Was haben der Mond und der Bitcoin gemeinsam? Nicht nur, dass es ein geflügeltes Wort geworden ist zu sagen: Bitcoin, to the moon – also dass der Bitcoin in ungekannte Höhen steigt. Nein, der Himmelskörper scheint tatsächlich einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs zu haben. Warum das so ist und wieso das nichts mit Esoterik zu tun hat.

Der Mond-Bitcoin

Quelle: tradingview.com / Bearbeitung: Kleingeldhelden / Stand: 21.09.21

Dieses Bild zeigt den Bitcoin-Chart im Jahr 2021. Die schwarzen Linien markieren jeweils den Tag des Vollmonds. was ist zu erkennen? In sechs von neun Fällen markierte der Vollmond ein lokales Tief. Es muss nicht exakt an diesem Tag gewesen sein, aber in den ein bis zwei Tagen um das Ereignis herum, markierte der Kurs ein Tief. Danach ging es immer wieder deutlich aufwärts. Die Phasen nach dem Vollmond – also bei abnehmendem Mond – waren die besten. Dort stieg der Kurs bis etwa Neumond deutlich. Danach ging es meistens stärker bergab oder der Kurs trat auf der Stelle. Aber ist das jetzt einfach nur ein witziger Zusammenhang, der nichts weiter zu bedeuten hat?

Einfluss des Mondes auf Börsen

Nein. Denn wissenschaftliche Studien haben bereits herausgefunden, dass die Mondphasen Einfluss auf die weltweiten Börsen haben. Die Sutor Bank führte bereits 2019 eine Studie durch, die die Zusammenhänge zwischen dem Mond und dem amerikanischen Aktienindex S&P500 beleuchten sollte. Die Experten untersuchten dabei die Rendite des Aktienindex zwischen dem 1.1.1928 und dem 15.04.2019. Das waren über 90 Jahre Börsengeschichte und diese sprechen eine eindeutige Sprache:

  • Phase des zunehmenden Mondes: 0,35 Prozent pro Jahr
  • Phase des Vollmonds: ca. 2 Prozent pro Jahr
  • Phase des abnehmenden Mondes: 0,45 Prozent pro Jahr
  • Phase des Neumonds: ca. 3 Prozent pro Jahr

Damit liefern die verschiedenen Mondphasen auf jeden Fall ein eindeutiges Ergebnis. Doch die Analysten der Sutor Bank betonen, dass man das keineswegs als Anlagestrategie nehmen sollte. Denn das ständige hin und her würde von den Kosten her die Überrendite zunichte machen.

Spannend sind diese Korrelationen aber allemal. Denn das zeigt, dass der Mond durchaus einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben könnte. Hier scheint es halt eher so zu sein, dass der Kurs bei Neumond ein lokales Hoch ausbildet und bei Vollmond sein lokales Tief hatte. Das ist sicherlich nicht in 100 Prozent der Fälle so, aber ungefähr kam es zumindest im Jahr 2021 hin. Doch was bedeutet das nun für Anleger?

Die Mond-Bitcoin-Strategie

Die Mond-Bitcoin-Strategie ist nun keineswegs etwas, auf das man alleine seine Anlageentscheidung stützen sollte. Doch wer ohnehin einen Sparplan auf Bitcoin und Kryptowährungen ausführt, der könnte ja schauen, dass die Kaufdaten immer ungefähr in der Nähe des Vollmonds liegen. Möchte man mal etwas verkaufen, dann eignet sich der Vollmond eher weniger. Hier sollte man eher auf den Neumond achten und dann versuchen, dort einen Teil zu verkaufen. Wichtig: Dieses Muster funktioniert nicht in 100 Prozent der Fälle. Man sollte es also nicht blind verfolgen. Doch wenn der Mond-Bitcoin bald mal wieder sinkt und dich die Leute fragen, was denn da los sein, dann kannst du einfach sagen: Guck mal, es ist Vollmond.

Fotoquelle: Photo by CHUTTERSNAP on Unsplash

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