Der Wiedereinstieg in den Beruf kann nach einer Auszeit schwierig werden. So gelangst du die Motivation trotz Pause vom Job zurück.

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Elternzeit, Pflege, Burn-out oder Sabbatical: Gründe für eine Auszeit gibt es viele. Wege zurück in den Job auch. Der Wiedereinstieg kann sich aber komplizierter gestalten, als man denkt. Nach all den Erlebnissen fernab von der Arbeit mangelt es den meisten Rückkehrern vor allem an einem: Motivation.

Dem Alltag entfliehen, sich in ein Abenteuer stürzen oder einfach mal auf sich selbst fokussieren. Eine Auszeit vom Job kann richtig guttun. Es gibt viele verschiedene Modelle, für einen befristeten Ausstieg vom Berufsalltag. Doch jede Auszeit will gut geplant sein. Denn meist ist sie ohnehin schneller wieder vorbei, als du gucken kannst. Wer sich eine Weile aus dem Joballtag rausgezogen hat, findet nicht unbedingt leichtfüßig zurück. Viel zu oft heißt es: Nach der Auszeit ist vor dem Stress. Deshalb solltest du dir schon früh Gedanken darüber machen, wie du so sanft wie möglich zurück in den Berufsalltag gelangst. Diese fünf Tipps helfen, deine Motivation zu steigern.

Tipp 1: Konzentriere dich auf deine Stärken

Egal, wie lange du dir eine Auszeit nimmst, eines solltest du nicht einen Tag lang vergessen: deine Stärken. Nur weil du etwas eine Weile nicht gemacht hast, heißt es nicht, dass du es nicht mehr kannst. Erinnere dich regelmäßig daran, was dir liegt. Frage dich: Worin bin ich richtig gut? Und wofür schätzen Kollegen meine Arbeit? So bleibt dir keine Zeit, an dir und deinen Fähigkeiten zu zweifeln. Die Konzentration auf die eigenen Stärken lässt einen mindestens genauso selbstbewusst in den Job zurückkehren, wie man gegangen ist.

Tipp 2: Pflege den Kontakt zu Kollegen

Eine Pause ist oft richtig und wichtig. Aber wer danach wiedereinsteigen will, sollte nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Denn die Welt dreht sich auch in einer befristeten Auszeit weiter. In einem einjährigen Sabbatical etwa können sich ganze Unternehmensstrukturen, das Kollegium und vielleicht sogar Jobprofile verändern. Um auf dem Laufenden zu bleiben und auch das soziale Umfeld am Arbeitsplatz nicht zu verlieren, ist es besonders wichtig, die Kontakte zu pflegen – insbesondere zu freundlichen Kollegen. Auch wenn ihr euch nicht jeden Tag seht, den Kontakt zu halten, lohnt sich! Gemeinsam wird der erste Tag nach der Auszeit angenehmer und du hast gleich zu Beginn etwas und jemanden, auf den du dich freuen kannst.

Tipp 3: Bleib dran und frische dein Wissen auf

Es gibt wohl kaum etwas Demotivierenderes, als den Job, den man Jahre lang gemeistert hat, nicht mehr in Gänze zu begreifen. Die Technik entwickelt sich weiter und mit ihr auch viele Berufe. Damit du dir am ersten Tag nach dem Wiedereinstieg nicht unwohl fühlst, solltest du dem frühzeitig entgegenwirken. Bleibe in deiner Branche auf dem Laufenden und informiere dich über Neuheiten. In der Regel hast du den Beruf ja ohnehin aus einem gewissen Grundinteresse heraus gewählt. Da sollte es einem nicht allzu schwerfallen, informiert zu bleiben – entweder über Nachrichten aus Fachmedien oder über regelmäßige Gespräche mit Kollegen. Außerdem lohnt es sich, aktuelle Stellenanzeigen zu durchstöbern. Viele erwartete Skills kann man den Inseraten entnehmen. Je nach Fachgebiet weißt du aber vermutlich selbst am besten, wo du die aktuellen Voraussetzungen für deinen Job findest.

Tipp 4: Hinterfrage deine Einstellung zur Arbeit

Mangelnde Motivation ist manchmal reine Einstellungssache. Ja, die Auszeit war vielleicht fantastisch und ist mit einzigartigen Erlebnissen verknüpft. Und sicherlich war sie auch mal dringend nötig. Aber eine Auszeit bleibt nur eine Auszeit, wenn es danach zurück in den Alltag geht. Sonst verliert sie an Bedeutung. Versuche dich immer wieder daran zu erinnern, dass du dankbar sein kannst, so etwas erleben zu dürfen. Oft hilft es auch, sich die positiven Punkte der eigenen Arbeit aufzuschreiben oder sich pünktlich zum Feierabend im Kopf eine Liste zu erstellen, was am Arbeitstag gut gelaufen ist und Spaß gemacht hat. Das können durchaus Kleinigkeiten sein. In Sachen Motivation wirkt ein solcher Perspektivwechsel aber Wunder!

Tipp 5: Chef oder Chefin vor dem ersten Arbeitstag anrufen

Dass dein Vorgesetzter dir die Auszeit ermöglicht hat, ist nicht selbstverständlich. Die zurückgewonnene Dankbarkeit aufgrund des Perspektivwechsels kannst du jetzt in Motivation umwandeln. Ein Telefonat mit deinem Chef oder deiner Chefin könnte dir den Wiedereinstieg vereinfachen. So rufst du dich wieder in Erinnerung, kannst deine zurückgewonnene Energie betonen und vielleicht auch bereits im Vorfeld gewisse Dinge klären, die am ersten Arbeitstag auf dich zukommen. Das Engagement hinterlässt ein positives Bild und wird dir sicherlich den Wiedereinstieg nach der Auszeit erleichtern.

Nachdem du dir jetzt bereits Gedanken über die Zeit nach der befristeten Berufspause gemacht hast, gilt es jetzt die finanziellen Fragen für die arbeitsfreie Zeit zu klären. Wie du etwa für ein Sabbatical sparst, erfährst du hier:

Photo by Bruno Emmanuelle on Unsplash

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