Nachdem die meisten Kryptowährungen fulminant ins Jahr 2021 gestartet waren, gab es seit März eher eine Seitwärtsphase und dann stürzten die meisten Coins im Mai drastisch ab. Deswegen fragen wir uns jetzt: Wie geht es weiter? Und was können wir von den Kryptowährungen 2021 noch erwarten?

Der Rückblick

In unserem Artikel Welche Kryptowährungen kaufen? hatten wir unser Augenmerk auf den Bitcoin, Ethereum, Polkadot und VeChain gelegt. Schauen wir uns doch mal an, wie diese Coins zwischen dem 1. Dezember 2020 und dem 31. Mai 2021 performt haben:

  • Bitcoin: Am 1. Dezember stand der Bitcoin-Kurs bei 19.610 US-Dollar. Seitdem stieg er um 230,5 Prozent auf sein aktuelles Allzeithoch bei 64.805 Dollar. Momentan notiert der Kurs bei 35.826 Dollar, was immer noch einer Zunahme um 82,7 Prozent innerhalb der vergangenen sechs Monate entspricht.
  • Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung und konnte noch viel stärker zulegen. Von 612 US-Dollar ging es um 611,9 Prozent auf 4.357 Dollar hoch, bevor der Kurs korrigierte. Ende Mai 2021 steht die Notierung bei 2.455 Dollar und damit immer noch um 301,1 Prozent höher als am 1. Dezember 2020.
  • Polkadot ging als Underdog ins Rennen. Denn von der noch sehr jungen Kryptowährung gab es noch keine große Preishistorie. Dennoch schlug sich der Coin DOT sehr gut, legte um 822,4 Prozent bis auf 49,35 Dollar zu. Nach der Korrektur sieht der Zwischenstand noch so aus: Von 5,35 Dollar am 1. Dezember ging es bis zum 31. Mai 2021 um 285,8 Prozent auf 20,64 Dollar nach oben.
  • Zuguterletzt hatten wir einen Blick auf den Geheimtipp VeChain geworfen. Und das zahlte sich aus. Die chinesische Kryptowährung legte eine Rallye von 0,0159 US-Dollar bis auf 0,281 Dollar hin und stieg damit um 1667,3 Prozent. Bis zum 31. Mai 2021 steht auch nach der Korrektur immer noch eine Rendite von 610,7 Prozent zubuche.

Der Status-Quo

Zwischen Oktober 2020 und April 2021 hatten die meisten Kryptowährungen nur eine Richtung gekannt: Nach oben. Im Mai entlud sich dann dieser enorme Aufwärtsschwung in einer starken Korrektur. Nicht viele Marktteilnehmer hatten mit so einer starken Korrektur gerechnet – doch ebenso wenige hatten mit einem so krassen Preisanstieg vorher gerechnet. Ende Mai 2021 steht der Bitcoin also bei rund 36.000 Dollar. Zum Vergleich: Ende Mai 2020 hatte der Kurs noch bei 9.446 US-Dollar gestanden.

Viele Altcoins hatte es bei der Bitcoin-Korrektur ebenfalls stark mit nach unten gerissen. Und das sollte niemanden überraschen. Viele Neueinsteiger sind bei Altcoins immer sehr, sehr euphorisch. Doch die Wahrheit ist: Was stark steigt, fällt auch stark wieder. Die meisten Altcoins verlieren auf lange Sicht gegenüber dem Bitcoin. Es kommt also darauf an, diejenigen Altcoins zu finden, die wirklich langfristig stark sind. Zudem korrigieren Altcoins meistens deutlich stärker als der Bitcoin. Dafür sind sie vorher meistens auch stärker gestiegen. Das ist das Spiel.

Sorgen muss man sich um den Kryptomarkt nicht machen. Wir haben bereits in diesem Artikel gezeigt, wie die Zyklen beim Bitcoin verlaufen. Der Preis tendiert unter starken Schwankungen nach oben. Aber was bedeutet das jetzt für Kryptowährungen 2021?

Der Ausblick: Kryptowährungen 2021

Es könnte durchaus sein, dass der Sommer etwas ruppiger wird und der Bitcoin erst im Herbst wieder an sein Rekordhoch herankommt. Vieles deutet aktuell darauf hin, dass der Bitcoin einen Double-Top-Cycle wie im Jahr 2013 durchläuft. Bis das Gegenteil bewiesen ist, kann man an dieser Theorie festhalten. Und das folgende Bild zeigt zwei ganz einfache Trendlinien.

Bildquelle: tradingview.com / Bearbeitung: Kleingeldhelden / Stand: 31.05.2021

Die blaue Trendlinie reicht bis ins Jahr 2013 zurück. Für Kryptowährungen 2021 bedeutet dies, dass der Bitcoin Kurs immer um diese Trendlinien herumpendelt. Außerdem zeichnet sich seit dem Corona-Crash im März 2020 eine weitere schwarze Trendlinie ab. Von dieser hatte sich der Kurs sehr weit entfernt und es kann sein, dass der Bitcoin in den kommenden Wochen die Nähe der schwarzen Trendlinie sucht. Für Kryptowährungen 2021 bedeutet das aber auch, dass der Bitcoin Ende des Jahres mindestens 60.000 Dollar wieder erreichen sollte. Bricht er die Trendlinie, dann dürfte die Erholung länger dauern. Aktuell sieht es danach aber nicht aus.

Fotoquelle: Photo by Aleksi Räisä on Unsplash

Autor*in