Eine der Hauptzutaten für eine erfolgreiche Karriere? Vitamin B! Schließlich öffnen die richtigen Kontakte gerade in diesem Lebensbereich viele Türen. Networking-Veranstaltung sind dabei eine hervorragende Gelegenheit, um sein berufliches Netzwerk auszubauen. Wir geben Dir jetzt die besten Networking-Tipps, die Dich zum Profi machen. 

1. Die richtige Visitenkarte 

Auch in unserem digitalen Zeitalter ist sie eines der wichtigsten Accessoires, die Du auf jedem Networking Event en masse und griffbereit bei Dir tragen solltest. Denn: Wer jemandem eine Visitenkarte überreicht, der erhält in der Regel auch die des Gegenübers zurück. Hinzu kommt, dass es kaum eine schnellere Art gibt, Kontaktdaten miteinander auszutauschen. Denn das mindert die Hemmschwelle. Zudem ist die Visitenkarte Dein Aushängeschild. Meistens machst Du nichts falsch, wenn Du auf ein elegantes, schlichtes Design setzt, das die nötigsten Informationen enthält: Deinen Namen, Deine E-Mail-Adresse, Deine Telefonnummer, Deine Berufsbezeichnung, sowie die Firma, bei der Du tätig bist. Einen besonders guten Eindruck hinterlässt es, wenn sie auf dickem, hochwertigem Papier gedruckt ist. Dies ist der erste wichtige Networking-Tipp.

2. Networking-Tipps: Schüchtern? Kein Problem! 

Um optimal von Networking-Events zu profitieren, lohnt es sich, einen Blick auf die Gästeliste zu werfen und zu überlegen, welche Kontakte hilfreich für Dich wären. Das Problem: Oft fällt es schwer, unbekannte Leute aus dem Nichts anzusprechen. Aber habe eines im Hinterkopf: Auf solchen Veranstaltungen sind alle darauf aus, neue Kontakte zu knüpfen und werden sich darüber freuen, wenn Du auf sie zugehst, um Dich vorzustellen. Es reicht meistens ein simples: „Hallo, ich bin … und arbeite als…bei…“ – gefolgt von einem festen (!) Händedruck. Um das Gespräch in Gang zu bringen, kannst Du Dir auch im Vorhinein eine Frage zur Örtlichkeit, dem Event, dem Wetter überlegen. Oft eignet sich auch eine Rückfrage zum Beruf des anderen. Übrigens: Wenn Du Dich nicht traust, offen auf jemanden zuzugehen, kannst Du den Veranstalter darum bitten, euch bekannt zu machen. Habe keine Scheu, das ist auf solchen Events Usus.  

3. Sei positiv und offen 

Zu den weiteren wichtigen Networking-Tipps zählt: Es sind die kleinen Dinge, die einen Menschen auf uns sympathisch wirken lassen. Beuge Dich leicht zu Deinem Gegenüber, lächle und halte Blickkontakt. Auch die Chamäleon-Taktik kann helfen, um Vertrauen zu erzeugen – dabei spiegelst Du subtil die Körpersprache und Gestik Deines Gegenübers. Auch gezielte Komplimente – sofern sie ernst gemeint sind – sorgen dafür, dass Dein Gesprächspartner Dich wohlwollend im Gedächtnis behalten wird. Der wichtigste Tipp hierfür ist allerdings: Strahle eine positive Haltung aus – das erreichst Du auch durch „positive Sprache“. Sage zum Beispiel lieber, was Du willst und nicht, was Du nicht willst. Das impliziert auch, dass Du auf Beschwerden jeglicher Art verzichtest – sei es über die Branche, das Event oder Dein Privatleben.    

4. Networking-Tipps: Das Follow-up 

Nachdem Du nach solchen Events in der Regel ein ganzes Sammelsurium an Visitenkarten erhalten haben wirst, geht es nun an die Nachbereitung. Es ist ratsam, auf die Rückseite der Visitenkarten Notizen zum ursprünglichen Inhaber zu machen – wie das Datum, das Event sowie Stichpunkte zum Gespräch. Denn das hilft Dir beim nächsten kleinen, aber sehr effektiven Follow-up-Schritt. LinkedIn hat sich zum Goldstandard des Networkings etabliert. Es hilft, wenn Du den Bekanntschaften, die Du weiterhin pflegen möchtest, dort möglichst zeitnah eine kurze Nachricht schickst, um Dich in Erinnerung zu rufen – besonders effektiv ist es, wenn Du diese auf eine vorige Konversation zwischen euch beiden beziehst. So sorgst Du dafür, dass der Kontakt weiter gepflegt wird und nicht im Sande versiegt. Natürlich solltest Du vor diesem Hintergrund darauf achten, dass Du Dein Profil – falls nötig – auf Vordermann bringst.  

5. Die 70-20-10 Regel. Letzte Networking-Tipps

Du siehst, der Aufbau Deines Netzwerkes endet nicht, sobald Du neue Kontakte geknüpft hast, sondern fängt dann erst richtig an. Für das perfekte Networking hat der Social-Media-Berater Mike Sansone die 70-20-10-Regel entworfen. Konkret besagt sie: Nutze 70 Prozent Deiner Zeit dazu, eine Vertrauensbeziehung aufzubauen. Das erreichst Du, indem Du anderen Menschen hilfst, zum Beispiel, indem Du wertvolle Kontakte vermittelst, eine Jobchance eröffnest oder gute Tipps gibst. Nutze 20 Prozent Deiner Zeit dazu, etwas von Dir selber preiszugeben und erlaube anderen so, Dich besser kennenzulernen. Erzähle von Deinen Hobbys, Deinen Träumen, Deinen Wünschen – zeig Deine Persönlichkeit und wer Du wirklich bist. Nachdem nun eine echte Beziehung zwischen euch entstanden ist, kannst Du die Früchte ernten und selbst um Hilfe bei einem Anliegen bieten – im Verhältnis aber nur in zehn Prozent der Zeit. 

Und damit wünsche ich Dir viel Spaß beim Aufbau Deines Netzwerkes! 

Autorin: Isabel Schommers

Fotoquelle: Photo by Antenna on Unsplash

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