Hast du dich gefragt, ob man sein Geld auch sinnvoller und nachhaltiger als in beispielsweise Braunkohleabbau stecken kann? Das geht und die Antwort ist: Mit einer nachhaltige Geldanlage. In diesem Beitrag klären wir die drei grundlegendsten Fragen zur nachhaltigen Geldanlage.

1.Was ist eine nachhaltige Geldanlage?

Es ist eine Geldanlage, die ökologisch, ökonomisch und sozial die Ressourcen so nutzt, dass sie in ihren wesentlichen Eigenschaften bewahrt bleiben und so stabil bleiben oder sich natürlich regenerieren können. Hierbei kannst du gezielt in Unternehmen investieren, die sich auf bestimmte Umweltaspekte beziehen oder besonders werteorientiert handeln. Mit dieser Investition unterstützt du das Unternehmen und hilfst ihm dabei, sich auszubauen und somit zu verbessern. Wenn du noch nicht bereit bist Geld zu investieren, dann kannst du bereits nachhaltig Handeln, indem du dein Geld bei einer ethischen, bzw. grünen Bank auf beispielsweise einem Festgeldkonto ansparst.

2. Ist eine grüne Geldanlage immer auch eine nachhaltige Geldanlage?

Häufig kommt es bei der genauen Definition zur nachhaltigen Geldanlage zu Ungereimtheiten. Mal heißt es „ethisch“, ein anderes Mal wird es „grün“ genannt und wiederum ein anderes Mal heißt es wieder „nachhaltige“ Geldanlage. Nun kommt die Krux. Diese drei Adjektive beschreiben nicht das gleiche Leitbild. Um es auf den Punkt zu bringen: Eine grüne Geldanlage muss nicht immer gleichzeitig auch nachhaltig sein. Unter den grünen ETFs finden sich nur eine Hand voll Optionen, die wirklich nachhaltig sind. So empfiehlt Finanztip beispielsweise einen ETF der Marke UBS, der die nachhaltige Variante des Weltaktienindex MSCI World abbildet. Falls du ihn direkt finden möchtest: die Kennnummer (ISIN) des ETF lautet LU0629459743.

3. Woran erkenne ich eine nachhaltige Geldanlage?

Eine nachhaltige Geldanlage kannst du zuverlässig am FNG-Siegel erkennen. Das ist ein Qualitätsstandard für nachhaltige Investmentfonds im gesamten deutschsprachigen Raum. Hierbei wird ein Mindeststandard angesetzt. Das Siegel gibt es in vier Stufen, welche mit Sternchen gekennzeichnet sind. Zu den geringsten Anforderungen die eine Geldanlage erfüllen muss, dass sie als nachhaltig gilt, gehören, dass sie transparent sein müssen und sowohl Arbeits- und Menschenrechte, wie auch Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung zu deren Leitbild gehören. Alle Unternehmen und ihre jeweiligen Fonds werden sehr genau durchleuchtet. Trägt ein Investmentfonds also dieses FNG-Siegel, dann kannst du dir sicher sein, dass er auch nachhaltig ist. Verboten sind hierbei Investitionen in Atomkraft, Kohlebergbau, Fracking, Ölsande, Kohleverstromung, Waffen und Rüstungen.  Wenn du noch mehr über das FNG-Siegel wissen willst, kannst du hier beispielsweise nachschauen, was wie viel Sterne auf dem Siegel bedeuten.

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