Das Jahr 2020 hat schon Einiges für uns bereitgehalten. Kein Wunder, dass das Thema „Selfcare“ auch in diesen Zeiten in aller Munde scheint. Wir geben Tipps zur Selbstfürsorge – auch im Jahr 2020.

Selfcare im Home Office

Das Einleben in den Alltag mit Home Office kann für einige Menschen zunächst anstrengend sein. Gerade, wenn man es gewohnt ist, sich mit seinen Kollegen auszutauschen und sich gegenseitig zu motivieren. Aber auch die Einteilung in Arbeit, Mittagspause und Feierabend fällt nicht immer leicht. Schnell nimmt man doch noch einen Anruf an oder prüft die Emails. Nutzen Sie diese Tipps, um mehr Zeit für sich zu haben:

  • In der Mittagspause und zum Feierabend das Diensthandy oder Privattelefon auf Flugzeugmodus umschalten oder Stummstellen. Das hilft dabei, nicht sofort aufs Smartphone zu sehen und verschafft Ruhe, um die Pause oder den Abend zu genießen.
  • Planen Sie kleine Spaziergänge in Ihren Alltag ein und lassen Sie ganz nach Art der Selfcare Ihren Gedanken freien Lauf. Wer sich bewegt, bewegt auch seine Gedanken heißt es. Also raus an die frische Luft für 10 Minuten, um danach gestärkt weiterarbeiten zu können.
  • Meal Prep, also das Vorbereiten der Mahlzeiten für ein paar Tage, verhindert den Stress, jeden Mittag etwas zu kochen. Gönnen Sie sich ruhig auch mal etwas vom Lieferdienst, um einen besonderen Meilenstein der Arbeit zu feiern, oder kochen Sie etwas Besonderes. Auch gutes Essen zählt nämlich zu Selfcare.
  • Sollten Sie auf unbestimmte Zeit im Home Office erst einmal bleiben, richten Sie Ihren Arbeitsplatz so her, dass Sie sich wohl fühlen. Vielleicht ist es vor dem Fenster doch besser als vor einer weißen Wand? Selfcare auch während der Arbeit bedeutet, dass Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen.
  • Führen Sie eine Liste mit allen Aufgaben, welche Sie vor sich haben und dokumentieren Sie den Erfolg. Beispielsweise „Aufgabe zu 75% erledigt“. So fühlen Sie sich am Ende des Tages erfolgreicher, wenn Sie sich vor Augen führen können, welche wichtigen Aufgaben Sie erledigt haben. Auch Teilerfolge sind positiv zu verbuchen!
  • Selfcare bedeutet auch, Zeit mit Freunden und Kollegen zu verbringen. Verabreden Sie sich doch zu einem Kaffeepausen-Zoom oder -Telefonat. Das bringt gute Laune in den eintönigen Alltag.

Low-Budget Möglichkeiten für Selfcare

Das Schöne an Selbstfürsorge ist, dass es darum geht, etwas für sich selbst zu tun; Einen Ausgleich zum Alltag zu finden, etwas zu machen, dass einen glücklich und zufrieden stimmt. Die Dinge, Gesten und Tätigkeiten, die glücklich machen, sind oftmals auch gar nicht teuer. Gehen Sie in sich und überlegen, was Ihnen guttut. Hier haben wir einige Inspirationen:

  • Spaziergänge an der frischen Luft. Fahren Sie doch mit dem Fahrrad oder Auto ein Stück weiter hinaus in die Natur, um dort einige Schritte alleine zu gehen.
  • Zünden Sie am Abend ein paar Kerzen an, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen
  • Gönnen Sie sich ab und zu ein Bad in der Wanne.
  • Für manche Menschen ist gärtnern eine entspannende Tätigkeit, andere wiederum malen gerne, oder spielen ein Instrument. Aber auch bewusst eine Runde zocken, kann als Selfcare gewertet werden.
  • Ein Tee Aufbrühen und als Abendritual in Ruhe bei einem Buch trinken ist Selbstfürsorge.
  • Regelmäßig Sport treiben, beispielsweise Joggen, Rad fahren oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht kosten kein Geld.
  • Telefondates mit Freunden oder der Familie zum gemeinsamen Spielen oder Abendessen können gerade jetzt besonders guttun.

3 Tipps für mehr Selfcare im Alltag

1. Rituale schaffen

Damit Sie es schaffen, Selbstfürsorge auch im Stress des Alltags zu etablieren, ist es wichtig, sich Rituale zu schaffen. Setzen Sie sich ein Ziel, beispielsweise „30 Minuten Lesen am Abend mit einer Tasse Tee“ und schreiben sich dazu auch eine Erinnerung in den Kalender. Üben Sie sich nun darin, dieses Ziel wirklich an jedem Abend einzuhalten. In den ersten Tagen wird es vielleicht noch schwerfallen oder mit Ausreden wie „aber ich muss diesen Bericht noch fertigstellen“ oder „es muss geputzt werden“ abgetan werden. Aber nach einigen Tagen, werden Sie diese Tätigkeit zu einer Art Ritual gemacht haben. Es wird Ihnen sogar fehlen, wenn Sie es nicht tun.

2. Es muss nicht perfekt sein

Dreißig Minuten Selfcare tun nämlich sehr gut. Sie geben Energie für den nächsten Tag, Selfcare hilft mental stabil und körperlich gesund zu bleiben. Putzen Sie später! Auch das ist Selbstfürsorge: Zu lernen, dass nicht immer alles perfekt sein muss.

3. Bullet Journal führen

Vielen Menschen hilft es eine Art Tagebuch ein „Bullet Journal“ zu führen. Dieses wird entweder liebevoll selbst gestaltet oder kann sogar mit vorgefertigten Fragen gekauft werden. Ziel hierbei ist es, in Ruhe den Tag Revue passieren zu lassen. Notieren Sie, was gut war und auch was schlecht war und vielleicht, was am nächsten Tag anders gemacht werden kann. So schlafen Sie mit einem guten Gefühl und einem kleinen Ziel für den nächsten Tag ein.

Foto-Quelle: Photo by Drew Coffman on Unsplash

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