Ein neues Buch über Kryptowährungen und insbesondere über die Geschichte der Börse Coinbase ist erschienen. Wir besprechen das Krypto-Buch “Kings of Crypto” von Jeff John Roberts und verraten, für wen es sich eignet und für wen eher nicht.

Das Krypto-Buch

Bücher über Kryptowährungen gibt es viele. Zahlreiche Autoren versuchen mit E-Books oder gedruckten Büchern, das Thema Kryptowährungen zu erklären. Meistens sind dies Erklärungsversuche, wie Kryptowährungen funktionieren und welche sich eignen. Die meisten Bücher gehen sehr in die Sachbuchrichtung. Und: Hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, denn leider befinden sich auch viele mangelhaften Werke darunter.

Ein gutes Buch ist aber “Kings of Crypto”. Nicht nur ist Autor Jeff John Roberts ein erfahrener Journalist, der die Geschichte rund um den Aufstieg der Krypto-Börse Coinbase akribisch recherchiert hat. Er arbeitete auch jahrelang beim Magazin Fortune und veröffentlichte Artikel in Businessweek und in der New York Times. Roberts sprach mit zahlreichen Größen der Kryptowelt und schrieb somit ein spannedes Krypto-Buch. Dabei entstand ein Buch, welches sicherlich eher ein Sachbuch ist, die Geschichte aber so ahnsehnlich beschreibt, dass man zwischendurch denkt, man schmökere in einem Roman.

Denn man muss sich das Buch so vorstellen: Grundsätzlich geht es um Brian Armstrong und die Gründung seines Unternehmens Coinbase. Die Kryptobörse war eine der ersten auf dem Markt und Roberts beleuchtet hier wirklich jeden Schritt des Startups von Anfang bis heute. Zwischenzeitlich versteht es der Autor aber geschickt die Geschichte von Bitcoin, Ethereum und Co einfließen zu lassen, sodass der Leser auch einen gesamtheitlichen Blick über die Entwicklungen der Krypto-Branche hat.

Pro und Contra

Das Buch hat eine angenehme Länge von etwa 250 Seiten. Und es passiert immer etwas, sodass einem beim Lesen nicht langweilig wird. Manchmal ist das Krypto-Buch aber etwas umständlich zu lesen. Ob die seltsame Satzstruktur durch das Übesetzen kommt oder der Autor einfach so schreibt, kann hier nicht beantwortet werden. Es stört nicht das gesamte Lese-Erlebnis, fällt hin und wieder aber durchaus auf.

Dafür ist das Buch klar in drei Teile gegliedert. Diese zeigen den Aufbau des Unternehmens Coinbase und weben dabei wie erwähnt, immer mit der Entwicklung rund um Bitcoin, Ethereum und Co. mit ein. Wer sich im Krypto-Bereich bereits etwas auskennt, der kennt hier schon viele Ereignisse und Personen. Doch es ist immer wieder spannend, noch ein paar Zusatzinformationen zu bekommen und die Sache nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Denn immer wieder ploppen Personen und ihre Geschichten kurz auf, sodass man verschiedenste Charaktere der Branche kennenlernt.

Ein kleines Manko ist hier vielleicht, dass es so viele Personen sind, sodass man mit keiner so richtig mitfiebert. Selbst zu Brian Armstrong als Gründer von Coinbase baut man als Leser im Verlaufe des Buches keine Bindung auf, weil er dann doch insgesamt wenig vorkommt. Allerdings: Hier richten sich unsere Ansprüche vielleicht schon sehr an die eines Romans und man sollte wieder bedenken, dass dieses Krypto-Buch doch eher ein Sachbuch ist.

Positiv ist aber, dass das Buch “Kings of Crypto” keinesfalls ein Lobgesang auf die Kryptobranche oder auf Coinsbase ist. Es kommen durchaus auch negative Vorfälle und Kritik zur Sprache. So ist das Buch am Ende sehr ausgewogen und der Leser kann selbst entscheiden, wie er das Geschäftsgebaren oder die Entwicklungen der Branche einschätzen und beurteilen mag. Es ist erfrischend, bei diesem Thema weder auf einen Autor zu stoßen, der die Krypto-Branche hochjubeln, noch jemand, der sie niederschreiben möchte.

Fazit über das Krypto-Buch

Das Buch “Kings of Crypto” von Jeff John Roberts eignet sich vor allem für Menschen, die sich für die Krypto-Industrie interessieren. Wer noch nie etwas mit Bitcoin und Co am Hut hatte, der wird sich vielleicht etwas schwer tun mit vielen Personen und Ereignissen. Man muss aber kein ausgewiesener Experte sein, um das Buch gut lesen zu können. Wie erwähnt ist das Buch kurzweilig, aber dafür, dass es ein Sachbuch ist, kann man es doch schön nebenbei lesen. Man erfährt trotzdem viel, es ist aber keine wissenschaftliche Arbeit. Wer also schon mal in Kryptos investiert hat und sich mit der Blockchain etwas auskennt, der findet sicherlich viel gefallen an diesem Krypto-Buch.

Auch als Geschenk eignet sich Buch unserer Meinung nach, weil es spannende Geschichten erzählt. Es geht natürlich viel um die Börse Coinbase und um dessen Gründer Brian Armstrong, sowie um den Bitcoin. Ethereum und Vitalik Buterin kommen auch mal vor, aber die meisten Altcoins eher nicht. Vor allem als Geschenk für Start-Up Interesssierte und Bitcoin-Anhänger kann sich das Buch also lohnen.

Fotoquelle: Photo by André François McKenzie on Unsplash

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