In Zeiten der Niedrigzinsen suchen gerade junge Anleger nach Alternativen bei der Geldanlage. Wir erklären, warum ETFs als Altersvorsorge zurzeit die beste Option sind.

Was für ETFS als Altersvorsorge spricht

1. Die niedrigen Zinsen

Mario Draghi hat es zuletzt noch einmal klargestellt: Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Leitzins im Euroraum auch nach drei Jahren Nullzins nicht anheben. Für Sparer sind das schlechte Nachrichten. Denn das bedeutet, dass sie auf ihre Sparbücher und Festgeldkonten wohl auch in absehbarer Zukunft kaum Zinsen von den Banken bekommen werden.

Schlimmer noch: Jetzt wird sogar über Strafzinsen gesprochen. Das heißt, dass Sparer für ihre Einlagen sogar bezahlen müssten. Dass es für den Otto-Normal-Verbraucher zu solchen drakonischen Maßnahmen kommt, ist unwahrscheinlich. Aber die Debatte zeigt, dass die klassische Geldanlage heute keine sichere Bank für die Altersvorsorge mehr ist. Umso wichtiger sind gerade für junge Anleger die richtigen Alternativen. Und genau hier kommen die ETFs ins Spiel.

ETFs sind börsengehandelte Fonds, die einen Aktienindex an der Börse abbilden. Zum Beispiel den DAX. Warum das eine Chance für Anleger ist, verdeutlicht eine Zahl: In den letzten 30 Jahren hat sich der Wert des DAX etwa verachtfacht. Über einen Indexfonds kann sich jeder an dieser Entwicklung beteiligen. Und genau das macht ETFs als Altersvorsorge so interessant.

2. ETFs sind günstig

Viele Menschen scheuen sich vor dem Aktienmarkt, weil sie hohe Kosten befürchten. In gewisser Weise stimmt das auch. Wer die Aktien aller 30 DAX-Unternehmen einzeln kaufen würde, müsste dafür eine Menge Geld bezahlen. Das ist bei ETFs allerdings nicht der Fall. Wer sich an ihnen beteiligt, investiert nicht in einzelne Papiere, sondern in den Gesamtindex. Außerdem sind diese Fonds passiv. Das heißt, sie werden nicht kontinuierlich durch Manager verwaltet oder verändert. Der große Vorteil: Dadurch wird die Sache wesentlich preiswerter.

Bei manchen Anbietern kann man bereits ab 25 Euro im Monat in einen ETF einsteigen. Hinzu kommen jährliche Verwaltungsgebühren, die sich im Schnitt auf 0,25 bis 0,50 Prozent der Anlagesumme belaufen. Das sind Beträge, die schon Berufseinsteiger durchaus zur Seite legen können. Und Draufsatteln geht natürlich immer noch.

Jeder kennt das Motto der klugen Altersvorsorge: Je früher man anfängt, desto besser. ETFs sind für junge Anleger in diesem Sinne sehr einladend, weil sie ihnen niedrige Einstiegshürden setzen.

3. ETFs sind einfach zu verwalten

Der innere Schweinehund ist der größte Gegner für die finanzielle Unabhängigkeit. Dabei muss man gar kein Finanzexperte sein und nächtelang die Börsenkurse studieren, um einen ETF für die Altersvorsorge einzurichten. Alles, was nötig ist, ist ein Depot bei einer Bank und ein Sparplan. Die meisten Verbraucher können bei der Bank, bei der sie ohnehin ein Girokonto haben, auch ein Depot einrichten. Dann gilt es nur noch zu entschieden, welchen ETF man kaufen will und wie viel Geld man in ihn reinstecken möchte.

Ich selbst habe erst kürzlich meinen ersten Sparplan eingerichtet. Dadurch investiere ich jetzt monatlich 50 Euro in den MSCI World – ganz automatisch, ohne jeden weitere Handgriff. Nach ein paar Mausklicks am Laptop war alles erledigt und mein Depot innerhalb von zwei Tagen freigeschaltet. Jetzt heißt es nur noch: Geduldig bleiben und profitieren.

4. Das Risiko ist gering

ETFs als Altersvorsorge bieten sich auch deshalb an, weil sie auf lange Sicht eine sehr verlässliche und solide Geldanlage ermöglichen. Denn auch wenn es am Aktienmarkt mal einen Einbruch geben sollte, zeigt die historische Erfahrung: Der Börsentrend geht langfristig gesehen immer nach oben.

Ein kluges Investment sollte nichtsdestotrotz die Risiken minimieren. Zum Beispiel bietet sich dafür ein ETF auf den MSCI World an. Das ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrienationen widerspiegelt. Er ist bei Anlegern sehr beliebt, weil er das Investment sehr breit streut. Damit wird das Risiko der Geldanlage geringer, weil sie weniger abhängig vom Erfolg einzelner Branchen oder Märkte ist. Auch ETFs auf die 600 wertvollsten Unternehmen Europas (EuroStoxx 600) sowie 1100 Unternehmen in 24 Schwellenländern (Emerging Markets) sind an dieser Stelle gerade für Einsteiger als sinnvolle Optionen zu nennen.

5. Die Rendite ist hoch

ETFs sind heute ein tolles Mittel, um dem düsteren Zinsalltag zu entkommen. Denn aktuell frisst die Inflation die Bankguthaben von Sparern schleichend auf. Bei ETFs kann man dagegen weiterhin mit ordentlichen Erträgen rechnen.

Nur ein Beispiel: Der MSCI World ETF von ComStage hat seinen Wert in den letzten fünf Jahren um 61 Prozent gesteigert. Wer mitmacht, darf sich also auf eine hohe Rendite freuen. Aus 100 Euro im Monat werden so schon bald Tausende und Zehntausende Euro. Innerhalb von dreißig Jahren kann sich so jedermann ein Polster von 100 000 Euro aufbauen. Mit dem Sparbuch wäre das heute unmöglich.

Ebenfalls wissenswert: Bei manchen ETFs profitiert man nicht nur von der Wertsteigerung an der Börse, sondern auch von Divididenden, die die Unternehmen an ihre Aktionäre ausschütten. Wer bei der Geldanlage langfristig denkt , sollte dabei allerdings in einen thesaurierenden ETF investieren. Hier werden die Dividenden im Gegensatz gleich wieder re-investiert. Das erhöht die Schlagkraft des ETFs als Altersvorsorge noch zusätzlich.

Wer diese Gründe überzeugend findet und weitere Informationen über ETFs als Altersvorsorge erhalten will, dem empfehlen wir folgende weiterführende Artikel:

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