Fast jedem Beschäftigten in Deutschland stehen fünf Tage bezahlten Extra-Urlaub zu. Alles, was du über den sogenannten Bildungsurlaub wissen musst und wie du ihn beantragst, liest du hier.

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Wolltest du auch schon immer mal Songwriting lernen? Oder wie wäre es mit einem zehntägigen Italienischkurs in Florenz – all das ohne dafür extra Urlaub nehmen zu müssen? In 14 von 16 Bundesländern geht das – mit Bildungsurlaub! 27 Millionen Beschäftigte haben in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf den bezahlten Sonderurlaub (Ausnahme: Beschäftigte in Bayern und Sachsen). Doch nur zwei Prozent machen laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund von ihrem Recht tatsächlich Gebrauch. Viele wissen nämlich nicht, was eigentlich hinter dem Begriff steckt.

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub ist eine Weiterbildungsmaßnahme, die der Arbeitnehmer einmal im Jahr zusätzlich zum Jahresurlaub beantragen kann. Von Bundesland zu Bundesland ist er unterschiedlich geregelt, in der Regel umfasst er ganze fünf Tage pro Jahr. Wie beim regulären Urlaub auch, bezahlt der Arbeitgeber während der Freistellung das Gehalt weiter, Kosten für Anreise, Unterkunft und Kursgebühren trägt der Arbeitnehmer allerdings selbst.

Welche Kurse sind für den extra Urlaub anerkannt?

Weiterbildungsmaßnahme? Klingt erstmal nicht nach Urlaub. Doch tatsächlich muss diese nichts mit dem eigentlichen Beruf zu tun haben. Es sind auch solche Seminare anerkannt, die der politischen und persönlichen Weiterbildung dienen. Deshalb ist die Auswahl an Kursen riesig: Segel-, Yoga- oder Paragliding-Kurse – sie alle sind als Bildungsurlaub anerkannt. Auf bildungsurlaub.de findest du eine Auswahl der anerkannten Bildungsmaßnahmen – du hast die Qual der Wahl.

Muss mir mein Arbeitgeber den Bildungsurlaub genehmigen?

Einfache Antwort: Ja! Zumindest solange keine betrieblichen Gründe wie beispielsweise Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer dagegensprechen. Am besten zuerst mit dem Vorgesetzten darüber sprechen, dass du deinen Bildungsurlaub nehmen möchtest. Im zweiten Schritt die Personalabteilung bzw. den Arbeitgeber darüber informieren. Die Frist für die Antragstellung variiert nach Bundesland, beträgt in der Regel aber vier bis neun Wochen vor Urlaubsbeginn.

Fotoquelle: Photo by Nicolas Tissot on Unsplash

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