Auf die Frage hin, ob wir überhaupt noch bausparen sollten, haben wir bereits mit „Ja, für das Eigenheim schon“ geantwortet. Den ganzen Beitrag dazu und wie das mit dem Bausparen funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Auf diese fünf Posten solltest du beim Bausparvertrag achten:

Darlehenszins:

Der aktuell wohl wichtigste Punkt in Zeiten der niedrigen Zinsen, ist der Darlehenszins. In der Darlehensphase bekommst du ein Darlehen von der Bausparkasse. Der Zinssatz dafür wird schon heute festgelegt. Darum sollte dieser aktuell noch möglichst niedrig sein, also zwischen 1% und 2% liegen.

Guthabenzinsen:

Bei vielen Bausparverträgen hängen die Guthabenzinsen und die Zinsen des Darlehens meist zusammen. Guthabenzinsen sind die Zinsen, die dir eine Bank dafür gibt, dass du Geld bei ihr parkst. Also solltest du in einem Bausparvertrag deiner Wahl dieses Wörtchen lesen, so wird dir sicher auffallen, dass die Guthabenzinsen meist genauso hoch sind wie Darlehenszinsen.

Abschlussgebühren:

Jetzt kommt so ein Haken beim Bausparvertrag, auf den du unbedingt ein Auge haben solltest. Die Abschlussgebühren zahlst du zwar nur einmalig, sie sollten aber im Idealfall nur zwischen 1% und 1,6% liegen. Und wenn du dir jetzt ausrechnest, was 1,5% von einer Bausparsumme von 200.000 € sind, nämlich 3.000 €, dann merkst du auch wieso.

Kontoführungsgebühren:

Bausparkassen verlangen in der Regel Kontoführungsgebühren. Diese liegen zwischen 10 € und 24 € pro Jahr. Auch wenn das nun die ganze Sache auch nicht mehr fett zu machen scheint, solltest du auch hier einen möglichst geringen Posten anstreben und ihn mit einberechnen.

Weitere wichtige Eckdaten:

Auch auf die Mindestsparzeit (meist 8 Jahre), Mindest- und Höchstsparsummen und optionale Sondertilgungen, die du mit der Bank vereinbaren kannst, sind wichtige Posten im Bausparvertrag.

Jetzt hast du die wichtigsten Punkte für deinen Bausparvertrag schonmal auf dem Schirm. Hiernach kannst du dich nun auf Vergleichsportalen umsehen oder einen Vermögens- oder Bankberater bitten dir nach deiner Vorstellung Möglichkeiten herauszusuchen. Schließt du den Bausparvertrag selbstständig online ab, sind die Konditionen in einigen Fällen etwas höher. Unterstützt dich ein Berater, so hat dieser die Chance noch einen Anteil daran mitzuverdienen, aber auch die Konditionen in manchen Fällen noch minimal zu verbessern.

Zwei wichtige staatliche Förderungen für deinen Bausparvertrag

Hier kommen die beiden wohl wichtigsten Tipps, die jeder – sofern sie einem Zustehen und möglich umzusetzen sind, sollten sie genutzt werden. Sie bringen dir nämlich bares Geld in deinen Bausparvertrag mit ein.

Die Arbeitnehmerzulage

Du kannst bis zu 40 Euro von deinem Arbeitgeber als vermögenswirksame Leistung erhalten! Ist das nicht klasse?

Die Wohnungsbauprämie

Als Wohnungsbauprämie kannst du 43 Euro vom Staat erhalten. Als Ehepartner habt ihr sogar die Möglichkeit jeweils 43 Euro, also insgesamt 86 Euro in den Bausparvertrag einfließen zu lassen. Bedingung dazu ist, dass das zu versteuernde Einkommen im Jahr 2018 nicht über 17.900 Euro als Single oder 35.800 Euro als Ehepaar liegen. Bis zu 45 Euro, beziehungsweise 90 Euro als Ehepaar kannst du über die staatlich geförderte Wohnungsbauprämie hinzugewinnen, wenn du weniger als 25.600 Euro verdienst. Der Staat fördert mit einer Prämie bis zu 8,8 Prozent der im Jahr angesparten Summe. Damit du diese Prämie bekommst, musst du jährlich mindestens 50 Euro in den Bausparplan zahlen und das Guthaben in wohnwirtschaftliche Maßnahmen investieren. Außerdem gibt es auch hier Grenzen des zu versteuernden Einkommens. Diese werden übrigens bei beiden staatlichen Förderungsmitteln jährlich neu gesetzt. Hier sollte es für 2018 als Single unter 25.600 Euro und für Verheiratete 51.200 Euro liegen.

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