Der Sommer gilt bei Kryptowährungen als historisch schlecht. Aber stimmt das überhaupt? Und was bedeutet das dann für den Krypto-Sommer 2021? Wir werfen mal einen Blick auf die Zahlen und verraten, in welche Richtung es gehen könnte.

Die Daten für den Bitcoin

Als Sommermonate gelten klassisch Juni, Juli und August. Da wir nun mit dem Juni begonnen haben, wollen wir mal einen Blick auf die Zahlen werfen. Und diese sehen für den Bitcoin so aus:

Datenquelle: tradingview.com / Bearbeitung Kleingeldhelden / Stand: 01.06.2021

In dieser Tabelle haben wir alle Monats-Performances des Bitcoin seit verlässlicher Aufzeichnung der Daten eingefügt. Beispielsweise startet die Tabelle im August 2010. In diesem Monat schloss der Bitcoin um 11,6 Prozent niedriger, als er geöffnet hatte. Im September legte er dann um 3,2 Prozent zu.

Wir sehen unten in der Tabelle jeweils die durchschnittlichen Prozentwerte der einzelnen Monate. Und tatsächlich: Zwar kann man beim Juni nicht sagen, dass es ein historisch schlechter Monat ist, doch der Juli fällt dann schon deutlicher gegenüber den anderen ab, der August ist bereits leicht negativ und richtig schlecht ist meistens der September. Wir sehen aber auch: Alle Monate hatten sowohl einige negative als auch positive Verläufe. Per se kann man also nicht sagen, dass der August zum Beispiel immer schlecht ist.

Kryptowährungen im Sommer

Dennoch kann man sagen, dass also die Monate Juli, August und September schlechter abschneiden als der Rest. Im Sommer ist also tatsächlich etwas Vorsicht bei den Kryptowährungen geboten. Warum das ganz genau so ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Doch auch die zweitgrößte Kryptowährung der Welt Ethereum, zeigt ein ähnliches Bild.

Datenquelle: tradingview.com / Bearbeitung Kleingeldhelden / Stand: 01.06.2021

Hier reicht die Geschichte nur bis ins Jahr 2015 zurück. Doch sie zeigt: Im Juni, Juli und Augut verharrt der Kurs bei Ethereum durchschnittlich auf der Stelle. Der September ist ebenfalls richtig schlecht und im Oktober und November passiert auch nicht so viel. Die Prime-Time hat Ethereum meistens von Dezember bis Mai. In diesem Mai stieg Ethereum ebenfalls auf ein Rekordhoch, bevor der Kurs korrigierte. Also zeigt auch Ethereum, dass Kryptowährungen im Sommer eher schlechter abschneiden.

Was bedeutet das jetzt für Anleger?

Für Anleger muss das aber nicht schlecht sein. Es kommt halt immer drauf an, was man will: Möchte man Anfang Juni investieren und sein Geld im September wieder rausnehmen, dann erscheint diese Idee aufgrund der Historie als schlecht. Die Kryptowährungen können auch im Sommer deutlich steigen, doch die Geschichte sagt etwas anderes.

Wer langfristig investieren möchte, für den bieten sich im Sommer gute Chancen. Die niedrigeren Kurse kann man mit der Cost-Average-Methode als Chance nutzen und nach und nach mehr kaufen. Denn tatsächlich scheinen die Kryptowährungen im Sommer schlechter abzuschneiden als sonst. Doch wer die Chancen darin erkennt, wird langfristig zu den Gewinnern zählen.

Fotoquelle: Photo by Executium on Unsplash

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