Und schon wieder heißt es mehr „Cash in the Täsch“. Wie du 2023 bis zu 9.000 Euro steuerfrei verdienst.

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2023 bis zu 3.000 Euro kassieren

Du hast es noch nicht mitbekommen? Dann pass gut auf! Dieses Jahr kann dir dein Arbeitgeber im Rahmen der Inflationsausgleichsprämie bis zu 3.000 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei überweisen. Das heißt, wenn dir dieses Jahr noch ein 13. Gehalt, Weihnachtsgeld oder Boni zustehen, solltest du unbedingt mit deinem Arbeitgeber sprechen, um dieses Geld ohne Abzüge zu erhalten. Und wenn es dieses Jahr noch nicht klappt, weil du erst kürzlich in deinen ersten Vollzeitjob eingestiegen bist, dann ist das vielleicht eine Möglichkeit für das kommende oder sogar übernächste Jahr. Denn bis zum 31. Dezember 2024 hat dein Arbeitgeber die Möglichkeit, dir einmalig maximal 3.000 Euro im Rahmen dieser Inflationsausgleichsprämie zu überweisen.

Fragen über Fragen zur Inflationsausgleichsprämie

Bekomm ich das Geld nur, wenn mir Boni o.Ä. zustehen?

Nein, denn dein Arbeitgeber kann dir das Geld, auch ohne, dass in deinem Vertrag Boni o.Ä. festgelegt sind, spendieren. 3.000 Euro ist natürlich eine Menge Geld und nicht jeder Arbeitgeber kann sich dies 2023 in voller Höhe leisten. Deshalb sind Ratenzahlungen auch möglich. Du könntest bei deiner nächsten Gehaltsverhandlung mit deinem Arbeitgeber festlegen, dass du deine Gehaltserhöhung, also z.B. 300 Euro (immer schön groß denken:)) monatlich im Rahmen der Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt bekommst, bis der Wert von 3.000 Euro ausgeschöpft ist. Danach muss das Geld wieder versteuert werden.

Wie du das Beste aus deiner Gehaltsverhandlung 2023 rausholst, liest du am besten in diesem Artikel noch einmal nach:

Auch für deine Bewerbungsphase bzw. deine Gehaltsverhandlung für einen neuen Job im nächsten Jahr kann die Inflationsausgleichsprämie eine gute Taktik sein, um finanziell das Beste für dich herauszuholen. Wenn dich ein Arbeitgeber 2023 unbedingt im Team haben will, könntest du die 3.000 Euro als Antrittsprämie für diesen Job verlangen. Eine andere Möglichkeit wäre die Vereinbarung einer Raten- oder Einmalzahlung dieser Prämie nach deiner Probezeit. Bei einer solchen Vereinbarung solltest du darauf achten, dass die Auszahlung dieser Prämie in deinem Vertrag festgehalten wurde, bevor du unterschreibst.

Was ist mit Minijobber, Teilzeitbeschäftigte oder Werkstudenten?

Du arbeitest 2023 noch in einem Minijob oder bist als Werkstudent angestellt? Dann kannst du dich ebenso freuen, denn auch mit dieser Anstellung kann dir dein Arbeitgeber bis zu 3.000 Euro steuerfrei überweisen. Dein Minijobstatus geht dadurch nicht verloren. Das heißt, wenn du diesen Monat besonders viel gearbeitet hast oder im neuen Jahr vorhast, in den Semesterferien mehr zu arbeiten, kann dein Arbeitgeber dir einmalig oder in Ratenzahlung ein höheres Gehalt auf einmal und ohne Abzüge überweisen.

„Ich habe die Corona-Prämie von 1.500 Euro erhalten“. Kann ich jetzt nur noch 1.500 Euro bekommen?

Nein, trotz deiner vorherigen Prämien, wie die Corona-Prämie in Höhe von 1.500 Euro oder dem Pflegebonus in Höhe von 4.500 Euro, weil du z.B. im medizinischen Bereich tätig bist, hast du die Möglichkeit die 3.000 Euro Inflationsausgleichsprämie zu erhalten. Die verschiedenen Hilfeleistungen sind kombinierbar.

Sind Mehrfachzahlungen 2023 möglich? Kann ich von zwei Arbeitgebern auch zweimal kassieren?

Ja, das ist tatsächlich möglich! Wenn du zeitgleich in dem Zeitraum der möglichen Auszahlung, sprich bis 2024 mehrere Arbeitgeber hast, da du beispielsweise neben deinem Vollzeitjob auch einen Minijob oder zwei Teilzeitarbeiten hast, können dir beide Arbeitgeber jeweils steuerfrei die Inflationsausgleichsprämie bis zu maximal 3.000 Euro überweisen. Du kassierst 2023 damit also 6.000 Euro.

Bis zu 9.000 Euro kassieren: „Und wenn ich dreimal meinen Arbeitgeber wechseln musste“?

Dann spitz die Ohren, denn wenn du bis zum 31. Dezember 2024 deinen Job z.B. dreimal wechselst, könntest du theoretisch dreimal von dieser Prämie profitieren. Im besten Fall würdest du damit von 9.000 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei profitieren.

Fragen vom Arbeitgeber ausräumen

Wenn dein Arbeitgeber unsicher in Bezug auf die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie ist, kannst du ihm Folgendes sagen: Diese Prämie muss zusätzlich zum Lohn ausgezahlt werden und auf deinem Lohnzettel oder deinem Überweisungsbeleg deutlich als Inflationsprämie gekennzeichnet sein.

Geschenke im Wert von 3.000 Euro erhalten

Aktuell fühlt sich dein Geldbeutel bestimmt nicht mehr so schwer an, weil Weihnachten vor der Tür steht. Und das bedeutet: du hast viel Geld ausgegeben. Da bietet es sich doch an mit dem Arbeitgeber über Geschenke im Wert von 3.000 Euro zu sprechen. Mit Hinblick auf die Inflation bieten sich Gutscheine von Supermarktketten, Amazone oder Bonage-Gutscheine an, um von einer Vielzahl von Produkten zu profitieren und das eigene Geld lieber für einen Urlaub oder die Nebenkostenabrechnung zu sparen.

Wie du 2023 weiter Geld einsparen kannst, liest du in unserem ersten und zweiten Teil dieser Reihe “Was sich 2023 finanziell für Dich ändert”:

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