Wir alle haben eine Beziehung zu unserem Geld – auch wenn die sehr unterschiedlich ausfallen kann. Dieses Thema erforschte der japanische Psychologie Ken Honda mehr als zehn Jahre. Er fand heraus, dass es beim Umgang mit Geld sieben verschiedene Typen gibt – für alle von ihnen lieferte er dabei gleich wertvolle Tipps mit. Welcher der Geldtypen bist du?

1. Der zwanghafte Sparer 

Der zwanghafte Sparer legt jeden Cent auf die hohe Kante – das gibt ihm ein Gefühl der Sicherheit. Die Freunde dieses Typs können sich glücklich schätzen: Er ist ein Meister der Schnäppchenjagd und weiß stets Rat, wie sie die günstigsten Produkte finden. Manchmal führt diese karge Einstellung soweit, dass der Sparer auf Hobbys oder anderes verzichtet, um kein Geld auszugeben. Honda rät dazu, das Sparen auf ein konkretes Ziel auszurichten und zumindest ab und zu darauf zu achten, sich etwas zu gönnen. 

2. Der zwanghaft Verschwenderische 

Typ zwei der Geldtypen ist das genaue Gegenteil: Er ist der König der Impulsivkäufe und verprasst sein Geld auch für Dinge, die er nicht braucht – vor allem wenn er emotional aufgewühlt ist. Zwanghaft verschwenderische Menschen sind oft sehr extrovertiert und machen ihren Lieben gerne auch grundlos größere Freuden. Sie stürzen sich demnach oft in vermeidbare Schulden. Um die Kontrolle über ihre Finanzen zu behalten, hilft es diesen Menschen laut Honda, einen Budgetplan aufzustellen. 

3. Der zwanghafte Geldmacher 

Das Motto dieses Typs: Das Leben ist besser, je mehr Geld Du verdienst. Er richtet seine Energie darauf, ein möglichst großes Vermögen aufzubauen. Von seinem finanziellen Erfolg erhofft er sich Anerkennung und Bestätigung. Die Gefahr besteht für den zwanghaften Geldmacher darin, dass er seine Beziehungen dabei zu sehr vernachlässigt. Ihm kann es guttun, seinem Vermögen einen Sinn zu geben, indem er es beispielsweise für gute Zwecke einsetzt oder sich ab und an einen Familienurlaub gönnt. So kann man sich dann auch mit diesem Geldtypen anfreunden.  

4. Der Gleichgültige unter den Geldtypen

Diese Gruppe misst Geld kaum Relevanz zu – zumindest ist sie der Meinung, es sollte keine wichtigen Entscheidungen beeinflussen. In Extremfällen sieht dieser Typ es sogar als Grundübel dieser Welt an. Der Gleichgültige braucht nur ein geringes Vermögen, um glücklich zu sein. Das kann ihn in ungute finanzielle Abhängigkeiten bringen. Um solch eine Situation zu vermeiden, sollte dieser Typ sich zumindest einen groben Überblick über seine monatlichen Ausgaben und Schuldenlage verschaffen. 

5. Der Sprunghafte 

Der Sprunghafte ist eine Mischung aus dem zwanghaften Sparer und dem zwanghaft Verschwenderischen. Er häuft lange viel Geld an, nur um es dann in einem Wimpernschlag aus einem Impuls heraus für meist unnötige Dinge auszugeben. Das führt oft zu Stress und Enttäuschung in sich selbst. Vor großen Käufen sollten Typen dieser Gruppe sich verbildlichen, wie sie sich damit in den nächsten Wochen fühlen werden – und sich ihre finanziellen Ziele vor Augen führen.  

6. Der Zocker unter den Geldtypen

Diese Gruppe hat sowohl Züge des zwanghaften Geldmachers als auch des zwanghaft Verschwenderischen. Die Lust am Nervenkitzel und die Aussicht auf eine große Belohnung bringen diese Menschen oft dazu, ihr Vermögen zu riskieren – manchmal nur, um der Langeweile zu entkommen. Ein Verlust aber stürzt sie in tiefe Depression. Um bei der Zockerei nicht die finanzielle Zukunft zu gefährden, sollte dieser Typ dafür sorgen, dass zur Absicherung eine monatliche Sparrate auf ein anderes Konto abgeführt wird.   

7. Der Sorgende 

Egal, wie groß das Vermögen ist – für den Sorgenden fühlt es sich nie nach genug an. Er glaubt, dass er nicht fähig ist, finanzielle Freiheit zu erlangen und geht in seinem Kopf ständig die Worst Case Szenarios durch, für die er stets vorbereitet ist. Diese permanenten Sorgen sind wenig förderlich für das eigene Wohlbefinden – Honda empfiehlt dieser Gruppe, genau zurückzuverfolgen, woher ihre Ängste ursprünglich kommen und mit einem Experten an den Ursachen zu arbeiten. 

Und, welcher der Geldtypen bist Du? 😊 

Autorin: Isabel Schommers 

Fotoquelle: Photo by Ryoji Iwata on Unsplash

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