Vielen jungen Menschen fällt der Einstieg in die Geldanlage schwer. Deshalb zeigen wir dir heute, wie du ganz einfach in vier Schritten mit einem Fondssparplan ein Vermögen aufbauen kannst.

Im Alltag oder im Studium schieben wir immer wieder wichtige Dinge vor uns her: den Abwasch, den nächsten Zahnarzttermin oder die Abschlussarbeit. Im Volksmund wird das weit verbreitete Phänomen als innerer Schweinehund bezeichnet, in der Wissenschaft als Prokrastination. Egal, wie man es nennt: die Aufschieberei tut uns nicht gut. Das gilt gerade auch fürs Geld. Anstatt unsere Finanzen zu ordnen und für das Alter vorzusorgen, verschieben wir diese scheinbar komplizierten Entscheidungen viel zu gerne auf morgen.

Dabei bleibt dafür eigentlich keine Zeit. Denn auf das gute alte Sparbuch ist heute kein Verlass mehr. Durch die anhaltende Nullzinsphase im Euroraum wirft das klassische Festgeld einfach nicht mehr genug Rendite ab – der Gewinn liegt im schlimmsten Fall sogar unter der Inflationsrate. Um für das Alter vorzusorgen, sind daher neue Wege gefragt.

Fondssparplan: Ein sinnvolles Mittel für den Vermögensaufbau

Hier kommt der Fondssparplan ins Spiel. Das ist ein Produkt bei einer Bank, mit dem du jeden Monat kleine Beträge ansparst und gleichzeitig Geld anlegst. Zum Beispiel in einen weltweit aktiven Aktienfonds. Und das Beste daran: Richtest du den Fondssparplan einmal ein, hast du danach keine Arbeit mehr damit.

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Allerdings verhält es sich mit dem Fondssparen wie mit der Hausarbeit: Aller Anfang ist schwer. Wie du den inneren Schweinehund überwindest und in vier Schritten einen Fondssparplan einrichtest, hat der Vermögensverwalter DWS so zusammengefasst:

1. Überwinde die Anfangsträgheit

Das beste Mittel zur Motivation für eine Geldanlage sind deine Wünsche für die Zukunft. Deshalb solltest du dich fragen: Wofür brauche ich eigentlich Geld? Möchte ich die Welt bereisen? Für das Alter vorsorgen? Ein neues Auto kaufen? Meine Freundin oder meinen Freund heiraten? Wenn du die Antworten kennst, wird es dir sicher leichter fallen, deine Finanzen in die Hand zu nehmen.

2. Formuliere deine Sparziele

Als nächsten Schritt empfehlen wir dir, einen Finanzplan mit konkreten Sparzielen aufzuschreiben. Leiten kann dich dabei die Frage: Wie viel Geld will ich in X Jahren haben, um meinen Wunsch Y zu erreichen? Dabei solltest du beachten, welche Einnahmen dir monatlich zur Verfügung stehen, welche fixen Ausgaben du hast (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Abonnements) und wie groß dein Geldpuffer ist. Dann weißt du genau, wie viel Geld du in einen Fondssparplan investieren kannst und welches Ziel du mit deiner Geldanlage verfolgst.

3. Setze deinen Plan um

Mit deinen konkreten Wünschen und Sparzielen vor Augen kannst du nun den richtigen Fondssparplan für dich finden. Bei der Bank deines Vertrauens oder einem Vermögensverwalter kannst du dich ausführlich über ein entsprechendes Produkt beraten lassen. Dabei geht es vor allem um die Frage, welcher Anlegertyp du bist. Bist du finanziell eher konservativ unterwegs und willst dein Geld sehr sicher anlegen? Oder gehst du mehr Risiko, um womöglich eine höhere Rendite zu erzielen?

Generell solltest du bei deinem Fondssparplan nicht alles auf eine Karte setzen. Wir empfehlen dir stattdessen ein Investment mit einer breiten Streuung. Das heißt, dass das Geld über mehrere Länder und Branche hinweg angelegt wird. Dadurch verringert sich für dich das Risiko, weil mögliche Verluste einzelner Aktien durch andere aufgefangen werden.

Bei der Auswahl des Fondssparplans solltest du neben den Depotgebühren auf die sogenannten Ausgabezuschläge achten. Das ist eine Gebühr, die dir die Bank bzw. der Fondsverwalter für den Kauf von Fondsanteilen berechnet. Bei Aktienfonds beträgt der Ausgabezuschlag im Durchschnitt fünf Prozent. Viele Anbieter bieten jedoch hohe Rabatte an. Um die Kosten gering zu halten, lohnt sich daher vorab ein Vergleich.

Alles, was du für einen Fondssparplan noch brauchst, ist ein Wertpapierdepot bei einer Bank. Hier erfährst du, wie du dir dein Depot einrichtest. Von deinem Konto wird dann monatlich ganz automatisch ein fester Betrag abgebucht und investiert. Dabei braucht es für einen Fondssparplan keinen großen Geldbeutel: Schon ab 25 Euro im Monat kannst du loslegen.

4. Bleib dran!

Bei einem Fondssparplan führt der langfristige Anlagehorizont zum Erfolg. Denn je länger die Geldanlage läuft, desto wahrscheinlicher ist eine hohe und sichere Rendite. Unser Rat: Lass dich von temporären Kursschwankungen an der Börse nicht verunsichern. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Aktienmärkte selbst nach schweren Einbrüchen immer wieder erholt haben.

“Natürlich kann ein Aktienfonds Geld verlieren. Über Zeiträume von 15 Jahren aufwärts aber kommt das historisch gesehen praktisch nicht vor”, sagt Frank Breiting, Experte für Altersvorsorge bei der DWS. “Deswegen ist es so wichtig, das Thema Geldanlage in Angriff zu nehmen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen.” Hole dir hier alle Infos zu deinem Fondssparplan.

Profi-Tipp: Wenn du eine Lohnerhöhung bekommst, empfiehlt es sich, den Fondssparplan aufzustocken. Damit kannst du deinen Vermögensaufbau exponentiell beschleunigen.

Dass sich das Fondssparen auszahlt, zeigt eine Statistik des Fondsverbands BVI. Wer zum Beispiel zehn Jahre lang jeden Monat 100 Euro in einen Fondssparplan mit Schwerpunkt Deutschland einzahlt, macht am Ende ein Plus von 5749 Euro. Das ist eine jährliche Rendite von 7,6 Prozent. Ein starker Wert. Was wir daraus lernen? Es zahlt sich tatsächlich aus, den inneren Schweinehund zu überwinden.

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