Sie sind digitale Assisenten für das Zuhause der Zukunft: Smart Home Systeme revolutionieren den Haushalt – und helfen dir dabei, deine Strom- und Heizkosten zu senken. Wie das geht, erfährst du hier.

Unter dem Bergiff Smart Home versteht man grob gesagt das digital vernetzte Zuhause. Konkret geht es dabei um den Einsatz von Hard- und Software in den eigenen vier Wänden, die den Alltag komfortabler, energieeffizienter und nachhaltiger machen soll. Die digitalen Sprachassistenten Siri und Alexa sind dabei nur der Anfang. Laut dem Statista Digital Market Outlook gibt es momentan in 6,1 Millionen Haushalten in Deutschland Smart Home Systeme, bis 2023 sollen es schon 13,5 Millionen sein. Dass von diesem Trend tatsächlich jeder profitieren kann, zeigen die folgenden Beispiele.

Smart heizen

Du kennst es bestimmt: Wenn du morgens ein paar Minuten zu lange im Bett döst, gerätst du plötzlich in Eile. Duschen, Zähneputzen, Anziehen. Viel Zeit bleibt nicht, um noch pünktlich den Zug zur Arbeit oder zur Uni zu erwischen. Oft vergisst man in der Hektik leider eine Kleinigkeit: Das Fenster im Badezimmer steht noch offen – und die Heizung nebenan läuft noch auf Hochtouren. Bis du zurück in der Wohnung bist, ließ sich das bislang nicht ändern. Ärgerlich, denn damit geht dir bares Geld flöten. Mit intelligenten Thermostaten gehört dieses Problem der Vergangenheit an.

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Smart Home System im Einsatz: Das digitale  Heizkörperthermostat. Foto: Innogy / Pressefoto

Das Prinzip der Smart Home Systeme ist einfach: die Beheizung deiner Wohnung wird digitalisiert. Dafür bringst du zunächst an den Heizkörpern ein neues Thermostat an, das mit dem heimischen WLAN verknüpft wird. Der Clou: Dadurch kannst du fortan die Heizung per App steuern. Manche Systeme erlauben auch die Sprachsteuerung durch Siri oder Alexa. Durch die digitale Steuerung kannst du die Heizung von überall aus kontrollieren, egal ob du unterwegs im Bus bist oder in der Badewanne liegst. Über die App lässt sich ebenfalls ein energieeffizienter, automatischer Plan einrichten, damit die Heizung nur dann läuft, wenn sie wirklich gebraucht wird. Besonders ausgefeilte Systeme können sogar selbständig erkennen, ob sich gerade jemand in der Wohnung befindet und passen die Temperatur dementsprechend an.

So helfen dir die Smart Home Systeme dabei, unnötige Heizkosten zu vermeiden. Die Stiftung Warentest schätzt, dass sich durch ihren Einsatz die Heizkosten in einem Durchschnittshaushalt um fünf bis acht Prozent senken lassen. Wer 1000 Euro im Jahr ausgibt, kann mit den Smart Home Systemen also 50 bis 80 Euro sparen.

Natürlich braucht es dafür zunächst eine Investition in die Technik. Einfache Funk-Thermostate sind bereits ab 20 Euro erhältlich, je nach Ausstattung und Funktionsumfang kann der Preis aber auf mehr als 200 Euro steigen. Zu den führenden Marken für intelligente Heizsysteme in Deutschland zählen der FritzBox-Hersteller AVM, tado°, Bosch und Innogy.

Smart beleuchten

Die Zeiten der alten Glühbirne sind vorbei. Wegen der schlechten Energiebilanz wurde ihr Verkauf 2009 in der EU verboten. An die Stelle der Glühbirne ist die LED-Lampe getreten. Sie ist nicht nur umweltschonender, sondern praktischerweise auch digital vernetzbar. So können dir smarte LED-Lampen dabei helfen, Strom zu sparen. Alles was du neben der Lampe dafür brauchst, ist ein WLAN-Zugang und ein Smartphone. Per App lässt sich die Beleuchtung der Wohnung dann per Fingerwisch steuern. Wer abends das Licht im Wohnzimmer brennen lässt, kann es also ganz einfach aus dem Bett heraus ausschalten. Ohne dafür extra aufzustehen. Praktisch und stromsparend!

Spartipp: Noch für kurze Zeit kannst du billiger an die Smart-Home-Lampen der Marke Hue kommen, denn beim Hersteller Philips läuft gerade eine Cashback-Aktion. Für den Kauf eines Starter Kits erhältst du damit bis zum 17. Februar 2019 30 Euro zurück, indem dich online registrierst.

Ein hübscher Nebeneffekt: Die gängigsten Modelle von Philips (Hue), Osram (Lightify) oder Ikea (TRÅDFRI) bieten eine Vielzahl von Lichtstufen und Farbeinstellungen. Damit kannst du die Heimbeleuchtung auf deine Vorlieben einstellen. Wer beim Aufstehen helles, weißes Licht und nach Feierabend gedämmtes, warmes Licht bevorzugt, kann das in einem individuellen Beleuchtungsprogramm planen.

So funktioniert also das Sparen 4.0 mit einem Smart Home System. Du bist neugierig geworden und willst noch mehr über das Thema erfahren? Eine sehr gute Übersicht mit Testberichten und Vergleichen von Smart Home Systemen liefert das Verbraucherportal Home and Smart.

Finanztipp: Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Einbau von Smart Home Systemen in den eigenen vier Wänden durch günstige Kredite sowie Zuschüsse. Ob ihr davon profitieren könnt, erfahrt ihr hier. Auch ein Bausparvertrag bei einer Bank kann eventuell für ein Smart Home-Upgrade genutzt werden.

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