Wie steht es um die finanzielle Vorsorge junger Menschen in Deutschland? Wie verdienen Jugendliche Geld? Und wie viel Euro haben Schüler und Studenten hierzulande eigentlich pro Monat in der Tasche? Antworten liefert die neue Jugendstudie der comdirect.

Wie viel Geld Jugendliche in Deutschland pro Monat in der Tasche haben

Zum zweiten Mal hat die comdirect-Bank die finanzielle Situation von jungen Erwachsenen in der Bundesrepublik in ihrer Jugendstudie umfassend untersucht. An der Online-Umfrage im Januar 2019 nahmen 1600 Menschen im Alter von 16 bis 25 aus ganz Deutschland teil.

Eine der zentralen Fragen war dabei, wie viel Geld Jugendliche in Deutschland nach Abzug aller Kosten pro Monat noch ausgeben können. Das Ergebnis: es sind 362 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist das ein Plus von 13 Prozent. Das heißt, dass Jugendliche heute monatlich über etwa 42 Euro mehr verfügen als noch vor drei Jahren.

Besonders stark gewachsen ist dieser Wert bei den 16- bis 18-Jährigen: Sie haben im Schnitt 79 Euro mehr in der Tasche als noch 2016 – ein Plus von fast 50 Prozent!

So viel Geld steht Jugendlichen pro Monat für Konsum und Sparen zur Verfügung (nach Bundesland)

Die Studie zeigt nicht nur erhebliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen, sondern auch zwischen den Bundesländern. Während Jugendliche in Bayern und Sachsen-Anhalt knapp über 300 Euro im Monat zurückbehalten, können junge Leute in Bremen und Baden-Württemberg mehr als 400 Euro ausgeben oder sparen. Hier siehst du das komplette regionale Ranking:

  • Bremen: 445 Euro
  • Baden-Württemberg: 401 Euro
  • Rheinland-Pfalz: 397 Euro
  • Hamburg: 381 Euro
  • Brandenburg: 378 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: 376 Euro
  • Hessen: 368 Euro
  • Sachsen: 367 Euro
  • Berlin: 359 Euro
  • Thüringen: 354 Euro
  • Schleswig-Holstein: 343 Euro
  • Saarland: 338 Euro
  • Niedersachsen: 329 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: 327 Euro
  • Bayern: 322 Euro
  • Sachsen-Anhalt: 302 Euro

Wie Jugendliche Geld verdienen

Die Jugendstudie untersuchte außerdem die wichtigsten Einnahmequellen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Demnach verfügen die meisten Befragten (43 Prozent) vor allem über ein festes Einkommen durch eine Festanstellung oder einen Ausbildungsplatz. Für jeden Dritten ist das Taschengeld immer noch die wichtigste Erlösquelle. Die Tendenz ist jedoch sinkend. Denn bei der letzten Erhebung im Jahr 2016 war es noch die Haupteinnahmequelle der meisten Jugendlichen. Gleichzeitig hat auch die Bedeutung des Nebenjobs abgenommen: Nur noch ein Viertel der Jugendlichen bezeichnet ihn als Haupteinkunft, während es 2016 noch 39 Prozent waren.

„Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene beziehen ein festes Einkommen. Offenbar legen viele von ihnen Wert darauf, schon früh finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Umso wichtiger ist es, den Umgang mit Finanzen rechtzeitig zu vermitteln, etwa durch mehr finanzielle Bildung an den Schulen“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirect.

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