Was sollte ich über Geld, Erfolg und Motivation eigentlich wissen? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Ein neues Buch verrät nun, was man mit 20 Jahren am besten darüber wissen sollte. Und wir haben mit dem Autor gesprochen:

Kleingeldhelden: Mario, du sprichst in deinem Buch „Was ich mit 20 Jahren gerne über Geld, Motivation und Erfolg gewusst hätte“ über viele wichtige Erfahrungen von dir. Wie viel Geld hatte der 20-jährige Mario denn und was hat er damit gemacht?

Mario Lochner: Der 20-jährige Mario hatte gar nicht mal so wenig. Ich habe viele Zeitungen ausgetragen in meiner Jugend 😉 Meine erste Aktie kaufte ich schon mit 16 Jahren – die Aktie der Allianz. Als Anfänger habe ich die Kurse alle fünf Minuten kontrolliert und war enttäuscht, dass ich noch nicht reich war. Später versprach ich mir dann von Biopharma- und Wasser-Fonds den großen Reibach. Aber die verkaufte ich dann panisch, als 2007 die Finanzkrise ausbrach …

Kleingeldhelden: Inwiefern hat dich das beeinflusst?

Mario: Gerade dieses Erlebnis hat mich geprägt! Damals arbeitete ich als Praktikant bei einer Bank und erlebte, wie nervös die Händler über die Gänge rannten. Man raunte sich zu, dass es so schlimm sei wie nie zuvor. Es wirkte wie ein Krimi auf mich – nur in real. Ich wollte die Psychologie und die Hintergründe verstehen. Anfangs packte mich aber vor allem der Reiz des Risikos, ich musste schmerzliche Erfahrungen machen und verlor Geld, weil ich keinen Plan hatte.

Jeder braucht eine Motivation

Kleingeldhelden: Du beschreibst im Buch auch deine Mission. Was ist denn deine Mission im Leben und warum sollte jeder eine eigene haben?

Mario: Ich will den Lesern eine Abkürzung ermöglichen und ihnen die Angst vor Aktien nehmen. Oft stehen limitierende Glaubenssätze im Weg wie „Geld ist einfach nichts für mich“ oder „Aktien sind nur was für Zocker“. Wir unterliegen gerne Denkfehlern wie dem Zero-Risk-Bias. Wir halten das Bankkonto für sicher, aber wissen nicht, dass das Geld streng genommen nicht mal uns gehört, sondern erst wieder, wenn wir es abgehoben haben. Als Finanz-Journalist vereine ich heute zwei Dinge für meine Mission: Mehr aus meinem Geld machen und das in spannenden Geschichten erzählen. Eine solche Mission muss sich immer an den persönlichen Motiven orientieren. Die Frage lautet: Was wollen wir wirklich? Und warum brennen wir für Freiheit, Wettbewerb oder Freundschaft? Im Buch beantworte ich diese Frage und der Leser kann seine wahren Motive finden, indem er eine psychologisch fundierte Motivanalyse durchführt.

Kleingeldhelden: „Mach das Leben zu einem Spiel“ – so lautet eine Aussage von dir, um dich zu motivieren und auch schwierige Aufgaben zu meistern. Aber wie mache ich mein Leben zu einem Spiel?  

Mario: Gamification kann der Schlüssel für Erfolg sein. Es gibt drei Merkmale eines Spiels: Ziel, Regeln und Feedback-System. Das lässt sich auch auf die Finanzen übertragen. Wer investiert, braucht ein Ziel und muss die Regeln der Börse verstehen. Das Feedback-System funktioniert denkbar einfach und lässt sich am Kontostand ablesen. Aber auch im Job oder Studium hilft es, in Leveln zu denken, den Fortschritt in Richtung des Ziels zu visualisieren und durch Feedback besser zu werden. Und wenn wir am Ende gewinnen, erleben wir Fiero, ein emotionales Hoch. Wissenschaftler bestätigen sogar, dass Fiero das mächtigste Hoch in Sachen Neurochemie ist.

Die Erfolgslüge

Kleingeldhelden: Du sprichst auch von der sogenannten „Erfolgslüge“. Was meinst du damit und wie kann ich dieses Wissen um die Erfolgslüge auf die Börse anwenden?

Mario: Stell dir vor, du würdest deinen Vermögensberater nur nach Zahlen beurteilen. Dann könnte sogar ein Affe am besten abschneiden. Tatsächlich setzte die Tageszeitung Chicago Sun-Times mehrere Jahre einen Kapuzineraffen namens Adam Monk mit Bleistift vor den Kursteil des Wall Street Journal. Jene fünf Aktien, die er am eindeutigsten markierte, wurden gekauft und für ein Jahr lang gehalten. Und tatsächlich schlug der Aktienaffe den amerikanischen Leitindex Dow Jones über mehrere Jahre. Wir sollten immer auf das Spiel und die Strategie achten – und nicht nur das Ergebnis beurteilen. Mark Zuckerberg hat die Uni geschmissen und wurde erfolgreich. Aber der Abbruch eines Studiums ist deswegen noch lange kein Erfolgsrezept. Wir blenden gerne die Verlierer aus, die genau dasselbe gemacht haben wie die Gewinner – das nennt sich Survivorship Bias. Erfolg ist immer individuell! Und ich vermittle im Buch die Werkzeuge, die jeder nach seinen Bedürfnissen anwenden kann.

Kleingeldhelden: Und du sagst, man solle seine Seele verkaufen – und zwar so teuer wie möglich. Cooler Spruch, aber sagt man nicht immer, man solle seine Seele nicht verkaufen?

Mario: Wir verkaufen uns immer: beim Vorstellungsgespräch oder beim Date. Und dabei reicht es nicht, von Leidenschaft zu reden, sondern man muss es dem Gegenüber durch Taten beweisen. Wir müssen Emotionen bei anderen Menschen auslösen, dann bringen wir sie auch zum Handeln. In dieser Welt wird es immer wichtiger eine persönliche Marke aufzubauen – gerade auf den sozialen Kanälen. Ich liebe die Idee, dass wir alle Spezialisten werden. Belgisches Bier, indische Aktien oder gelbe Socken: „Freaks“ machen den Unterschied, die für eine Leidenschaft brennen und bei einem Nischenthema solche Experten werden, dass andere gar nicht mehr mitreden können. Die Tools dafür zeige ich dir in meinem Buch.

Achtung vor Experten

Kleingeldhelden: Im dritten Abschnitt deines Buches zum Thema Geld warnst du vor Experten. Warnst du damit auch vor dir selbst? Sollte man nicht auf dich hören?

Mario: Es empfiehlt sich immer der Weg des Zweiflers, also der Weg der Mitte. Man kann sich Vorbilder suchen, aber bitte nicht blind folgen. Der Weg zum Erfolg ist eine persönliche Heldenreise: Es warten auf jeden andere Hindernisse und wir müssen sie überwinden und daran wachsen. Selbst Multi-Milliardär und Börsenguru Warren Buffett hat die Aktie von Walt Disney viel zu früh verkauft und bereut es heute, die Mega-Chance Amazon verpasst zu haben. Wir sollten nicht andere Menschen zu Genies erklären und uns damit eine Ausrede verschaffen, sondern lieber unser Geld selbst in die Hand nehmen. Dafür braucht man weder viel Zeit noch Wissen, ich erkläre im Buch, wie es jeder spielend leicht und schon mit 25 Euro pro Monat umsetzen kann!

Kleingeldhelden: Und jetzt zur alles entscheidenden Frage: Was hättest du denn gerne mit 20 über Geld gewusst?

Mario: Dass es so einfach sein kann und dass Zeit die mächtigste Waffe ist beim Investieren. Ich hätte mit 16 gerne weiter in die Zukunft geblickt, dann wäre ich heute weiter. Time not Timing ist die entscheidende Formel. Wir meinen oft, dass wir Sachen erzwingen müssten, aber das größte Problem ist, dass wir nicht stillsitzen können. Gerade als junger Mensch hast du sehr viel Zeit. Die Welt wird immer besser und wie du davon profitierst, das zeige ich dir in meinem Buch.

Und wenn du jetzt gespannt bist, was du in Marios Buch alles lernen kannst und wie du mehr Geld, Erfolg und Motivation bekommst, dann hol es dir direkt unter diesem Link.

Bildquelle: Photo by Kourosh Qaffari on Unsplash

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