Lasst es uns tun. Nein, wir wollen jetzt kein Kind zeugen. Aber den Grundstein für den Sparplan für eure Kinder legen!

Geld anlegen für die Kinder mit dem Kindersparplan

Wer schon früh einen Kindersparplan für seine Kinder oder Enkel anlegt und in diesen investiert, dem zahlt sich dies am Ende mit hohen Renditen aus. Dank des Zinseszinseffekts und einer langen Laufzeit kann eine attraktive Summe an Geld entstehen, mit welcher beispielsweise die spätere Ausbildung finanziert werden kann. Daher sollten Sie sich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob ein Kindersparplan für Sie als Familie in Frage kommt.
Dabei gibt es genau zwei essentielle Fragen zu klären:

Können Sie monatlich regelmäßig Geld investieren?

Je nach Strategie und Bank kann bereits ab 25 Euro im Monat Geld in einen Kindersparplan angelegt werden. Sollten Sie die 204 Euro des Kindergeldes nicht bereits für das Haushaltsbudget verplant haben, dann können Sie auch davon bis zu 50 Euro monatlich in die finanzielle Zukunft Ihres Kindes investieren. Manchmal jedoch ist es nicht möglich, Geld vom Kindergeld selbst zur Seite zu legen oder in einen Kindersparplan zu investieren. Wenn Sie dieses Geld essentiell in Ihrem Haushalt benötigen oder als finanziellen Puffer eingeplant haben, sollten Sie zunächst Ihre Finanzen mit Hilfe eines Haushaltsplans prüfen. So können Einsparmöglichkeiten aufgedeckt werden.

Möchten Sie durch Investitionen die Zukunft Ihres Kindes finanziell unterstützen?

Die Frage ist nicht rhetorisch gemeint. Viele würden sofort „Ja“ sagen, doch es gibt auch Menschen, welchen eine Geldanlage zu heikel ist. Auch wenn wir gerne dazu raten, können wir – so wie jeder Bankberater auch – keine Prognose und Sicherheit geben. Wer sich dennoch für einen Kindersparplan entscheidet, der sollte diese Frage als „Wie möchten Sie durch welche Investition für Ihr Kind vorsorgen?“ verstehen. Dies bezieht sich zum einen auf die Anlagestrategie und zum anderen auf die Unternehmen, in welche Sie mit dem Kindersparplan investieren werden. Da stellen sich beim Investment folgende Fragen: Gibt es absoulte No-Goes für Sie? Welche Unternehmen möchten Sie unterstützen? Und haben Sie auch schon über nachhaltige Geldanlagen nachgedacht?

Der Kindersparplan, wie er uns gefällt

Beim Kindersparplan können Sie schon bei der Depoteröffnung auswählen, wie das Geld dem Kind zur Verfügung stehen soll. Entweder Sie eröffnen das Depot in Ihrem Namen und verfügen darüber, dass das Geld ab einem Stichtag einer bestimmten Person (also dem Kind) zur Verfügung stehen soll. Oder Sie eröffnen das Depot im Namen des Kindes. Dann vertreten und betreuen Sie das Depot bis das Kind volljährig ist. In diesem Fall können Sie auch Vorteile durch den steuerlichen Freibetrag des Kindes erhalten.

Die drei Möglichkeiten eines Kindersparplans

Viele Eltern stellen sich die Frage: Welche Anlagemöglichkeit soll für ein Kindersparplan genutzt werden? Daher gibt es nun drei Möglichkeiten, einen Kindersparplan anzulegen. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, was am besten passt. Bei allen Varianten muss die Art der Anlage im Detail – also welche Aktien genau – später entschieden werden.

  1. Ein ETF-Sparplan als Kindersparplan: Die Renditechancen liegen bei guten fünf bis sieben Prozent Gewinn pro Jahr, das Risiko ist moderat, die Gebühren niedrig und er kann jeder Zeit ausgesetzt oder beendet werden. Somit hat ein ETF-Sparplan eine hohe Flexibilität. Zudem sind die Einstiegsmöglichkeiten für eine Investition schon bei 25 Euro monatlich angesiedelt.
  2. Ein Fondssparplan als Kindersparplan: Die Renditemöglichkeiten können im Vergleich höher sein als bei einem ETF. Dabei ist das Risiko ebenfalls moderat, aber die Gebühren bei Fonds sind höher als bei ETFs. Auch der Fondssparplan bietet als Kindersparplan eine hohe Flexibilität.
  3. Ein Aktiensparplan als Kindersparplan: Die Renditemöglichkeiten liegen mit am höchsten. Dadurch steigt auch das Risiko der Anlage. Flexibilität und Gebühren sind jedoch mit denen eines Fondssparplans zu vergleichen.

Packen wir es an! So eröffnen Sie einen Kindersparplan:

  1. Suchen Sie sich eine Depotbank mit geringen Gebühren für Sparpläne
  2. Melden Sie sich dort an und füllen Sie die entsprechenden Unterlagen im Antrag im Namen des Kindes aus. Hierbei müssen beide Erziehungsberechtigte unterschreiben (außer man besitzt das alleinige Sorgerecht).
  3. Halten Sie eine Kopie der Geburtsurkunde oder des Personalausweises ( ab 16 Jahren) bereit – diese wird benötigt.
  4. Nach einer Identitätsfeststellung (meist per Post-Ident oder Video-Ident) und der Eingangsbestätigung bei der gewählten Bank, können Sie sich nun in Ihrem Depot einloggen und den Kindersparplan starten.

Autor*in