Der Dezember gilt historisch als ein guter Monat für Kryptowährungen. Doch warum ist das so? Und wie könnten Bitcoin und Ethereum zum Jahresabschluss abschneiden? Wir schauen uns an, wie Kryptowährungen im Dezember performen und was es unbedingt zu beachten gilt.

Kryptowährungen im Dezember

Generell gehen viele Leute davon aus, dass der Dezember ein sehr gute Krypto-Monat ist, weil der Bitcoin im Dezember 2017 sein damaliges Rekordhoch bei rund 20.000 Dollar markierte.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Performance des gesamten Krypto-Marktes im Monat Dezember. Die Seite tradingview.com hat hier seit 2014 die Zahlen für den gesamten Kryptmarkt. Und so schnitt er jeweils im Dezember ab:

  • 2014: -14,22 Prozent
  • 2015: 15,3 Prozent
  • 2016: 33,42 Prozent
  • 2017: 93,68 Prozent
  • 2018: -2,53 Prozent
  • 2019: -6,77 Prozent
  • 2020: 31,39 Prozent

Durchschnittlich schaffte der Kryptomarkt also eine positive Rendite von 21,47 Prozent pro Jahr im Monat Dezember. Dabei gab es bislang vier positive und drei negative Jahre. Doch wenn das Jahr positiv war, dann war es eigentlich sehr stark und wenn es negativ war, dann war es nur leicht negativ. Zudem muss man bedenken, dass die Jahre 2014 und 2018 direkt die Jahre nach dem Platzen der Blase waren. Da 2020 die Blase nicht geplatzt ist, sondern der Bullenmarkt auch in 2021 weiterging, stehen die Zeichen gut, dass der kommende Dezember positiv für Kryptowährungen wird. Eine Sicherheit gibt es dafür nicht, doch die Wahrscheinlichkeit spricht dafür.

Bitcoin

Schauen wir also, wie sich der Bitcoin unter den Kryptowährungen im Dezember geschlagen hat. Dafür haben wir hier eine Übersicht über die Bitcoin-Monatsrenditen seit es verlässliche Daten gibt.

Datenquelle: tradingview.com / Eigene Darstellung

Hier sehen wir, dass der Monat Dezember beim Bitcoin eher freundlich ist. 2014, 2018 und 2019 waren ebenfalls rote Jahre wie beim Gesamtmarkt. Das hat natürlich damit zu tun, dass der Bitcoin einen großten Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung ausmacht und dass sich der Markt meistens so verhält, wie sich der Bitcoin verhält.

Der Monat Dezember war also in sieben von elf Fällen positiv und meistens deutlich positiv, während negative Jahre bis auf 2013 nur leicht negativ waren. Allerdings ist die durchschnittliche Performance des Bitcoin im Dezember mit 16,2 Prozent zwar gut, aber es ist bei Weitem nicht der beste Monat. November und April sind deutlich bessere Monate und Oktober sowie Mai auch etwas bessere.

Ethereum

Schauen wir nun noch, wie sich die zweitgrößte Kryptowährung der Welt, Ethereum, unter den Kryptowährungen im Dezember geschlagen hat.

  • 2015: 6,40 Prozent
  • 2016: -7,90 Prozent
  • 2017: 70,90 Prozent
  • 2018: 16,80 Prozent
  • 2019: -15,20 Prozent
  • 2020: 19,50 Prozent

Für Ethereum sieht der Dezember ebenfalls ganz gut aus. Es ist nicht der stärkste Monat, aber bislang waren vier von sechs Monaten grün und die Durchschnittsrendite liegt bei 15,08 Prozent. Allerdings gibt es Ethereum noch nicht so lange wie den Bitcoin und wir haben noch nicht so viele Preisdaten. Im Laufe der nächsten Jahre kann sich das Bild durchaus noch etwas ändern.

Grundsätzlich beginnen für Ethereum mit Dezember aber sechs gute Monate. Denn von Dezember bis einschließlich Mai läuft es für Ethereum meistens wie geschnitten Brot. Das übrige Halbjahr ist dann deutlich schwächer. Dieser Trend zeigte sich bislang in der Vergangenheit. Ob er auch in Zukunft anhält, das werden die kommenden Monate zeigen.

Fazit zu Kryptowährungen im Dezember

Was kann man nun von den Kryptowährungen im Dezember erwarten? Die historischen Daten geben uns einen Eindruck davon, dass der Dezember eher positiv ausfallen dürfte. Eine Gewissheit gibt es dafür natürlich nicht. Doch die Rahmenbedingungen im Markt stimmen aktuell, weil wir keinen Bärenmarkt haben. Meistens fiel der Dezember nur in einem Bärenmarkt negativ aus. Da sich der Aktienmarkt und auch der Kryptomarkt aktuell in einem Bullenmarkt befinden, sieht das Ganze also positiv aus.

Natürlich sollte man jetzt nicht all-in gehen. Interessierte könnten mit kleinen Positionen starten und dann regelmäßig und bei Rücksetzern nachkaufen. Wer bereits gut investiert ist, kann die Gewinne laufen lassen und eventuell im Laufe des Dezembers auch mal einen Teil der Gewinne realisieren.

Fotoquelle: Photo by André François McKenzie on Unsplash

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