Die Rente wird immer karger ausfallen – dein  Leben im Alter gilt keinesfalls als gesichert. Kein Grund zur Panik! Wir zeigen dir, wie du später trotzdem entspannt die Füße hochlegen kannst.

 

Vor allem Geringverdiener oder Menschen mit einer unsteten Erwerbsbiografie kommen in Nöte: Ihre Rente befindet sich meistens nur etwas oder gar unter dem Existenzminimum und damit unter der Grundsicherung. Jetzt kann aber ein neues Konzept Abhilfe schaffen: Das Vorsorgekonto Rente. Die Friedrich-Ebert-Stiftung führte darüber eine Studie durch und kam zur Erkenntnis, dass dieses Konto vielen Menschen helfen kann. Aber wie könnte ein Vorsorgekonto Rente funktionieren und was haben die Menschen davon?

 

Status Quo bei der Rente: Kriegst du noch Geld?

Die staatliche Rente bringt aktuell nur rund 48 Prozent des letzten Lohns ein, wenn man in Rente geht. Dieser Betrag wird nach und nach sinken, weil immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren. Das Problem ist bekannt, etwas problematisch, aber nicht unlösbar. Wichtig ist es bei der Altersvorsorge nicht nur auf die gesetzliche Rente zu setzen, sondern auf das sogenannte Drei Säuen Modell.

Die erste Säule ist die gesetzliche Rente, die mal einen guten Grundstock liefert.

Die zweite Säule besteht dann aus der betrieblichen Altersvorsorge.

Die dritte Säule ist die Private Altersvorsorge. Hier herrscht wegen der Riester-Rente oft Unmut: Die Riester-Rente ist teuer und nur die Versicherungen und Banken verdienen daran. Zum einen mag das stimmen. Die Riester-Rente ist teuer. Sie hat aber einen Vorteil: Man hat im Alter Geld, wenn man in einen Riester-Vertrag einzahlt. Was ist denn besser?

  • Einen Riester-Vertrag abschließen, in den man einzahlt und dafür eine lebenslange Rente bekommt? Die Kosten dürften die Gewinne in etwa aufzehren. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber man hat ein Zusatzeinkommen im Alter.
  • Oder bloß nichts einzahlen, damit die Versicherungen nichts verdienen. Ich habe dann zwar im Alter nichts, daber das ist mir egal.

 

Am besten wäre es natürlich, privat vorzusorgen und mit Aktien, Immobilien und Co zu sparen. Doch die wenigsten schaffen das. Abhilfe könnte als ein Vorsorgekonto Rente werden. Aber was ist das genau?

 

Das bringt das Vorsorgekonto Rente

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stfitung (FES) untersuchte den gesamten Sachverhalt und legte ein Gutachten vor.  Die gesamte Studie findest du hier.

 

Im Kern geht es darum, eine Alternative zur Riester-Rente zu schaffen. Der Staat soll das sogenannte Vorsorgekonto für die Rente bereitstellen. Es ist also kein Angebot der Versicherungsgesellschaft, sondern von den staatlichen Sozialversicherungen. Der Vorteil: Es besteht keine Gewinnerzielungsabsicht. Die Kosten für das Produkt sollen sehr gering ausfallen. Für alle Sparer ist das positiv.

 

Zudem soll das Vorsorgekonto Rente sehr konservativ und sicher sein. Es soll eine Garantie für das eingezahlte Geld geben, die Anlagestrategie soll sich am „Durchschnittsdeutschen“ orientieren und eher sicher sein. Dazu soll es einen Reservetopf geben, damit der Fonds nicht in Auszahlungsschwierigkeiten kommt. Große Gewinne werden dann vom Vorsorgekonto aber wahrscheinlich nicht zu erwarten sein.

 

Das Vorsorgekonto soll die Rente mittels der Anlage in ETFs bewerkstelligen. Das ist gut und ebenfalls günstig. Für alle, die das nicht selber nach dem Vorbild der 25 Euro Challenge hinbekommen, kann das Vorsorgekonto Rente hilfreich sein.

 

Ähnlich wie bei Riester sollen jährlich bis zu vier Prozent des Bruttolohns eingezahlt werden – höchstens  aber 2100 Euro pro Jahr. Wer wirklich viel fürs Alter vorsorgen will, der wird vermutlich mehr anlegen wollen. Dennoch ist der Vorschlag nicht schlecht.

 

Das gesamte Konzept des Vorsorgekontos ist noch vielschichtiger. Dies war eine erste Übersicht. In den nächsten Wochen werden wir diesen Artikel noch mit den Einzelheiten ausarbeiten. Schaue also wieder vorbei, wenn du mehr Infos zum Vorsorgekonto Rente möchtest und abonniere unseren Newsletter, falls du das noch nicht getan hast.

 

Kommt das Vorsorgekonto tatsächlich?

 

Noch ist es nur eine Idee und ein Vorstoss. Bis sich der Staat und die große Koalition zu etwas durchringen können, wird es sicherlich noch sehr lange dauern. Es ist auch die Frage, ob es nicht noch Änderungen an der Idee und neue Ansätze gibt.

 

Als einen ersten Ansatz ist der Vorschlag der Friedrich-Ebert-Stiftung gut. Auch wenn sie als sehr sozial eingestellte Institution vor allem Wenigverdiener und Geringverdiener im Blick haben. Das ist auch gut, denn hier kann die Rente tatsächlich prekär ausfallen. Das Vorsorgekonto Rente kann hier also wirklich einen guten Beitrag leisten. Ob es aber für alle Deutschen ein gutes Vorsorgeprodukt ist, bleibt noch abzuwarten.

 

 

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