Wer träumt nicht einmal davon ein ganzes Jahr frei zu nehmen? Die Welt erkunden, ein Haus bauen, ein Buch schreiben oder ein paar Punkte auf der persönlichen Bucket-List abhaken – all dies wäre im Sabbatjahr endlich möglich. Wenn da nicht die Sache mit der Finanzierung wäre. So sparst du richtig für dein Sabbatical.

Wieso Sparen fürs Sabbatical?

Träumst du von einem ganzen Jahr Auszeit? Einfach nicht arbeiten gehen und mal das machen, wonach dir der Sinn steht? Dann tu es endlich! Alles, was du dazu brauchst, sind unsere Spar-Tipps und eine gute Vorbereitung. Hierbei empfiehlt sich eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. In dieser Zeit kannst du mit deinem Chef über deinen Plan sprechen, du kannst Geld zur Seite legen und dich ganz entspannt nebenbei auf dein Sabbatjahr vorbereiten.

Für eine Auszeit zu sparen ist auch immer etwas sehr individuelles, denn jeder von uns verfolgt andere Träume und Pläne für sein Jahr Auszeit. Das Gute: Wir haben nicht nur Tipps zum Geld sparen fürs Sabbatical, sondern auch Tipps zur langfristigen Finanzierung deiner Auszeit zur Hand. Schließlich ist eine gute Vorbereitung auf das Sabbatjahr das A und O dabei, sodass du es in vollen Zügen genießen kannst. Wie du richtig vorgehst, liest du jetzt bei uns.

Richtig Geld sparen fürs Sabbatical

Was hast du geplant? Je nach dem musst du unterschiedlich viel Geld für dein Sabbatical sparen. Klar ist, während dieser Auszeit leben die wenigsten in Saus und Braus. Außer sie haben im Lotto gewonnen. Damit du weißt, was finanziell auf dich zukommt, stell dir zu Beginn eine Liste mit deinen Zielen und Wünschen zusammen.

Versuche vorab zu recherchieren und zu kalkulieren, wie viel Geld du benötigst. Lass auch deine laufenden Kosten wie Miete, Versicherungen und Sonstiges nicht außer Acht. Addiere nun zwanzig Prozent deines Bedarfs, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Während deines Sabbatjahrs sollen dich Geldsorgen nicht belasten.

Sparprodukte wie ein Fondssparplan helfen dir dabei, schon mit kleinen Summen monatlich Geld anzulegen und es so zu vermehren. Natürlich wäre es hierbei hilfreich, wenn du schon lange vor deinem Sabbatjahr in ein Sparprodukt investierst. Nur so kannst du mit deiner Rendite effektiv fürs Sabbatical sparen. Passende Produkte für genau deine Lebenslage findest du hier.

Wenn du in deinem Sabbatical auf Reisen gehen möchtest, überprüfe am besten alle deine laufenden Verträge. Internet, Strom, Netflix und andere Anbieter. Brauchst du das wirklich alles, während du auf Reisen bist? Gibt es Verträge, auf die du sogar bewusst verzichten möchtest? Zum Beispiel auf einen deiner aktuellen Streamingdienste? Auch dein Handyvertrag sollte zu deinen Plänen im Sabbatjahr passen. Achte auf Auslandstarife und wechsle gegebenenfalls rechtzeitig deinen Netzanbieter. Hier kannst du häufig nochmals Geld einsparen. Häufig ist es auch möglich, Verträge für ein Jahr zu pausieren. Frage am besten bei deinen Anbietern nach. So ersparst du dir das Kündigen und wieder neu bestellen.

Finanzierung deines Sabbaticals

Für die Finanzierung deines Sabbaticals hast du drei Möglichkeiten. Jede dieser Finanzierungsmethoden setzt voraus, dass du zunächst Geld ansparst beziehungsweise zur Seite legst.

– Unbezahlter Sonderurlaub

Hierbei erhält man vom Arbeitgeber bis zu sechs Monate Urlaub, in dem kein Gehalt ausgezahlt wird. Der Nachteil ist, dass das Sabbatjahr nun auf maximal ein halbes Jahr ausgelegt ist. Zudem müssen zuvor eine Menge Ersparnisse angesammelt werden, um sich seinen Lebensstandard weiterhin halten zu können. Viele Menschen nutzen den unbezahlten Sonderurlaub, um sich im Sabbatjahr beispielsweise um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Um genug Geld zu haben, kannst du mit ETFs und Fonds Geld ansparen. Wie das geht, liest du hier.

– Lohnverzicht

In diesem Fall hast du die Möglichkeit weiterhin deine 40-Stunden-Woche zu arbeiten, lässt es dir allerdings nur anteilig auszahlen. Die übrigen Stunden werden innerhalb deines Sabbaticals ausgezahlt. Du gehst also in Vorleistung, aber musst nicht auch noch zusätzliche Überstunden erarbeiten. Wie das aussehen kann? Beispielsweise lässt du dir ein Jahr vor dem Sabbatical nur noch sechszig Prozent deines Gehalts auszahlen. Im Sabbatjahr arbeitest du dann nicht mehr, bekommst aber jeden Monat 40 Prozent deines ursprünglichen Gehalts. Beachte: Die Prozentzahlen können natürlich variieren.

– Zeitwertkonto/Arbeitszeitkonto

Über einen längeren Zeitraum hinweg kannst du auf dein Zeitwertkonto dir Überstunden anrechnen lassen. So kannst du Stunden sparen fürs Sabbatical. Zudem kannst du auch Urlaubstage, die über das gesetzliche Minimum von vierundzwanzig Tagen hinaus gehen, dort anrechnen lassen. Ebenso wie Boni und Sonderzahlungen. Der Vorteil ist: Dein angespartes Geld steht dir auch rechtlich zu, sollte die Firma insolvent gehen. Während deines Sabbaticals kannst du dir dein Geld dann schrittweise auszahlen lassen. Dann gilt unter Umständen ein ermäßigter Steuersatz. Wer diese Vorteile für sich nutzen möchte, sollte sich hierzu speziell beraten lassen.

Unser Tipp:

Diese Möglichkeiten sind nur in Absprache mit deinem Arbeitgeber zulässig. Dieser ist nicht dazu verpflichtet, dir ein Sabbatical zu genehmigen. Sprich daher deinen Wunsch rechtzeitig bei deinem Chef an und versuche gemeinsam mit ihm eine Regelung zu finden. Findet sich keine Regelung, so kannst du kündigen und von dem Geld leben, dass du für dein Sabbatical gespart hast. Das ist aber die unsichere Variante.

Lege dir deswegen greifende Argumente zurecht, wieso du diese Auszeit benötigst und wieso du danach beispielsweise leistungsstärker, motivierter oder belastbarer bist.

Ein Sabbatical ist keineswegs auf ein volles Jahr festgelegt. Es bedeutet in der Regel nur eine längere Auszeit als ein normaler Urlaub. Eine Empfehlung von Menschen, die bereits ein Sabbatical erlebt haben ist allerdings, mindestens zwei Monate sich frei zu nehmen. Erst dann kann man Abstand von der Arbeit und seinem Alltag gewinnen. Wie du richtig sparen fürs Sabbatical machst, hast du nun gelernt. Weitere Spartipps gibt es hier.

Autor*in