Keine Frage – Studieren ist teuer. Nicht selten herrscht Mitte des Monats gähnende Leere im Portemonnaie. Trotz finanzieller Unterstützung der Eltern, BAföG oder ähnlichem, kann es eine Herausforderung sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten und gleichzeitig noch Geld für schöne Dinge übrig zu haben. Lecker Essen gehen, Konzerttickets oder ein erholsamer Urlaub. Arbeiten während des Studiums ist da super für den Kontostand, das Selbstbewusstsein und die Zukunft. Welche Möglichkeiten es gibt, um Geld neben dem Studium zu verdienen und was dabei zu beachten ist, erfährst du jetzt! Das sind die besten Tipps zum Geld verdienen als Student.

15 Tipps für Nebenverdienste als Student

Die Klassiker

  • Werkstudent: Ein wahrer Glücksgriff, denn Werkstudentenjobs sind in der Regel gut bezahlt. On top gibt es praxisnahe Einblicke in das Berufsfeld des Studiums und die erlernte Theorie kann direkt angewendet werden. Womöglich wird das Unternehmen, indem du als Werkstudent anfängst, später dein fester Arbeitgeber. Und falls nicht macht sich die Praxiserfahrung auf jeden Fall super im Lebenslauf.
  • Studentische Hilfskraft an der Universität: Als studentische Hilfskraft assistierst du Lehrerenden in der Forschung, hältst eigene Unterrichtseinheiten oder erledigst administrative Aufgaben. Darüber hinaus bieten Universitäten auch fachfremde Jobs wie etwa in den Bibliotheken oder der Cafeteria an. Um solche Jobs zu finden, eignet sich am besten die Website der jeweiligen Hochschule. Wer mutig ist, kann auch direkt beim Dozenten erfragen, ob womöglich eine Hilfskraft-Stelle frei ist.
  • Kellnern: Da Universitäten häufig in Städten voller Cafés, Restaurants und Bäckereien liegen, boomen dort regelrecht Studenten-Jobs. Besonders attraktiv an einer Tätigkeit in der Gastronomie ist das Trinkgeld, das den Stundenlohn ordentlich aufbessern kann. Als Kellner braucht es lediglich etwas Übung und eine solide Stressresistenz. Dann funktioniert Geld verdienen als Student ganz einfach.
  • Jobs im Verkauf: Neben der Gastronomie locken auch zahlreiche Jobs im Einzel- oder Lebensmittelhandel. Vom Kundenbetreuer, Kassierer bis hin zum Regalauffüller oder Lagermitarbeiter wird dort alles gesucht. Wer sich für eine Tätigkeit als Kurier entscheidet, hat auch die Möglichkeit auf ein bisschen Trinkgeld – vorausgesetzt die Zustellung erfolgt pünktlich und freundlich.

Die Flexiblen

  • Nachhilfe: Gib dein Wissen weiter. Die Arbeitszeiten sind flexibel und der Job macht sich gut im Lebenslauf. Wenn du in Fächern wie Mathe, Deutsch, Englisch oder Physik fit bist, bist du als Nachhilfelehrer für Schüler prädestiniert. Hast du den Unistoff gut drauf, kannst du ebenso Nachhilfe für Studenten anbieten. Wie viel du verdienst, hängt vom Fach und deinem Wissens-Level ab.
  • Babysitter: Du hast ein gutes Händchen im Umgang oder Kindern und verfügst über erste Erfahrungen? Dann ist Babysitten vielleicht genau das richtige. Meist gehen die Kinder früh schlafen und du kannst dich bequem noch anderen Aufgaben widmen, wie für Klausuren lernen. Wenn du statt Kinder lieber Tiere magst, kannst du alternativ auch Tiersitter werden.
  • Nachbarschaftshilfe: Die nette Dame von nebenan rackert sich mit ihren schweren Einkäufen ab? Der Nachbar findet einfach keine Zeit zum Rasenmähen? Was früher schon als Schüler lukrativ war, kann sich auch für Studenten als interessanter Nebenverdienst entpuppen. So verbindet man Geld verdienen als Student auch noch mit einem sozialen Aspekt.
  • Freelancer: Geld verdienen mit dem eigenen Business und das auch noch ungebunden, zeitlich flexibel und selbstständig. Im Zusammenhang mit deinem Studium bietet sich da einiges an. So gibt es zum Beispiel Informatik-Studenten, die auf eigene Rechnung Websites optimieren. Oder Germanistik-Studenten, die nebenbei als freie Journalisten arbeiten. Wenn du ohnehin schreibstark bist, kannst du auch für Portale oder Firmenwebseiten kleine bis komplizierte Texte schreibst. Du wirst entsprechend der Text-Qualität und Länge bezahlt. Im Internet und auf Online-Jobbörsen werden häufig Autoren, Lektoren oder Übersetzer gesucht.  
  • Promoter: Du bist offen, aufgeschlossen und lernst gerne neue Leute kennen? Als Promoter unterstützt du zum Beispiel Verkaufsaktionen, Verteilungen von Proben oder bist unterwegs auf nächtlichen Clubs- oder Bareinsätzen. Dieser Job zum Geld verdienen als Student mag etwas anstrengend sein, aber vielleicht lohnt er sich ja?
  • Aushilfe und Ferienjobber: Fehlt dir die Zeit, um regelmäßig neben dem Studium zu arbeiten oder sind deine Semester schlecht planbar? Mit kurzzeitigen Einsätzen beispielsweise auf Weihnachts- oder Wochenmärkten, Aushilfen bei Festivals und Partys oder einem klassischen Ferienjob, lässt sich dein Budget aufbessern. Dafür solltest du regelmäßig Aushänge an der Uni sowie Anzeigen in Lokalzeitungen und Jobbörsen checken.

Die Ungewöhnlichen

  • Im Dienst der Wissenschaft: Als Student ist man jeden Tag von anderen Studenten umgeben, die im Zuge ihres Studiums Experimente oder Befragungen durchführen müssen, wie etwa in der Psychologie oder Wirtschaftslehre. Die Forschenden suchen dafür Probanden, die sich zum Testen von körperlichen oder geistigen Aufgaben zur Verfügung stellen. Am Ende gibt es eine nette Aufwandsentschädigung, die nicht selten den Mindestlohn übersteigt. Häufig gibt es an den Universitäten ein zentrales Labor, bei dem man sich anmelden kann und regelmäßig zu Experimenten eingeladen wird.
  • Online-Umfragen: Mit Meinung Geld verdienen. Dabei werden Fragen zu verschiedenen Themen, Produkten oder Services gestellt, die du beantworten musst. Als Belohnung gibt es nicht immer bares Geld, meist aber Prämien, Gutscheine oder Cashback. Online-Umfragen sind nicht das Nonplusultra, um Geld zu verdienen, aber hin und wieder ein kleiner, bequemer Zuverdienst.
  • Lebensretter: Nicht überall gibt es eine Aufwandsentschädigung für Blutspenden, aber Universitätskliniken, private Dienste und die Pharmaindustrie zahlen ein Entgelt für jede Spende. Deutlich lukrativer und auch wichtiger sind Plasma-Spenden. Plasma ist das, was übrigbleibt, wenn man Blut von sämtlichen Blutzellen befreit. Es dient wie Blutspenden zur Versorgung von Unfallopfern und Kranken.
  • Aussortieren und Kassieren: Um schnell etwas Geld zu verdienen, lohnt es sich den Kleiderschrank auszumisten und Sachen wie Bücher, DVDs, Musik und Videospiele auszusortieren. Die vermeintlichen Schrankleichen lassen sich bei Shops wie eBay, ehemals Kleiderkreisel (heißt nun Vinted), reBuy oder Momox oft noch zu Geld machen. Alternativ kann man an Second Hand Shops oder über den guten alten Flohmarkt verkaufen.
  • Stipendien: Wenn zusätzliches Geld gebraucht wird, solltest du dich zu guter Letzt auch auf Stipendien bewerben. Das Geld gibt es einfach so und du musst es nicht zurückzahlen. Allein in Deutschland werden über 2.300 Stipendien angeboten und jedes Jahr bleiben Millionen an Geldern ungenutzt, weil sich niemand drum bewirbt.

Rechtliches – Darauf musst du achten

Die Devise lautet: Geld verdienen als Student ja, aber nicht zu viel! Ein Studentenjob kann Auswirkungen auf die Krankenversicherung, Steuern und sonstige Sozialversicherungsabgaben haben. Das Wichtigste im Überblick:

  • Arbeitsdauer: Studenten dürften während des Semesters maximal 20 Stunden wöchentlich arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit darf es auch mehr sein.
  • Krankenversicherung: Bis zu einem Verdienst von 450 € im Monat können sich Studenten kostenlos bei ihren Eltern in der Krankenkasse mitversichern lassen.
  • Steuerfreibetrag: Dieser beträgt 9.744 € im Jahr (für 2021). Wer mehr verdient, muss Steuern zahlen.
  • BAföG: Wer BAföG bekommt, darf im Jahr sogar nur 5.400 € verdienen, sonst wird die Ausbildungsförderung gekürzt.
  • Minijob: Bei einem Minijob dürfen Studenten bis zu 450 € im Monat verdienen ohne Steuern zahlen zu müssen. Außerdem ist ein Minijob rentenversicherungspflichtig, aber in der Regel kann man sich davon befreien lassen.
  • Midijob:  Verdienst du als Student monatlich mehr als 450 € aber weniger als 850 €, musst du zwar Steuern zahlen, bekommst sie aber am Jahresende mit der Steuererklärung zurück – vorausgesetzt du liegst unter dem Steuerfreibetrag. Rentenversicherungsabgaben fallen vermindert an.
  • Ferienjob: Dieser darf nur in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden und muss zeitlich begrenzt sein. Dabei müssen Steuern gezahlt werden, aber wenn du im Gesamtjahr unterm Steuerfreibetrag liegst, bekommst du sie mit der Steuererklärung zurück.
  • Selbstständigkeit: Checke vorher ab, ob du ein Gewerbe anmelden musst oder als Freiberufler arbeiten kannst. Um zu erfahren, ob du Steuern zahlen musst oder nur Kleinunternehmer bist, schätze deine wahrscheinlichen Einkünfte ab. Dann kläre noch mit der Krankenkasse, ob sie deine Tätigkeit als haupt- oder nebenberuflich einstuft.

Kleingeldhelden-Tipp zum Geld verdienen als Student:

Bei der Suche nach dem richtigen Job solltest du immer auf Seriosität achten. Es gibt zahlreiche Webseiten, die schnell verdientes Geld versprechen, doch häufig verstecken sich die Haken im Kleingedruckten. Auch sollte die Uni an erster Stelle stehen – überleg also gut wo und wie du die übrige Zeit zum Arbeiten einsetzen kannst. Viel Erfolg!

Autorin: Lioba Schulz

Fotoquelle: Photo by Element5 Digital on Unsplash

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