Der Gold-Kurs befindet sich auf einem Allzeithoch. Weltweit sind Menschen und Anleger im Goldrausch. Aber warum ist das so? Und noch viel wichtiger: Wie kann ich mit einem Gold Investment Geld verdienen? Wir zeigen, welche Arten es gibt und worauf es zu achten gilt.

Gold Investment – Das sind die Gründe

Der Goldpreis durchbrach Anfang August zum ersten Mal die Marke von 2000 US-Dollar für eine Feinunze. Diese 31,1 Gramm sind die Einheit, in der Gold weltweit gerechnet wird. Der Anstieg hatte schon Anfang des Jahres mit den sich verschlechternden wirtschaftlichen Aussichten begonnen. Denn Gold gilt bereits seit Jahrhunderten als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Weil das Edelmetall seinen Wert behält, weltweit als Vermögenswert anerkannt ist und es Gold nur in begrenzter Menge auf der Welt gibt, steigt der Goldpreis seit langer Zeit.

Gerade in Krisenzeiten, wenn Menschen befürchten, dass Währungen weniger wert werden und eine Wirtschaftskrise bevorsteht, kaufen sie gerne Gold. Aber auch die Zentralbanken auf der Welt horten große Goldbestände, um die Vermögenswerte der Nationen abzusichern. Weil man Geld wie Dollar oder Euro beliebig in unbegrenzter Höhe drucken kann – man aber nicht beliebig viel Gold erschaffen kann – wird Gold zu einem knappen Gut und steigt langfristig im Preis.

Für Anleger empfehlen die meisten Experten etwas Gold als Absicherung für das Depot. Laut Experten sollte das Edelmetall aber nicht mehr als zehn Prozent des investierten Kapitals ausmachen. Es gibt allerdings auch Anleger, die deutlich mehr in Gold investieren.

Aber wie kann man das eigentlich machen? Auf welche Arten können Anleger Gold kaufen?

3 Arten des Gold Investment

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Arten, um direkt in Gold zu investieren. Diese unterscheiden sich teilweise von den Kosten und der Komplexität – bieten aber jeweils verschiedene Vorteile.

Erstens können Anleger Gold direkt und physisch kaufen. Bedeutet: Man geht zur Bank oder zum Edelmetallhändler und kauft sich einen Goldbarren. Die meisten Händler bieten kleine Barren bis zu einem Gramm an oder auch Münzen. Dieses physische Gold hat man dann direkt und kann es beispielsweise mit nach Hause nehmen. Hier liegt dann auch ein kleiner Nachteil auf der Hand: Um die Aufbewahrung und den Schutz muss ich mich selbst kümmern. Das kann also nochmal Gebühren für ein Schließfach nach sich ziehen. Dafür besitzen Anleger aber mit dieser Variante das Gold wirklich.

Daneben gibt es noch Gold-Produkte, die mit einer physischen Lieferung oder der physischen Rücklage verbunden sind. Bedeutet: Das Gold lagert beim Händler und unter Umständen kann ich es mir sogar liefern lassen. Das geht mit Xetra-Gold oder auch Euwax Gold II. Hier ist der Kauf einfacher, weil er so funktioniert, wie ein Aktienkauf oder ein ETF-Sparplan. Der Händler kümmert sich um mein Gold und ich kann es mir liefern lassen.

Letztlich gibt es auch das reine Gold-ETC Investment. Hier investiere ich nur in ein Papier, das den Goldpreis abbildet. In der Regel sollte das unter den geringsten Kosten möglich sein. Ich kann den Gold-ETC ganz einfach an einer Börse kaufen und verkaufen. Dafür habe ich aber kein physisches Gold und kann es mir auch nicht liefern lassen.

Zusätzlich gäbe es noch ein Investment in Gold-Minen-Aktien. Für die meisten Anleger ist das aber etwas riskant und wir wollen ja eigentlich nicht in Aktien investieren, sondern in Gold.

Darauf gilt es bei Gold zu achten

Gold gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Und dennoch müssen Anleger auch einige Dinge beim Edelmetall beachten. Wir zeigen hier kurz, welche Dinge wichtig sind.

  • Gold steigt natürlich nicht immer. Auch so ein Investment unterliegt Schwankungen. Das müssen Anleger beachten
  • Gold soll Kaufkraft erhalten. Doch auch dieser Wert schwankt. Aktuell erhält Gold die Kaufkraft, doch auch das kann sich ändern
  • Bei Gold gilt es auf die Kosten zu achten. Beim Kauf und Verkauf fallen diese an und auch bei der Lagerung
  • Die Lagerung führt auch zum nächsten Punkt: Je nach Gold-Investment muss man eventuell selbst ein Schließfach mieten oder das Gold sicher verwahren
  • Physisches Gold ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Aktuell tut sich aber viel in der Besteuerung, gerade von physischem Gold und ETC mit Lieferung. Anleger beobachten das genau und holen sich Rat bei einem Experten
  • Bei physischem Gold können die Händler oft einen großen prozentualen Aufschlag auf den Preis nehmen. Hier sollten Anleger immer genau prüfen, wie hoch die Preise sind

Wir haben also gesehen, dass das Thema Gold relativ wichtig ist, aber auch sehr viele Fragen aufwirft. Aus diesem Grund gibt es den Podcast “Zeit zu Fragen.” In Folge #8 geht es um die wichtigsten Fragen rund um das Thema Gold. Hier ist es wichtig, sich frühzeitig darum zu kümmern, alles gut durchzurechnen und auch mit Experten über dieses Thema zu sprechen.

All das und viele weitere spannende Tipps und Infos bekommst du im Podcast “Zeit zu Fragen”. Hier interviewt Kleingeldheld Marian Kopocz einen Experten der Deutschen Bank zu verschiedenen wichtigen Themen. Hör jetzt rein.

Fotoquelle: Photo by Sudhith Xavier on Unsplash

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