Frauen kennen sich schlecht mit Finanzen aus – so lautet oft der Tenor. Und zwischen Männern und Frauen gibt es große Unterschiede bei den Finanzen. Außerdem fällt die Rente für Frauen karger aus. Aber stimmt das wirklich? Zum Weltfrauentag schauen wir uns das Thema mal an und haben Erstaunliches festgestellt.

Frauen und Finanzen – Status Quo

Ein Lichtblick: 59 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, finanziell unabhängig zu sein. Weitere 17 Prozent seien auf dem Weg dahin. Finanzielle Unabhängigkeit erreichen Frauen durch faire Löhne, durch ein besseres Arbeitszeitmodell, eine neue Rollenverteilung innerhalb der Familie und auch durch eine gute Geldanlage. Diese unterscheidet sich nicht zwischen Männern und Frauen. Hier erhältst du die besten Tipps für Aktien für Anfänger.

Zum Weltfrauentag gibt es viele Umfragen zu den Finanzen von Frauen. So veröffentlichte WeltSparen die Ergebnisse einer Online-Umfrage, die zusammen mit YouGov durchgeführt wurde. Das Interessante daran: Für 83 Prozent der Befragten sind Finanzen keine Frage des Geschlechts. Dieses Ergebnis begrüßen wir Kleingeldhelden. Denn unser Team besteht aus zwei Frauen und zwei Männern und wir finden ebenfalls, dass es da keinen Unterschied geben sollte. Einige Misstände gibt es aber leider doch noch: Denn zwar beurteilen 36 Prozent der Teilnehmer ihr Finanzwissen als ausgezeichnet bis gut. Doch sind es 45 Prozent der Männer und nur 28 Prozent der Frauen. Zudem schätzen zwei Drittel der Frauen ihr Finanzwissen als mittelmäßig bis schlecht ein.

Wichtig ist auch die Rente

Bei der Rente sind Frauen noch klar benachteiligt. Das hat häufig damit zu tun, dass sie weniger arbeiten, um für die Kinder und die Familie da zu sein. Wer weniger arbeitet und weniger verdient, der bekommt weniger Rente. Die DEVK Versicherung konstatiert, dass Frauen im Schnitt 671 Euro Rente im Monat bekommen und Männer 1065 Euro. Zudem fehle es Frauen an der Absicherung. Zu wenig eigene Vorsorge, zu wenig Riester-Verträge oder Lebensversicherungen. Gerade für Frauen kann sich die Riester-Rente aufgrund der staatlichen Zuschüsse lohnen. Für jedes Kind gibt es Prämien. Alles zur Riester-Rente liest du hier.

Auch hier raten wir: Wer früh anfängt, der hat viel Zeit zum Vorsorgen. Die eigene Vorsorge, etwa mit Fonds und ETFs, lohnt sich sowohl für Studenten und Studentinnen, als auch für Berufseinsteiger. Wie du deinen Vermögensaufbau startest, liest du hier.

Für Frauen war es ein langer Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Wie dieser Weg aussah, haben die Kollegen von Qiio.de in einem Artikel und einer tollen Infografik aufbereitet.

Die besten Tipps von Berufseinstiegerinnen

Wir wollten von zwei Berufseinsteigerinnen der Deutschen Bank wissen, wie sie diese Aufgaben meistern und welche Geldtipps sie haben.

Dazu haben wir mit Marleen Falkenberg und Meike Richartz gesprochen:

“Wir sind Finanzpartner im Quartier Zukunft – Also erster Ansprechpartner für unsere Kunden in finanziellen Fragen rund um das eigene Konto, Aufbau von Vermögen und Finanzierung individueller Wünsche”, erzählen die beiden. “Wir gestalten das Banking zusammen mit unseren Kunden neu – wie sieht Banking in der Zukunft aus und wie verändert sich das Bild einer Bankkauffrau/eines Bankkaufmannes?” Dazu gehöre auch das Entwickeln neuer Beratungsformate – z.B Workshops, so die beiden Berufseinsteigerinnen bei der Deutschen Bank. “Einen, den wir gemeinsam entwickelt haben ist der Lebensstarter Workshop. Hier geht es darum junge Menschen in den ersten finanziellen Entscheidungen zu unterstützen.”

Für den Job brauche man “Offenheit gegenüber Neuem, Flexibilität gegenüber Spontanem”, aber auch “Einfühlungsvermögen” und “Querdenken können, aber zugleich auch Strukturiertheit, um die verschieden Themen zu priorisieren.”

Karriere-Start

“Der Beste Job ist nicht immer der, der euch auch in der Freizeit unglaublich viel Spaß macht. Wichtig ist auch, dass ihr in dem gewählten Beruf eure Stärken habt und findet und erweitert, dann wird auch der Beruf Spaß machen”, meint Marleen. Sie absolvierte bei der Deutschen Bank zunächst eine Ausbildung. “Danach habe ich schnell gemerkt, dass ich mehr möchte, als nur das klassische Bankgeschäft, wie man es seit 30 Jahren kennt. Also habe ich mich im Quartier Zukunft beworben.”

Finanztipps von Frauen für Frauen

Wir wollten von Marleen und Meike aber auch wissen, welche Finanztipps sie haben. Schließlich arbeiten sie ja in einer Bank und kennen sich mit dem Thema aus. So war auch die Frage: Welche drei Geld-Tipps hältst du aus deinen eigenen Erfahrungen für Studenten und Berufseinsteiger für besonders wertvoll?

Dazu antworten sie: “Informiert euch über die Möglichkeiten der Absicherung, die es gibt und versucht zu verstehen, um was es genau geht. Wichtig ist, eure eigenen Entscheidungen treffen zu können.”

Zudem sollten Interessenten zuerst ein Unterkonto eröffnen, um darauf als Sparkonto direkt zu Beginn jeden Monats einen kleinen Betrag zu überweisen. Denn: “Aus den Augen aus dem Sinn”, erklärt Marleen. “Das ist immer noch mein Trick – sonst würde ich alles ausgeben.”

Zusätzlich solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Ziele du hast. “Und unterteilt diese in kurz-, mittel-, und die langfristige Planung und erfüllt euch diese auch, seid stolz auf das Geleistete.”

Ihr wollt mehr über das Quartier der Zukunft wissen? Dann schaut euch hier Marleens Video an:

https://www.youtube.com/watch?v=nffZfPlVx7A&feature=youtu.be
Marleen im Quartier der Zukunft
Rente Frauen

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