Du bist in der glücklichen Lage, Geld übrig zu haben? Dann stellt sich dir bestimmt die Frage: Wohin damit? Die Zeiten, in denen Oma das Geld im Strumpf gespart hat, sind längst vorbei. Auf dem Finanzmarkt wimmelt es nur so von Angeboten zur Geldanlage. Dabei ist eine Methode nie wirklich aus der Mode gekommen: Das Sparkonto. Wir erklären dir, was es damit auf sich hat und welche Alternativen du in Erwägung ziehen kannst.

Was ist ein Sparkonto?

Vereinfacht ausgedrückt beschreibt ein Sparkonto eine Geldanlage, die nicht für den alltäglichen Zahlungsverkehr genutzt wird. Ein berühmter Vertreter dieser Gattung ist das Sparbuch. Dabei wird bei einem Kreditinstitut deiner Wahl (im besten Fall in regelmäßigen Intervallen) Geld auf ein Konto eingezahlt. Aber der angesparte Betrag soll nicht dazu dienen, deine laufenden Rechnungen zu bezahlen, sondern Vermögen aufzubauen. Mit rund 40% ist das Sparbuch bei den Deutschen immer noch eine der beliebtesten Methoden der Geldanlage. Dabei ist es dicht gefolgt von Bausparverträgen, Rentenversicherungen, Investmentfonds oder Wertpapieren.

Ein Sparkonto dient also in aller Regel dazu, über einen gewissen Zeitraum eine größere Summe Geld anzulegen. Das kannst du dann zum Beispiel für eine bestimmte Anschaffung oder die Altersvorsorge nutzen.

Welches sind die besten Sparkonten?

Du ahnst es sicher schon: Wenn Andere dein Geld wollen, ist Vorsicht geboten. Wie bereits angedeutet, ist der Finanzmarkt mittlerweile sehr unübersichtlich. Wir geben dir nachfolgend gern ein paar Tipps, welches Sparkonto für die verschiedenen Bedürfnisse am besten geeignet ist.

  • abc-Bank (Deutschland): Die Konten “abcSpar90” bzw. “abcSpar45” bieten im Jahr 2019 bis zu 0,5% Zinsen p.a. Wenn du auf den kompletten Sparbetrag zugreifen möchtest, musst du allerdings eine Kündigungsfrist von 90 Tagen einhalten. Als großer Vorteil bietet jedes Sparkonto dafür eine Einlagensicherung über den Bundesverband der Deutschen Banken. Die abc-Bank wird im Internet von Kunden außerdem verhältnismäßig gut bewertet.
  • Bank 11 (Deutschland): Das Sparkonto “TotalFlex180” bietet bis zu 0,5% Zinsen. Wie der Name schon vermuten lässt, kann mit einer Frist von 180 Tagen gekündigt werden. Dann kannst du allerdings ohne Vorfälligkeitsgebühren auf dein Geld zugreifen. Ein kleiner Nachteil bei diesem Sparkonto: Die jährlichen Zinsen können nicht garantiert werden.
  • RaboDirect (Niederlande): Zu den beliebtesten Sparkonten dieser Bank zählen “RaboSpar30” (derzeit 0,4% Zinsen) und “RaboSpar90” (derzeit 0,5% Zinsen). Auch hier kannst du erst nach einer bestimmten Sperrfrist von 30 bzw. 90 Tagen über dein Geld verfügen. Dafür wird Fairness bei einem Sparkonto dieser Bank groß geschrieben. Wenn die Zinsen gesenkt werden, wandelt sich die Kündigungsfrist kurzfristig um. Das heißt, du hast 14 Tage nach Anpassung vollen Zugriff auf dein Geld.

Bevor du dich für ein Sparkonto entscheidest, bedenke Folgendes:

  • Vergleiche die Zinsen! Leider sind die aufgrund der Finanzkrise in den letzten Jahren deutlich gesunken. Viele Banken bieten ihren Kunden lediglich Mikrozinsen an. Im besten Fall soll deine Geldanlage sich aber ohne dein Zutun weiter vermehren.
  • Überlege dir gut, welchen Betrag du regelmäßig entbehren kannst.
  • Informiere dich im Vorfeld, wie schnell du an das Geld kommst, sollte es mal zu einem finanziellen Engpass kommen. Am besten lässt du dich von einem Kreditinstitut deines Vertrauens beraten, welches Sparkonto für deine Bedürfnisse geeignet ist.

Worauf muss ich bei einem Sparkonto achten?

Einige Punkte haben wir oben bereits kurz erwähnt. Aber das wohl wichtigste Argument für oder gegen ein Sparkonto ist zunächst die Höhe der Zinsen. Denn diese sind in den letzten Jahren leider signifikant gesunken; d. h. du wirst gut vergleichen müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich für ein Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld entscheidest.


Du hast eine Bank gefunden, die halbwegs akzeptable Zinsen zahlt? Herzlichen Glückwunsch! Aber frag sicherheitshalber nach, ob diese auch garantiert sind. Auch das ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Daneben hat jedes Kreditinstitut für seine Konten (das gilt übrigens auch für Festgeld und Tagesgeld) bestimmte Sperrfristen, die eingehalten werden müssen, bevor du über den gesamten Betrag verfügen kannst. Das ist abhängig davon, wofür du das Geld zur Seite legen willst. Bedenke: Je länger diese Fristen, desto höher sind meistens die Zinsen.

Außerdem kann für ein Sparkonto eine bestimmte Summe festgelegt sein, die als Minimum oder Maximum eingezahlt werden muss, damit die Zinsen überhaupt gezahlt werden.

Wie kann ich die Zahlströme verwalten? Auch eine Frage, die du dir im Vorfeld unbedingt stellen musst. Bei einem herkömmlichen Sparbuch z. B. ist es auch in der heutigen Zeit oft nur möglich, direkt am Schalter Bank abzuheben.

Denn gerade wenn du eine größere Summe anlegen willst, musst du auf einen guten Anlageschutz achten. Wie du am besten Geld investieren und verdienen kannst, liest du hier.

Was sind Vor- und Nachteile von Sparkonten?

Bevor du beschließt, ein Sparkonto einzurichten oder nicht, schauen wir uns noch einige Vorteile und Nachteile davon an. Denn du solltest dir genau überlegen, wie du dein Geld anlegen möchtest.

Vorteile:

  • Geldanlage ist ohne großen “Papierkram” möglich
  • Kaum Risiken – keine “Fallstricke im Kleingedruckten”
  • Nicht unbedingt ein zweites Konto bei dem gleichen Kreditinstitut nötig
  • Deine Zahlungsströme bleiben weitestgehend anonym, da diese meistens nicht über Online-Banking erfolgen.

Nachteile:

  • Relativ unflexibel in der Handhabung
  • Kaum noch Zinsen in der heutigen Zeit
  • Maximale Auszahlungssumme oft auf bis zu 2.000 Euro begrenzt
  • Lohnt sich häufig nur für konsequentes Sparen (z. B. für größere Anschaffungen oder die Altersvorsorge)

Was ist der Unterschied zwischen Sparbuch, Festgeld und Tagesgeld?

Ein Sparbuch dient zur langfristigen Geldanlage. Die Zinsen sind häufig gering und die Zahlungsströme müssen häufig noch altmodisch am Schalter erfolgen.

Tagesgeld bzw. Festgeld ist da schon deutlich flexibler. Leute, die so ihr Geld anlegen, machen das oft nicht für einen bestimmten Zweck.

Die letztgenannten Methoden unterscheiden sich im Wesentlichen in der Dauer der Geldanlage. Während du beim Tagesgeld ganz flexibel zu jeder Zeit über deine “Kohle” verfügen kannst, wird das beim Festgeld schwierig. Dabei wird der eingezahlte Betrag, wie der Name schon vermuten lässt, für einen vorher bestimmten Zeitraum fest angelegt.

Das hat den großen Vorteil, dass die Zinsen höher ausfallen als bei den Alternativen. Es gilt die Faustregel: Je mehr Geduld du hast, desto mehr bekommst du auch. Ein Vergleich aller Möglichkeiten lohnt sich!

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