Die Start-up Branche in Deutschland boomt. Die Vox-Sendung die Höhle der Löwen hilft jungen Gründern dabei, den Traum der eigenen Idee zu verwirklichen.

Der Name Howard Schultz sagt euch nichts? Macht nichts, ihr habt bestimmt schon mal eines seiner Produkte gekauft – oder vielmehr: gekostet. Hätte dieser Mann einfach aufgegeben, nachdem er ganze 217 Mal von Investoren abgewiesen wurde, gäbe es heute kein – Starbucks. Die Start-up Szene vergrößert sich auf der ganzen Welt unaufhaltsam. Allerdings: Rund 80 Prozent der Gründungen scheitern innerhalb der ersten drei Jahre. Für die erfolgreiche Gründung reicht nicht nur einfach die Idee – man braucht echten Unternehmergeist. Und vor allem: Kapital. Investoren müssen an die eigene Idee glauben, um zu investieren. Die Vox-Sendung „Höhle der Löwen“ gibt kreativen Gründern genau dazu die Chance. Sie können die „Löwen“ von ihrer Idee überzeugen und einen passenden Deal aushandeln. Um euren Unternehmergeist ein wenig zu wecken, zeigen wir euch drei erfolgreiche Deals der Sendung, die so richtig durchstarten konnten.

 

1. „Pony Puffin“ – Du hast die Haare schön

„Das ist mein Produkt“, sagte Löwin Judith Williams, die vom Pony Puffin so begeistert war, dass sie direkt investierte: 65.000 Euro gegen 49 Prozent der Start-up Anteile. Der Pony Puffin ermöglicht es Frauen egal welcher Haarstruktur, einen vollen und festen Zopf hinzubekommen. Das Ergebnis des Investments kann sich sehen lassen: Nach der Show war das Produkt bei Online-Händlern wie Amazon und beim Teleshopping nach wenigen Minuten ausverkauft. Der Frisurenhelfer kommt mittlerweile auf ganze 214.000 Suchanfragen in Google – pro Monat!

2. „Little Lunch“ – Bio-Suppen aus dem Glas

Suppen in Bio-Qualität, die direkt ins Büro geliefert werden – das ist doch mal was. Für die „Tütensuppe“ 2.0 wollten die Gründer 60.000 Euro für acht Prozent ihrer Firmenanteile. Vural Öger, Frank Thelen und Judith Williams waren begeistert: Zu dritt würden sie 100.000 Euro investieren – für 30 Prozent der Anteile. Deal! Und das mit Erfolg: Noch während der Ausstrahlung 2015 bestellten mehrere tausend Zuschauer die Suppen. Mittlerweile sind die Produkte sogar in großen Ketten wie Rewe oder Edeka vertreten.

3. „Math42“ – Die App, mit der Mathe-Lernen Spaß macht

Eine Idee, die zeigt, dass die Löwen sich auch einmal täuschen können: Die App schlägt einem – ähnlich wie ein Lehrer, verschiedene Lösungsvorschläge für diverse Matheaufgaben vor. Zwar konnten sie in der Sendung keinen Löwen von ihrer Idee überzeugen. Die zwei Erfinder-Brüder sind dank ihrer Idee aber trotzdem schon mit Anfang 20 Multimillionäre. Denn US-Lernanbieter Chegg wurde durch die Sendung auf sie aufmerksam: Er kaufte ihre App für ganze 12,5 Millionen Euro.

 

Um außerhalb von Fernsehsendungen Investoren zu finden, braucht es in der Realität vor allem einen guten Business Plan, der für die Investoren alle relevanten Informationen für ein mögliches Investment enthält. Ohne ihn geht gar nichts. Was es damit auf sich hat und wie man diesen in einfachen Schritten erstellt, nehmen die Kleingeldhelden bald genauer unter die Lupe . Noch ein kleiner Mutmacher: Hätte sich dieser Mann von seiner Idee abbringen lassen, nachdem sein Geschäftskonzept 302 Mal abgelehnt wurde, gäbe es heute kein – Disneyland.

 

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