Catherine Wood mag Spaziergänge und ist aktives Mitglied in ihrer Kirche. Nicht vieles deutet auf den ersten Blick darauf hin, dass Wood eine der erfolgreichsten Investoren der letzten Jahre ist. Seit 40 Jahren arbeitet die Amerikanerin in der Finanzbranche. Nach zahlreichen Stationen, unter anderem bei Alliance Bernstein, entschied sie sich vor sieben Jahren, ihr eigenes Unternhemen zu gründen: Ark Investment Managment.

Die Firma vertreibt mehrere Fonds und ETFs, die alle in Unternehmen aus den Bereichen Genetik, Robotik, Mobilität, künstliche Intelligenz und Finanzen investieren. Fünf Bereiche, denen Wood selbst ein hohes disruptives Potenzial zuschreibt und als Innovationtreiber der kommenden Jahrzehnte sieht. Automobilhersteller Tesla und Finanzdienstleister Square sind nur einige Beispiele für solche Unternehmen. Wichtig ist Wood und ihrem Team, dass die Firmen mit ihren Produkten an der Schwelle zum Massenmarkt stehen, aber für viele klassische Investoren zum jetztigen Zeitpunkt noch zu heiß sind. In Tesla sieht Wood beispielsweise trotz einiger Rückschläge in den vergangenen Jahren ein riesiges Potenzial im Bereich der Elektromobilität – vor allem wenn man nach China blickt. Dort ist nach wie vor eine Automobilwende hin zum Elektrofahrzeug im Gange, um die Luftverschmutzung in den Großstädten zu mindern.

Ark Innovation ETF und Social Media

Dabei ist ARK Investment immer auf der Suche nach neuen vielversprechenden Playern. Wood und ihr Team analysieren zu Beginn mögliche Innovationstreiber in allen fünf Bereichen. Werden passende Aktien gefunden, beginnt die Risikoanalyse und die Berechnung von zu erwartenden Gewinnen über einen längeren Zeitraum. Der Wert der Firmenkultur und die Einstiegshürden werden für jedes Wertpapier mit einer Sechs-Punkte-Skala erfasst.

Auch Social Media spielt bei der Suche nach passenden Unternehmen eine Rolle. Über Plattformen wie Twitter und Facebook melden sich immer wieder Firmen, die ins Profil passen. In einem Interview betonte Wood die Bedeutung dieser Kanäle: “Firmen schreiben uns private Nachrichten, ob Sie in Frage kommen oder ob wir auch diesen und jenen Bereich der Branche im Blick haben.”

All diese Strategien scheinen Erfolg zu haben. Nicht Starinvestoren wie Warren Buffett, Carl Icahn oder Ray Dalio legten in den letzten Jahren die beste Performance am Finanzmarkt hin, sondern Cathie Wood.

Ein ungewöhnlicher ETF

Das Flaggschiff des Unternehmens, der Ark Innovation ETF, konnte seit Januar um über 65 Prozent zulegen. Seit Anfang 2017 vervielfachte sich der Kurs der ETF-Anteile sogar. Nicht selbstverständlich, denn bei dem ETF handelt es sich um einen aktiv gemanagten. Im Gegensatz zu den für gewöhnlich passiv verwalteten ETFs, die einfach einen Index wie den DAX nachbilden, trifft beim Ark Innovation ETF Cathie Wood die Entscheidung, in welche Wertpapiere das Geld der Anleger fließen soll.

Das ETF Gewand garantiert dafür, dass die Anteile trotzdem frei über die Börse gehandelt werden können und für jeden einsehbar ist, in welche Aktien investiert wird.

Insgesamt bietet Ark Invest neben dem bereist genannten Innovation ETF noch vier weitere Produkte in diesem Bereich, die sich alle auf einen speziellen Bereich des Portfolios konzentrieren: Autonomous Technology and Robotics ETF, Ark Next Generation Internet ETF, Genomic Revolution ETF und Ark Fintech Innovation. Bis zum Juli des Jahres konnten die aktiv gemanagten ETFs den jeweiligen Markt mit beeindruckenden Zahlen schlagen.

Und selbst wer nicht direkt in besagte ETFs investieren möchte, der kann sich für seine eigene Investitionsstrategie womöglich den ein oder anderen Tipp abholen.

Fotoquelle: Photo by Big Dodzy on Unsplash

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