Mittlerweile investieren immer mehr Menschen auf der Welt in Kryptowährungen. Seien es Privatanleger, Unternehmen wie Tesla oder Microstrategy oder auch Pensionsfonds, Family-Offices oder einfach Milliardäre wie Paul Tudor Jones oder Ray Dalio. Doch welche Möglichkeit habe ich in Deutschland, in Krypto-Produkte zu investieren? Wir zeigen die große Tabelle.

Welche Krypto-Produkte gibt es?

Grundsätzlich kauft man Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Cardano und Co ja auf eigenen Kryptobörsen. Dort erhält man die privaten Schlüssel zu seinen Coins und ist der alleinige Besitzer, sobald man die Währungen auf seine eigene Wallet transferiert hat.

Nun ist dies aber nicht für jeden etwas, da man sich um viel selbst kümmern muss. Kryptowährungen zu kaufen und zu verwalten ist etwas anspruchsvoller, als Aktien oder ETFs zu kaufen. Und deswegen gibt es verschiedene Exchange Traded Products (ETPs) dafür. Dieser Begriff ist der Oberbegriff und darunter gruppieren sich dann Exchange Traded Commodities (ETCs) für Rohstoffe, Exchange Traded Notes (ETNs) für Währungen und halt ETFs. Die dürften ja bekannt sein. Der Unterschied zwischen ETFs und dem Rest ist, dass das Vermögen bei ETFs vor Insolvenzen geschützt ist. Bei den anderen Produkten ist das nicht zwangsläufig der Fall. Deswegen hinterlegen viele Anbieter bei Krypto-Produkten die Coins in eigenen Wallets, um den Anlegern eine höhere Sicherheit zu bieten.

Abschließend gibt es auch noch Zertifikate auf Kryptowährungen. Diese funktionieren ähnlich, aber leicht anders wie ETPs. Der größte Anbieter ist hier die Schweizer Bank Vontobel.

Die große Krypto-Produkte Tabelle

Beginnen wir mit der wichtigsten Kryptowährung Bitcoin. In Deutschland gibt es bislang sechs ETP-Produkte, sowie ein Zertifikat von Vontobel. Das Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin III mit der ISIN: DE000VX1BTC7 kostet 3,75 Prozent Gebühren pro Jahr. Und hier siehst du die sechs ETPs:

Weiter geht es mit der Nummer Zwei der Kryptowelt. Denn auch auf Ethereum gibt es einige Produkte. Insgesamt sind es fünf ETPs sowie auch hier ein Zertifikat von Vontobel: Das Open End Partizipationszertifikat auf Ether III mit der ISIN: DE000VX1ETH0 kostet ebenfalls 3,75 Prozent Gebühren pro Jahr.

Kommen wir von den zwei großen Blue Chips der Kryptowelt noch zu einigen Altcoins. Denn auch hier lassen sich die Anbieter nicht lumpen und haben einige Produkte aufgelegt.

Zuguterletzt werfen wir noch einen Blick auf drei Krypto-Körbe, in denen mehrere Coins versammelt sind und auf ein Bitcoin-Short-Produkt. Damit können Anleger auf einen fallenden Bitcoin setzen.

Wie am besten investieren?

So, nun gibt es eine ganze Anzahl an Produkten. Doch wie investiert man am besten? Grundsätzlich kann man die einzelnen Coins ja auch selbst bei Kryptobörsen erwerben. Doch wem die Registrierung bei diesen Börsen, der Kauf, das selbstständige Verwahren und auch die Steuerthematik zu viel sind, der kann eher auf diese Krypto-Produkte setzen. Denn hier nehmen die Anbieter, beziehungsweise die Bank, viele dieser Punkte ab. Wichtig ist es, ein Produkt zu finden, das zu einem passt. Deswegen sollte man sowohl auf die Kosten, als auch auf die Gestaltung des Produkts und natürlich auf den Inhalt und die Performance achten.

Von der steuerlichen Thematik scheint es in Deutschland aktuell so zu sein, dass Produkte, welche eine physische Auslieferung anbieten, nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sind. Bei den anderen dürfte das nicht der Fall sein. Wir sind aber keine Steuerberater, weswegen Sie dies am besten mit Ihrem vorher klären sollten. Zudem könnte sich an dieser Thematik nach dem Schreiben des Artikels etwas ändern.

Grundsätzlich sollte der größere Teil des Kryptoportfolios aus Bitcoin bestehen. Dies ist die größte und sicherste Kryptowährung und hat sich bislang immer behauptet. Rund 60 bis 70 Prozent dürfen in Bitcoin liegen. Danach sollten 20 bis 25 Prozent in Ethereum folgen, sowie einige wenige Prozentpunkte in ausgewählten Altcoins. Hier gibt es so viele, dass man schwer welche vorschlagen kann. Schauen Sie am besten gut nach, welche Altcoins einen wirklichen Anwendungsfall bieten und ob sie was taugen. Grundsätzlich verlieren die allermeisten Altcoins gegenüber Bitcoin und Ethereum an Wert und dann macht ein Investment ja keinen Sinn, weil man Bitcoin und Ethereum vermutlich schon in seinem Portfolio hat.

Fotoquelle: Photo by fabio on Unsplash

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