Wenn es um das Thema Geldanlage geht, denken die meisten an Aktien, Gold oder Immobilien. Doch das ist viel ist zu kurz gedacht. Wir stellen Euch die Plattform Timeless vor. Über die Timeless-App können Privatanleger ganz einfach Anteile von Sachwerten kaufen – Fahrzeuge, Uhren, Sneaker. Dabei geht es nicht nur um Rendite, sondern auch um den Besitz von etwas Wertvollem, also um den Sammlerwert. Hier erfährst du, wie die alternativen Investments in Sachwerte funktionieren – und was für dich dabei herausspringen kann.

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Timeless im Überblick

„Invest in things you love“ – so lautet der Slogan der Timeless-App. Und wie es ein guter Slogan so an sich hat, bringt er auch ziemlich gut auf den Punkt, was Timeless macht. Die App bietet Privatanlegern die Möglichkeit, Geld in Dinge zu stecken, mit denen sie etwas auf einer emotionalen Ebene verbinden. Während man Sätze wie „Ich liebe meine Amazon-Aktien“ eher seltener hört, ist die Zuneigung zu Sachwerten wie Uhren oder Oldtimern dann doch meist etwas größer. Seit Februar 2021 können Anleger in dieser Smartphone-App in solche Sachwerte investieren, schnell erreichten über 10.000 Menschen die Plattform.

Vorteile von Timeless

Was Timeless so besonders macht, ist die Tatsache, dass jeder einen Teil eines hochwertigen Produkts besitzen kann – unabhängig davon, wie wohlhabend er ist. Für leidenschaftliche Sammler ist die Plattform also eine echte Goldgrube. Die Vorteile sind eindeutig: Für wenig Geld kann man wertvolle Dinge besitzen und gleichzeitig das Risiko streuen, indem man in mehrere Sachwerte gleichzeitig investiert.

So funktioniert das Investieren in Sachwerte über Timeless

Wer die Timeless-App auf seinem Smartphone installiert hat, erhält einen Überblick über aktuelle und zukünftige Drops, also Erscheinungen von Sammlerstücken, die von Experten des Unternehmens erworben wurden. Der Wert wird anhand mehrerer Faktoren festgelegt. Es spielen die Seltenheit, der Zustand, die historische Bedeutung und natürlich Angebot und Nachfrage eine Rolle bei der Preissetzung.

Steht der Wert fest, stückelt Timeless das Asset in Anteile zu je 50 Euro. Mehrwertsteuer und Gebühren sind darin enthalten. Die Nutzer können dann entscheiden, ob und wie viele dieser Anteile sie kaufen möchten. Je nachdem, wie sich der Wert des gesamten Assets entwickelt, passt sich auch der Wert des jeweiligen Anteils an. Natürlich kann ein Interessent ein Asset auch komplett kaufen. Timeless entscheidet dann, wann das Asset verkauft wird – meistens nach zwölf bis 36 Monaten. Und die Anteilseigentümer werden im Anschluss ausgezahlt. Inzwischen gibt es aber auch eine Trading-Funktion, über die sich eigene Anteile an andere Trader und App-Inhaber weiterverkaufen lassen. Dann ist man als Eigentümer nicht vom Verkauf von Timeless abhängig.

Im Gegensatz zu Aktien oder Kryptowährungen müssen die Sachwerte, in die die User investieren, auch irgendwo physisch gelagert werden. Dafür mietet Timeless unter anderem Schließfächer bei Banken.

Timeless und digitale Sachwerte wie die Blockchain

NFTs (Non-Fungible-Tokens) sind die Grundlage der Transaktionen auf Timeless. Über die Blockchain werden Käufe und Verkäufe in Echtzeit dokumentiert und sie macht es möglich, ein Sammlerstück digital in mehrere, gleich große Anteile zu zerstückeln. Außerdem kann durch die Blockchain die gesamte Historie des Sachwerts nachvollzogen werden, wodurch die Käufer abgesichert sind.

Fazit: Das halten wir von Timeless

Wer eine spaßige Alternative oder Ergänzung zu Aktien-Investments sucht, kommt bei Timeless auf seine Kosten. Der seriösen Geldanlage dienen die Sachwerte-Investments allerdings weniger. Der Kauf ist zwar einfach und unkompliziert, dafür aber auch riskant. So besteht immer die Gefahr des Totalverlusts, sollte der – noch sehr neue – Anbieter insolvent werden. Die Frage ist außerdem, wie realistisch die Preise sind, die Timeless für ein Sammlerstück anfangs ansetzt. Im schlimmsten Fall lassen sich die Sachwerte auf dem Markt nicht mehr losbekommen. Trotzdem: Für Liebhaber von allerlei Unikaten – etwa aus dem Sneaker-Universum – ist die App auf alle Fälle einen Download wert. Das eingesetzte Kapital sollte sich jedoch stark in Grenzen halten.

Autor: Tim Holzapfel

Photoquelle: Photo by Pixabay

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