 31 Euro erhöht, sprich 250 Euro für jedes Kind beträgt, könnte die Einreichung des Kinderfreibetrages für Besserverdiener für deutlich mehr Geld im Geldbeutel sorgen. Wenn du steuerlich den Kinderfreibetrag in Höhe von 6024 Euro und den Freibetrag für Betreuungs- und Ausbildungsaufwand in Höhe von 2928 Euro geltend machst (insgesamt 8952 Euro), könnte dir das mehr als das Kindergeld zur Gute kommen. Rechne dir dies entsprechend auf deine Familie bezogen (Kinderanzahl und Bedarf des Betreuungsaufwandbetrag) doch mal aus! Lagen die abziehbaren Kinderfreibeträge dieses Jahr noch bei 8548 Euro, so erhöhte sich diese Summe nun um 404 Euro.

6. Zweitwohnsitz kann sich 2023 lohnen

Wenn du aus beruflichen Gründen eine Zweiwohnung in einer anderen Stadt anmieten musst, kannst du die Unterkunfts- und Fahrtkosten steuerlich als Werbungskosten geltend machen. Und wenn du als Arbeitnehmer Berufsbereitschafts hast und dein*e Ehepartner*in dich deshalb besuchen muss, können auch die Fahrtkosten deine*r Ehepartner*in eingereicht und somit abgezogen werden.

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