Für viele Paare ist das Thema „Geld in der Beziehung“ nach wie vor mit Scham, Angst und einem unguten Gefühl verbunden. Mit diesen Tipps schafft ihr es, dieses unsexy Thema in eure Partnerschaft zu integrieren.

Für eine stabile Beziehung

Noch immer ist es für viele Menschen ungewohnt, beschämend und negativ belastet über das Thema Geld zu sprechen. Eigentlich verwunderlich, denn es ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Weit häufiger spricht man jedoch über Sex oder kleinere Vergehen. Niemand möchte verurteilt werden und niemand mag Menschen, die prahlen. Aber all dies ist eine Sache des Tonfalls und der Umgebung, in welcher man solche Themen bespricht. Für eine stabile Beziehung ist es wichtig, sich aufeinander verlassen zu können, sich zu unterstützen und offen zu sein. Also sucht euch einen guten Tag für das Thema Geld aus. Sinnvoll kann es auch sein, dass man Thema das erste Mal lieber vormittags bespricht. Zu einem Zeitpunkt, zu dem man wach ist und nicht so schnell emotionalisiert.

Behutsam herantasten

Geld in der Beziehung zu thematisieren ist nicht immer leicht, aber wer es tut, der kann schnell sehen, ob man zusammenwachsen kann, oder nicht. Ihr solltet euch gegenseitig mit Entscheidungen wohlfühlen. Zu Beginn ist es sinnvoll grundlegend zu sprechen, wie man zu dem Thema steht, wie der Wissenstand so ist und ob welche Erfahrungen man in Bezug auf Geld gemacht hat. Im nächsten Schritt sollte man sich überlegen wie das Thema Geld in der Beziehung angegangen werden soll. Im letzten Part könnt ihr dann eure Zukunft aus finanzieller Sicht planen und über Investitionen nachdenken.

Gerechte Aufteilung der finanziellen Verantwortung

Eine gerechte Aufteilung der Finanzen ist sinnvoll, das wiederum heißt, dass 50/50 nicht in jedem Fall fair ist. Verdient ein Partner signifikant mehr, solltet ihr noch detaillierter planen, wer wie viel Geld beisteuert. Teil einer fairen Aufteilung finanzieller Verantwortung ist es auch, dass man darüber spricht, wie man im potentiellen Fall einer Elternschaft, oder Pflegefall in der Familie oder einem Jobverlust sich gegenseitig stützen möchte.

Gemeinsam die Finanzen regeln – So kann es funktionieren

1. Gemeinsames Konto

Für viele Paare, die frisch zusammenziehen – aber auch für solche, die einfach ihre Beziehung auf die nächste Ebene heben wollen, stellt sich die Frage, wann und ob ein Gemeinschaftskonto sinnvoll ist. Das wann wird nur durch euch selbst entschieden, nämlich dann, wenn ihr euch dazu auch in eurer Partnerschaft bereit fühlt. Ob ein Gemeinschaftskonto der richtige Weg ist, lässt sich leider nur schwer beantworten. Für viele Paare ist es ein guter und sinnvoller Schritt. Aber sprecht miteinander, ob ihr gemeinsame Bereiche für die Finanzen definieren wollt, oder lieber mit seinem eigenen Geld haushaltet. Definiert, was über das gemeinsame Konto gezahlt wird.

2. Jeder behält sein eigenes Konto

Zudem behält jeder Partner sein eigenes Konto bei. Das ist ideal, um den Geldeingang von Arbeitgeber bei sich zu behalten. Aber auch, um dort eigene Rücklagen zu bilden. Für eigene Ziele zu sparen und beispielsweise Kleidung oder andere Dinge, separat überweisen zu können. Damit bleibt das Erfassen des privaten Haushaltsbuchs vom partnerschaftlichen auch übersichtlich und einfach.

3. Haushaltsbuch führen

Nicht streng, aber strickt – schaut nach wofür ihr euer Geld ausgegeben habt. Nur so lernt ihr einzuschätzen, wie viel Geld ihr gemeinsam für einen Wocheneinkauf benötigt und was sonst zu den regelmäßigen und unregelmäßigen Ausgaben zählt. Setzt euch auch an Hand eures vorhandenen Geldes Budgets für beispielsweise Miete, Hygieneartikel und Lebensmitteleinkauf – eben für all die Dinge, dir ihr gemeinsam in eurer Partnerschaft zahlen wollt.

4. Gute Kommunikation

Das bedeutet in erster Linie, dass niemand direkt verurteilt oder angeklagt wird, wenn er mal das Budget nicht eingehalten hat. Sprecht das besser neutral an und schaut, dass in das Geld und die finanziellen Ziele in der Beziehung nicht aus den Augen verliert. Hilfreich ist es, sich einmal in der Woche oder einmal im Monat zusammenzusetzen und Bilanz zu ziehen. Dabei wird das Positive, zum Beispiel wie viel Geld ihr sparen konntet, was ihr zurückgelegt habt besprochen, aber auch geschaut, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Entweder ihr müsst Budgets anpassen oder ihr besprecht, wie ihr diese besser einhalten könnt. Spartipps findet ihr auch hier.

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