Ab und zu ist man halt nicht so flüssig, wie man es gerne wäre. Gerade in den aktuell finanziell angespannten Zeit brauchst du vielleicht etwas Geld. Oder du hast ein geschäftliches Vorhaben und brauchst hier Liquidität. Was es auch ist: Ein Kleinkredit kann hier Abhilfe schaffen. Auf ein paar Punkte sollte man aber auch bei kleineren Darlehen achten.

Du brauscht Geld für einen neuen Fernseher oder eine Waschmaschine? Dann gibt es eine ganze bestimmte Kreditform, die gut passen könnte: der Kleinkredit. In der Regel gilt ein Kredit als Kleinkredit, wenn die Höhe des Darlehens die 10.000 Euro-Grenze nicht überschreitet. Meist pendeln sich die Beträge zwischen 3000 Euro und besagtem Höchstwert ein. Die Rückführung der Zahlung erfolgt fast immer in festen Raten über einen kurzen oder mittelfristigen Zeitraum. Vergeben werden die kleineren Kredite wie üblich meist von Banken. Vorraussetzung für eine Beantragung ist unter anderem die Volljährigkeit, eine Bankverbindung in Deutschland und ein geregeltes Einkommen sowie eine entsprechende Verdienstbescheinigung – überschuldet solltet ihr by the way auch nicht sein.

Wer kann einen Kleinkredit beantragen?

Dabei haben aber nicht nur Menschen mit einer unbefristeten Stelle Chancen auf einen Kleinkredit. Wenn du freiberuflich unterwegs bist, gehörst du für die Bank zwar zu einer Risikogruppe, ein Ausschlusskriterium für ein Darlehen ist das aber nicht. Wichtig ist wie bei einer normalen Anstellung der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens. Als Selbstständiger kannst du das mit einer sogenannten Einnahmen-Überschussrechnung leisten, die praktisch die Gewinnen aus deiner Arbeit über einen bestimmten Zeitraum auflistet. Gleiches gilt für den Student, der nicht automatisch von der Aufnahme eines Kleinkredits ausgeschlossen wird. Auch hier gilt: Kannst du durch einen Studentenjob nachweisen, dass du ein regelmäßiges Einkommen erzielst, kommst du für das Darlehen in Frage.

Schlecht stehen die Chancen für einen Kleinkredit nur bei Arbeitslosigkeit. Besonders als Hartz IV-Empfäger wird sich kaum ein Anbieter für einen Kredit anbieten, da das ausgezahlte Geld zur Grundsicherung gehört und nicht als anrechenbares Einkommen gewertet wird, das für eine Rückzahlung in Frage kommt. Helfen kann man sich hier unter anderem noch mit einem Bürgen.

Bekommen kannst du das Geld nach einer Bewilligung schon nach wenigen Tagen. Einige Banken bieten sogar eine Express-Überweisung an, die dir das Geld am kommenden Tag zur Verfügung stellt. Dafür liegen dann aber auch die Kosten der Rückführung über denen von normalen Kleinkrediten.

Vorteile des Kleinkredits

Die Gründe für einen Kleinkredit liegen auf der Hand. Durch geringere Summen als bei einem normalen Kredit ist das Risiko eines Tilgungsausfalls für die Bank gering, was sich durch günstige Zinsen bemerkbar macht. Überhaupt geht die Tilgung des Betrags schneller über die Bühne, da sich die Ratenzahlung meist über einen kurzen Zeitraum von maximal ein bis zwei Jahren erstreckt. Für dich ist also besser abschätzbar, ob du die monatlichen Raten bis zum Schluss sicher zahlen kannst. Wie weiter oben geschrieben, haben außerdem auch Geringverdiener gute Chancen auf einen Kleinkredit, da sich viele Banken bei niedrigeren Beträgen kompromissbereiter zeigen. Dazu muss man sich bei einer Vielzahl von Kleinkrediten keine Gedanken um den Verwendungszweck machen. Ob Urlaub, Möbel oder Gebrauchtwagen, alles ist erlaubt.

Nachteile bei Kleinkrediten

Trotz vieler Vorteile sollten aber Menschen mit wenig Geld aufpassen, da man sich mit der Rückzahlung auch bei einem Kleinkredit verennen kann. Außerdem ist das Angebot an Kleinkrediten überschaubar, da sich geringe Kreditsummen für Banken weniger lohnen. Und auch unter diesen wenigen Angeboten gibt es schwarze Schafe. Seriöse Anbieter legen bei Kleinkrediten Wert auf eine Bonitätsprüfung, um die Kreditwürdigkeit des Kunden einzuschätzen. Im Netz findet man aber auch Angebote, die explizit damit werben, ein Darlehen auch ohne SCHUFA-Prüfung zu vergeben. Meist muss man dann aber mit extrem hohen Tilgungsgebühren rechnen.

Übrigens gibt es neben dem Kleinkredit sogar noch eine kleinere Stufe. Der Minikredit wird für Beträge im dreistelligen Bereich genutzt und wird sogar ohne Gehaltsnachweise verteilt. Einige Anbeiter bieten nach der Antragsstellung eine unmittelbare Auszahlung als Sofortkredit. Die Laufzeit der Kredite ist dabei sehr kurz und pendelt zwischen 15, 30 oder 60 Tagen. Davon auch wieder zu unterscheiden ist der Mikrokredit, der sich an Kleinunternehmer*innen, Selbständige und Existenzgründer*innen richtet, um deren Projekte mit wenigen tausend Euro auf die Sprünge zu helfen. Der Verwendungszweck muss dabei zwingend unternehmerischen Tätigkeiten dienen.

Egal für welche Kreditform du dich entscheidest, wichtig ist, im Netz Anbieter zu vergleichen und die für dich passenden Konditionen rauszufiltern. Denn auch Kleinkredite sind trotz des locker-flockigen Namens keine Peanuts – aber eine interessante Alternative zu klassischen Krediten.

Fotoquelle: Photo by Matt Milton on Unsplash

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