Noch immer auf der Suche nach einer super einfachen Lösung, wie es gelingen kann, Geld zu sparen? Dann könnte das 6-Konten-Modell etwas sein. Warum es so effektiv ist.

Darum ist das 6-Konten-Modell nach T. Harv Eker so gut

Geld zu sparen wird oft damit in Verbindung gebracht, dass man sich in der Gestaltung seines Alltags und vor allem seiner Freizeit einschränken müsse. Da vergeht einem schnell die Laune und damit auch die Motivation am Sparen. Doch Sparen kann so einfach sein. T. Harv Eker ist ein bekannter Autor, Geschäftsmann und Motivationsredner aus Kanada. Er hat erkannt, dass viele Menschen demotiviert und auch unstrukturiert sind beim Sparen. Also hat er ein Modell entwickelt, welches zum einen einfach umzusetzen ist und zum anderen auch – einmal in die Wege geleitet – regelrecht zum Sparen motiviert. Doch nicht nur das Sparen wird mit diesem Modell leichter fallen. Das gesamte Handling der persönlichen Finanzen hat jeder besser unter Kontrolle.

Wer also bisher nicht so richtig die Kurve bekommen hat und es am Ende des Monats eher Mau im Geldbeutel aussieht, der sollte sich an dem 6-Konten-Modell von Herrn T. Harv Eker probieren.

So funktioniert das 6-Konten-Modell nach T. Harv Eker

Das 6-Konten-Modell nach T. Harv Eker setzt voraus, dass man 6 verschiedene Konten eröffnet, auf welchen zu unterschiedlichem Nutzen Geld eingezahlt wird. Dadurch soll gewährleistet bleiben, dass jeder eine schnelle Übersicht über seine Ausgaben erhält, man nicht mehr Geld ausgibt, als geplant und das gesparte Geld vor dem Ausgeben sicher ist. Man muss dazu keineswegs verschiedene Konten bei unterschiedlichen Banken besitzen. Es ist möglich bei der persönlichen Hausbank verschiedene Konten zu eröffnen. So hat man alle Konten im Onlinebanking auch auf einem Blick in der Übersicht.

Konto 1: 50-55 % für tägliche Ausgaben

Die täglichen Ausgaben setzen sich aus den Fixkosten und flexiblen Kosten zusammen. Am besten ist hier eine Liste, welche Kosten essentiell sind und regelmäßig anfallen. Das sind vor allem Miete, Finanzierungen von Immobilie oder Auto, Nebenkosten, Handy und Versicherungen. Welche Kosten eher unregelmäßig anfallen wie Lebensmittel, Spritkosten und Kleidung. Dann rechnet man aus, wie viel Prozent des Einkommens diese Posten ausmachen. Laut T. Harv Eker ist es gut, wenn sich diese Kosten im Rahmen von 50 bis 55 Prozent bewegen.

Konto 2: 10 % für finanzielle Freiheit

Auf dieses Konto soll das Geld für die langfristigen Rücklagen eingehen. Altersvorsorge und Notgroschen sollten hiervon getilgt werden. Der private Notgroschen soll für Abhilfe sorgen, wenn das Auto kaputt geht, die Waschmaschine ersetzt werden muss oder man ungeplant schnell umziehen muss. In einem ersten Schritt sollte jeder dafür etwa drei Netto-Monatsgehälter auf dieses Konto zurücklegen. Im zweiten Schritt folgen dann dann Fonds und ETFs zur Altersvorsorge.

Konto 3: 10 % Sparen

Dieses Konto ist nun alleinig dazu da, um Geld anzusparen. Dieses Geld ist für einen Urlaub, für den Kauf eines neuen Autos, Laptops oder weiteres gedacht. Von diesem Konto kann man auch finanzieren, was sonst eben im Leben gerade ansteht oder auf der Wunsch-Liste ganz oben steht. Wichtig ist, dass die bevorzugte Spar-Summe auch wirklich als Überweisung via Dauerauftrag eingestellt ist. Zudem sollte der Dauerauftrag am Monatsanfang nach dem Gehaltseingang erfolgen. So unterbindet man nämlich, das Geld erst auszugeben und am Ende des Monats festzustellen, dass es zum Sparen fehlt. Sollten mehrere große Sparziele auf der Liste stehen, ist es unter Umständen sinnvoll, dieses Konto wiederum aufzuteilen. Beispielsweise in „neues Auto-Spar-Konto“ und „großer Sommer-Urlaub-Spar-Konto“.

Konto 4: 10 % für Weiterbildung

Erfolgreiche Menschen investieren regelmäßig in ihre Weiterbildung. T. Harv Eker hat hierzu ein eigenes Konto vorgesehen, auf welchem etwa zehn Prozent des Gehalts eingehen sollen. Als Investition in sich selbst. So schafft man es, sich weiterzuentwickeln und die Arbeit besser oder spezifischer zu erledigen. Somit erhöhen sich die Chancen auf mehr Gehalt. Vor allem dieses Konto ist sehr wichtig beim 6-Konten-Modell.

Konto 5: 10 % für Freizeit

Da der Spaß am Sparen nicht zu kurz kommen sollen, gibt es ein Konto für Spaß und Freizeit. Hier ist es wichtig, dass jeder für sich definiert, welche Ausgaben darunter zu verstehen sind. Ist es zum Beispiel das Essengehen? Freizeitparks und andere Aktivitäten? Ein teures Hobby? Am besten schreibt man genau auf, welche Ausgaben von diesem Konto bezahlt werden sollen.

Konto 6: 5-10 % für Spenden

Auch das letzte Konto des 6-Konten-Modell ist nicht zu vernachlässigen. Zwar spendet nicht jeder regelmäßig Geld. Doch ist es wirklich clever auch hierzu ein eigenes Konto einzurichten. Falls das Herzens-Projekt ganz spontan Unterstützung braucht, hat sich hier schon mal was angespart. Außerdem haben laut T. Harv Eker viele Menschen Angst davor, sich von ihrem Geld zu trennen. Dieses Konto hilft dabei, zu lernen, dass man durch Spenden kein Geld verliert, sondern etwas Gutes tut. Das Gefühl, das mit Spenden verbindet wird, ist somit positiv und nicht mit Angst belastet.

Diese 5 Tipps helfen, das 6-Konten-Modell umzusetzen

  1. Sofort beginnen: Auch wenn noch nicht alle sechs Konten eingerichtet sind. Man sollte direkt mit den ersten Schritten beginnen und diese umsetzen. Nach und nach kann man sich dann immer besser strukturieren und an das 6-Konten-Modell herantasten.
  2. Ein Haushaltsbuch führen: um besser kalkulieren zu können, wie viel Geld auf welchem Konto benötigt werden. So verhindert man auch, dass man Mitte des Monats nochmal umbuchen muss.
  3. Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang einrichten: So stellt man sicher, dass das Geld auch nur wie geplant Verwendung findet.
  4. Modell anpassen: Es sollte immer leicht anzuwenden sein, damit es seine volle Effektivität entfalten kann. Das 6-Konten-Modell sollte auf keinen Fall kompliziert sein. Vielleicht passt das 3-Konten-Modell ja besser?
  5. Realistisch und ehrlich zu sich selbst sein: Nur wenn man sich von Anfang an wirklich wohl fühlt mit den Sparzielen, wird man auch etwas erreichen können. Wichtig ist, immer daran zu denken, vernünftig zu wirtschaften.

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