Der Krieg in der Ukraine treibt auch hierzulande die Spritpreise weiter in die Höhe. Ein guter Moment, um sich eine sparsame Fahrweise anzutrainieren. Wir haben die besten Tipps, mit denen es klappen sollte! 

1. Frühzeitig hochschalten 

Eine möglichst niedrige Drehzahl sorgt für einen geringeren Spritverbrauch. Also: Flott beschleunigen und die Gänge möglichst schnell hochschalten – laut ADAC sollte dies bei 2000 Umdrehungen pro Minute geschehen. Wer bei 40 km/h bereits im vierten Gang fährt, der schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Erst, wenn der Motor anfängt zu ruckeln oder zu brummen, solltest Du zurückschalten.  

2. Motorbremswirkung nutzen 

Vor einer roten Ampel lohnt es sich, die Motorbremswirkung auszunutzen, statt unvermittelt abzubremsen. Heißt: Möglichst früh den Fuß vom Gaspedal nehmen und den Wagen bei eingelegtem Gang ausrollen lassen. Denn dann greift die sogenannte „Schubabschaltung“, bei der die Kraftstoffzufuhr für den Motor unterbrochen wird.   

3. Motor ausschalten  

Auch, wenn Dein Fahrzeug steht, verbraucht es in etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Daher ist es ratsam, den Motor in Wartephasen abzuschalten – allerdings nur, solange diese voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert. Schließlich verschließt jeder Startvorgang Batterie, Motor und Starter. Viele moderne Autos verfügen allerdings über eine Start-Stopp-Automatik, die diesen Vorgang automatisch ausführt.  

4. Stromfresser vermeiden 

Laut Angaben des ADAC kann allein die Klimaanlage zu einem Mehrverbrauch von 0,3 bis 1,5 Litern pro 100 Kilometern führen, bei der Standheizung liegt er bei etwa 0,2 bis 0,5 pro Stunde. Du solltest daher möglichst versuchen, auf diese Geräte zu verzichten. Aber Vorsicht: Wer anstatt die Klimaanlage zu betätigen die Fenster öffnet, sollte das nur bei niedrigen Geschwindigkeiten tun. Denn: Offene Seitenfenster verursachen bei 100 km/h einen Mehrverbrauch von etwa 0,2 Litern.  

5. Beladung reduzieren 

Getränkekisten oder schwere Taschen im Kofferraum kosten unnötig Sprit. Ein guter Zeitpunkt also, den Kofferraum zu entrümpeln. Denn schon 100 Kilogramm zusätzliche Last führen zu einem Mehrverbrauch von 0,3 Litern. Falls Du Dach- oder Heckträger an Deinem Fahrzeug montiert hast, solltest Du Dir überlegen, diese abzubauen, solange sie nicht benötigt werden.  

6. Richtiger Luftdruck  

Ein höherer Reifendruck sorgt dafür, dass der Rollwiderstand sich verringert und weniger Kraftstoff verbraucht wird. Schon ein um 0,1 bar zu niedriger Luftdruck führt zu einem unnötigen Mehrverbrauch von einem Prozent. Um zusätzlich Sprit zu sparen, lohnt es sich, diesen bis zu 0,5 bar über den vom Hersteller empfohlenen Wert anzuheben. 

7. Höchstgeschwindigkeiten vermeiden 

Wer gerne rast, der belastet auch seinen Geldbeutel. Auf Autobahnen solltest Du es daher vermeiden, nicht mit über 130 km/h unterwegs zu sein. Zudem solltest Du versuchen, das Tempo möglichst konstant zu halten – denn jeder Brems- oder Beschleunigungsvorgang kostet Sprit. Falls Dein Fahrzeug einen Tempomaten besitzt, empfiehlt es sich daher, diesen bei höheren Geschwindigkeiten einzusetzen.   

8. Kurze Strecken vermeiden 

Sei ehrlich – wie oft verwendest Du Dein Auto für kleinere Erledigungen, die Du eigentlich auch mit dem Fahrrad erledigen könntest? Gerade Strecken von unter fünf Kilometern verursachen einen enormen Mehrverbrauch. Schließlich braucht der Motor ein wenig Zeit, um sich aufzuwärmen. Eine gute Motivation, um das Auto doch das ein oder andere Mal in der Garage stehen zu lassen.   

9. Zur richtigen Zeit tanken 

Nicht nur Deine Fahrweise, sondern auch die Uhrzeit, zu der Du tankst, beeinflusst, wie viel Du am Ende bezahlen musst. Durchschnittlich sind die Preise zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am niedrigsten, am höchsten fallen sie zwischen 22 und 6 Uhr aus. Auch um 10 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr solltest Du einen großen Bogen um Tankstellen machen.  

Autorin: Isabel Schommers

Fotoquelle: Photo by Boston Public Library on Unsplash

Autor*in