Wer etwas Geld hat oder durch gute Geschäfte an der Börse Geld verdient hat, wird irgendwann mit der Frage konfrontiert, ob man auch etwas Geld davon spenden sollte. Aber wie macht man das am besten? Und wofür sollte man das Geld einsetzen? Wir zeigen, welche Möglichkeiten es zum Geld spenden gibt und was das bringen kann.

Geld spenden

In dem Podcast “Mut heißt machen” von den SOS Kinderdörfern, spricht der Chefredakteur von FOCUS-MONEY (zu dem auch Kleingeldhelden gehört), Frank Pöpsel, darüber, warum Spenden wichtig sind. In der neuen Folge geht es um Mikrokredite gegen Kinderarbeit und was Spenden damit zu tun haben. “Am Ende zählt, was man für andere getan hat!”, sagt Frank Pöpsel in diesem Podcast. Der Wirtschaftsjournalist weiß um die Macht der Spenden: “Am Ende des Lebens zählt doch, was man für andere getan hat. Der Gedanke, dass man die Welt vielleicht einen Nanomillimeter verbessert hat, ist doch ein schöner. Dann hat man vernünftig gelebt!”

In der Folge spricht Frank Pöpsel davon, wie man Geld spenden kann und warum Mikrokredite gerade in den Ländern der dritten Welt wichtig sind. Denn durch Kleinkredite könnten die Menschen dort an wichtiges Kapital kommen, um ein eigenes Geschäft aufzubauen. Durch diese Geschäfte könne genug Geld verdient werden, damit die Kinder der Familie nicht arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Dadurch könne jeder Spender den Menschen eine eigene Verantwortung geben und mit seinem Geld etwas Gutes tun.

Wie kann man spenden?

Zunächst mal kommt einem bei diesem Thema natürlich die Geld-Spende in den Sinn. Wer genug hat oder etwas Gutes tun möchte, der kann Geld spenden. Eine andere Möglichkeit ist die Sachspende. Etwa in Form von Kleidungsstücken, die man nicht mehr benötigt, von Büchern und Spielzeug oder vielen weiteren nützlichen Dingen. Auch die Ehrenarbeit als drittes Element ist eine Form der Spende. Hier spendet man Zeit und Arbeit, um etwas zu bewirken.

Selbstverständlich muss man nichts spenden und man ist auch kein schlechterer Mensch, wenn man nichts spendet. Doch wer etwas Geld, einige Dinge oder Zeit übrig hat, der kann sich überlegen, ob er oder sie etwas Sinnvolles damit anfangen kann. Das hilft auf der einen Seite und auf der anderen Seite hat es noch einen weiteren positiven Effekt.

Spenden von der Steuer absetzen

Man sollte nicht nur Geld spenden, um es dann von der Steuer absetzen zu können. Aber es ist ein angenehmer Nebeneffekt, der sogar noch mehr Geld für Spenden freisetzt. Denn der Betrag, den man vom Finanzamt zurückerhält, kann man ja erneut spenden. Das muss man aber nicht tun. Man kann auch einfach Geld spenden, hat damit etwas Gutes getan und bekommt von dem Geld sogar durch den Staat noch ordentlich etwas zurück. Doch wie setzt man Spenden richtig von der Steuer ab?

Die Seite finanztip hat dazu einen großen Ratgeber geschrieben. Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass man Spenden in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen kann. Dabei können Spenden bis 200 Euro und ab 2021 sogar bis 300 ohne große Nachweise angegeben werden. Darüber hinaus ist ein Nachweis nötig. Zudem kann man auch Sachspenden als Sonderausgaben geltend machen. Hier gilt es, den ungefähren Wert des Gegenstands bei der Spende zu ermitteln. Zudem kann man auch eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Steuer angeben, sofern man dafür nicht schon entschädigt wird. Meistens kann man dabei Spenden bis zu 20 Prozent seiner gesamten Einkünfte in der Steuererklärung geltend machen. Das wäre dann aber schon eine ganze Menge. Spendet man allerdings noch mehr, so kann man den überlaufenden Betrag auch ins nächste Jahr mitnehmen und dort geltend machen.

Egal ob man also Geld spenden, Sachwerte abgeben oder Zeit investieren möchte: Womöglich ist für jeden etwas dabei. Wer mehr Inspiration dazu erhalten und mehr über die Mikrokredite gegen Kinderarbeit und die SOS-Kinderdörfer erfahren möchte, der hört sich jetzt den Podcast an.

Fotoquelle: Photo by Diego PH on Unsplash

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