Viele Leute zweifeln nach wie vor, ob der Bitcoin etwas taugt oder nicht. Unbestritten ist, dass er seit seiner Gründung 2009 eine absolute Erfolgsgeschichte ist. Niemand weiß, wie es in Zukunft weitergeht. Doch hier sind fünf erstaunliche Bitcoin Fakten, die noch nicht so bekannt sind.

1. Über 400 Altcoins sind aus Bitcoin entstanden

Bitcoin war die erste Kryptowährung, doch mittlerweile gibt es rund 2600 verschiedene Projekte. Genau 436 verschiedene dieser Altcoins sind dabei aus Bitcoin entstanden. Altcoin bedeutet einfach “alternativer Coin”, daher der Name.

Diese Projekte entstanden direkt oder indirekt aus Forks. Ein Fork ist wie eine Gabelung. Immer mal wieder gab und gibt es Menschen und Programmierer, die etwas ändern wollen. Wenn sie genug Rechenpower versammeln, spalten sie einen Teil der Blockchain ab und machen etwas Neues. So etwa Bitcoin Cash oder Bitcoin Satoshi Vision. Das interessante: In 436 Versuchen ist es nie gelungen, eine bessere Version als Bitcoin an sich zu kreieren. Der Bitcoin scheint also ziemlich gut zu sein.

2. Es gibt rund 732.000 Adressen, die mindestens 1 Bitcoin halten

Wenn man einen Bitcoin kaufen will, erstellt man sich meistens eine Wallet, auf die man diesen Bitcoin dann sendet. Das ist wie ein digitales Portemonnaie. Nun gibt es weltweit nur 732.000 Adressen, die mindestens einen Bitcoin halten. Man weiß nicht, ob es auch 732.000 verschiedene Menschen sind oder weniger, aber diese Zahl ist sehr sehr gering.

Das bedeutet: Wenn du heute nur einen Bitcoin besitzt, zählst du schon zu den reichsten Bitcoinern überhaupt. Unter diesem Link kannst du nachschauen, wie viele Adressen aktuell wie viele Bitcoin halten.

3. Mayer Multiple

Eine Kennzahl, die selbst im Bitcoin-Universum nicht alle Menschen auf dem Schirm haben. Dabei gibt diese Kennzahl an, ob es gerade ein guter Zeitpunkt ist, Bitcoin zu kaufen oder nicht. Dabei wird immer ein langfristiger Zeitraum vorausgesetzt.

Die Kennzahl nennt sich Mayer Multiple. Trace Mayer fand heraus, dass der Bitcoin immer um seine 200-Tage-Linie pendelt und man den Bitcoin bis zu einem Wert von 2,4 kaufen kann. Dabei setzt er also den aktuellen Bitcoin-Preis immer ins Verhältnis mit der 200-Tage-Linie.

Dieser Wert bedeutet, dass der Bitcoin aktuell 140 Prozent über der 200-Tage-Linie rangiert. Bei einem Wert von 1 wäre der Bitcoin genau an seiner 200-Tage-Linie. Im Oktober 2019 befindet sich der Wert bei 0,95. Das historische Mittel liegt bei 1,39. Nun ist also en relativ günstiger Zeitpunkt.

4. Bei 21 Millionen Bitcoin ist Schluss

Der allerletzte Bitcoin wird etwa im Jahr 2140 geschürft werden. Wann es genau sein wird, ist noch nicht ganz klar, aber es wird noch über 100 Jahre dauern. Das hat der legendäre Erfinder Satoshi Nakamoto im Programm-Code des Bitcoin festgehalten. Insgesamt wird es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Und aktuell sind bereits schon 18 Millionen Coins erschaffen. Es kommen Jahr für Jahr weniger Bitcoins hinzu, um ihn seltener und damit vermutlich wertvoller zu machen.

Warum ist das wichtig? Nun, dadurch erhält der Bitcoin seinen Wert. Es ist ja klar, dass seltene Sachen wertvoller sind, als gewöhnliche. Wenn es mehr Nachfrage als Angebot gibt, steigt der Preis.

5. Bitcoin hat immer weniger Inflation

Dieser Punkt deckt sich mit den Bitcoin Fakten aus Punkt 4. Was viele Leute nicht bemerken: Alle vier Jahre halbiert sich die Bitcoin-Produktion. Und damit geht auch die Inflation zurück. Aktuell liegt die Bitcoin Inflation jährlich bei 4 Prozent. Jedes Jahr kommen also 4 Prozent neue Bitcoin dazu. Das drückt theoretisch den Preis, weil diese 4 Prozent erstmal aufgekauft werden müssen, damit der Preis zumindest stabil bleibt.

Alle vier Jahre gibt es aber ein Bitcoin Halving. Dabei halbiert sich die ausgeschüttete Menge an Bitcoins. Von 2020 bis 2024 gibt es nur noch eine Inflation von rund 1,8 Prozent. Damit sollte der Preis langfristig steigen.

Durch diese 5 Bitcoin Fakten solltest du dem Geheimnis von Bitcoin nun etwas näher gekommen sein.

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