Vielleicht hast Du es bereits selbst gemerkt: Vieles ist im Vergleich zum letzten Jahr aufgrund der Inflation deutlich teurer geworden. Besonders getroffen hat es Lebensmittel wie Kaffee, Salat oder Tomaten – ein guter Zeitpunkt, um sich im Supermarkt das Geld Sparen anzutrainieren. Wir verraten Dir daher die fünf besten Lifehacks, wie Du mit minimalem Aufwand weniger Geld ausgibst.  

1. Nutze den Bar-Trick 

Überlege Dir im ersten Schritt genau, wie viel Budget Du im Monat für Deine Einkäufe zur Verfügung hast. Durchschnittlich liegt dieses für eine Person zwischen 120 Euro und 200 Euro. Wenn Du herausgefunden hast, wie viel Du benötigst, kommt ein wichtiger Schritt: Nimm exakt diesen Betrag mit – und zwar in möglichst großen Scheinen. Dahinter steckt die Theorie der mentalen Buchführung. Sie besagt, dass wir all unsere Unkosten geistig verschiedenen Kategorien zuordnen, wie zum Beispiel Urlaub, Konzerte, Kleidung etc. Höhere Beträge assoziieren wir eher mit dem Bereich „Besondere Ausgaben“, weswegen die Hemmschwelle größer ist, einen Hunderter anzubrechen als fünf Zwanzig-Euro-Scheine auszugeben. Außerdem sehen wir im Gegensatz zu Kartenzahlungen aktiv, wie sich unser Geld nach und nach verringert und nehmen den Verlustschmerz damit wesentlich deutlicher wahr.

2. Achte auf das perfekte Timing um im Supermarkt Geld sparen zu können

Hast Du schon etwas vom Latte-Faktor gehört? Hier ein Latte Macchiato, dort ein kleiner Snack zwischendurch – diese vielen kleinen Beträge summieren sich nach und nach. Um den Latte-Faktor zu umgehen, eignet sich eine gute Zeitplanung. Wer einmal die Woche einen Großeinkauf tätigt, der hat einen besseren Überblick über sein Budget und zahlt weniger für unnötigen Kleinkram. 

Es rentiert sich daher, für Deine Erledigungen einen festen Tag ins Auge zu fassen – und zwar zur richtigen Uhrzeit. Kurz vor Ladenschluss müssen viele Supermärkte verderbliche Ware wie Obst, Gemüse oder Backwaren loswerden und bieten sie zu einem wesentlich günstigeren Preis an. Ein weiterer Tipp: Falls Du im Geschäft geneigt bist, impulsiv zu einem weiteren Produkt zu greifen, dann nimm es für zehn Minuten mit. Nach dieser Bedenkzeit entscheidest Du dann vielleicht, dass Du es eigentlich gar nicht brauchst. Für größere Anschaffungen gilt als Daumenregel eine Wartezeit von 30 Tagen. Du willst noch mehr Spar-Tricks von uns erfahren?

3. Kenne die Tricks der Supermärkte 

Hast Du Dich nicht schon einmal gefragt, warum viele Produkte so unlogisch platziert scheinen? Auf diesem Weg leiten die Shops ihre Kunden durch möglichst viele Gänge, um sie zu mehr Konsum zu verlocken. Schreibe Dir also am besten eine Liste nach der Reihenfolge der Abteilungen, die Du abläufst. Die günstigste Ware findest Du in den untersten Fächern in der Mitte – also genau in dem Bereich, in den Dein Blick nicht zuerst fällt. Oft werden dort Hausmarken angeboten, die in vielen Fällen mindestens genauso gut sind wie ihre teureren Pendants. 

Außerdem findest Du auf der linken Seite oft die preiswerteren Produkte. Der Großteil der Supermärkte ist für Rechtshänder ausgelegt und sorgen dafür, dass die kostspieligeren Artikel für diese schneller griffbereit sind – daher führen die meisten Läden ihre Kunden auch gegen den Uhrzeigersinn durch das Geschäft. Ein weiterer Trick sind große Einkaufswägen: Die sind dafür gemacht, leerer zu wirken und die Kunden dazu zu verleiten, mehr mitzunehmen – das ganze wird auch Ikea-Effekt genannt. Es lohnt sich daher, stattdessen nur mit dem kleineren Korb einzukaufen. Denn so kannst du im Supermarkt Geld sparen.

4. Sei gutgelaunt und satt  

Warst Du schon einmal mit knurrendem Magen im Supermarkt und hast am Ende viel mehr gekauft, als Du eigentlich wolltest? Vor einigen Jahren haben Forscher herausgefunden, dass Hunger unsere Wahrnehmung verzerrt. Sind wir nicht satt, kommen uns Portionen wesentlich kleiner vor und wir werden empfänglicher für alle nahrungsbezogenen Reize – vor allem diejenigen, die hohe Brennwerte versprechen. Daher greifen wir in solchen Situationen vermehrt zu Junk Food und anderen ungesunden Kalorienmonstern. Ein voller Magen beim Einkaufen wirkt sich daher nicht nur gut auf den Geldbeutel, sondern auch die Gesundheit aus. Nicht nur Hunger lässt uns mehr konsumieren – auch schlechte Laune ist der Feind jedes Sparers. Wer frustriert oder enttäuscht ist, der jagt im Supermarkt nach einem vermeintlichen Endorphinrausch und neigt zu Impulskäufen. Das Glücksgefühl bleibt am Ende nur leider meistens doch aus, daher sollte man Geschäfte in diesem Zustand eher vermeiden.  

5. Falle nicht auf Preistricks herein 

Mit psychologischer Preissetzung versuchen viele Läden, uns vermeintliche Schnäppchen vorzugaukeln. Ein Beispiel ist der Ankereffekt: Um zu entscheiden, ob etwas günstig ist, brauchen wir einen Referenzpunkt – einen „Anker“. Der wird uns aus diesem Grund gleich mitgeliefert, zum Beispiel durch einen älteren durchgestrichenen Preis. Oft ist die Aktionsware nicht billiger als die restliche Auswahl, daher solltest Du auch bei solchen Angeboten das Sortiment genau vergleichen, wenn möglich nach Kilopreisen. Bei zwei relativ gleichwertigen Produkten nebeneinander greifen wir eher nach dem preiswerteren. Aufgrund des Ankereffekts stellen viele Händler daneben noch ein etwas teureres dazu, damit wir uns am Ende für die Mitte aus den dreien entscheiden. Auch mit den berühmten Schwellenpreisen wie 14,99 tricksen die Händler, da uns letztlich die erste Zahl mehr im Gedächtnis bleibt: Daher: Runde am besten alle Preise auf und rechne beim Einkauf mit, so hast Du automatisch mehr von Deinem Budget. 

Fazit zu: Im Supermarkt Geld sparen

Wenn du ein paar von diesen Tipps beherzigst, dann kannst du sicherlich noch den ein oder anderen Euro im Supermarkt sparen. Das Einkaufserlebnis soll dennoch auch etwas Spaß machen, deswegen nimm es am besten gelassen! Versuche, ein paar dieser Hinweise als Routine nach und nach in deine Einkäufe einfließen zu lassen. Dann wird es mit der Zeit zur Gewohnheit.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim fröhlichen Sparen!

Autorin: Isabel Schommers

Fotoquelle: Photo by Jennifer Uppendahl on Unsplash

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