Am 30. Oktober ist wieder Weltspartag. Sparst auch du? Wir Kleingeldhelden geben heute mal einen kleinen Einblick in unserer Erinnerungen an diesen besonderen Tag. Plus: Wir verraten euch unsere besten Spartipps, die auch wir anwenden.

 

Marcel: Wie ich der Kostenfalle Kaffee entkam

Zum Weltspartag möchte ich mit euch meine jüngste Erinnerung zum Thema Sparen teilen. Bis vor kurzem war es Teil meiner täglichen Morgenroutine, mir auf dem Weg zur Arbeit im Café nebenan einen Iced Latte zu kaufen. Für schlappe 4 Euro. Kein Problem, dachte ich mir. Als ich mir mein Konsumverhalten jedoch einmal rational vor Augen führte, kam mir eine erschreckende Erkenntnis: bei etwa 250 Arbeitstagen im Jahr würde mich meine Leidenschaft für koffeinhaltige Kaltgetränke ganze 1000 Euro kosten. Klar, ohne Kaffee geht morgens nix. Aber diese Summe erschien mir definitiv zu hoch. Also legte ich meine Gewohnheit ab und sattelte auf Eigenproduktion um. Der Espresso kommt jetzt aus der eigenen Maschine, die Milch aus dem Kühlschrank und der fertige selbstgemachte Eiskaffee in den Thermobecher. Schmeckt genauso gut, aber kostet mich nur noch einen Bruchteil der Summe. Selbst die einmaligen Ausgaben für die Kaffeemaschine haben sich damit ganz schnell gerechnet. Die Moral von der Geschichte: Sparen geht auch ohne Verzicht

Marian: Weltspartag mit wenig Geld

Wenn früher die volle Spardose klimperte und man mit den Eltern zur Sparkasse fuhr, dann war das schon immer aufregend. Für mich zumindest. Beim Blick ins Sparbuch war das immer spannend, auch wenn ich mit diesen Zahlen und den Zinsen ja eigentlich kaum etwas anfangen konnte. Heute kann ich was damit anfangen, aber dafür gibt es leider keine Zinsen mehr. Nichtsdestotrotz ist Sparen eigentlich schön und wichtig – es sollte bloß nicht zur lästigen Pflicht werden. Das beruhigende Gefühl, etwas Geld auf der Seite zu haben und sich etwas leisten zu können, ist schön. Das nagende Gefühl, man müsse jetzt aber wirklich mal wieder sparen hingegen ist nicht so schön. Ich versuche einen Mittelweg zu gehen: Ich leiste mir hin und wieder was Schönes, was mich zufriedenstellt und versuche, unnötige Ausgaben zu vermeiden. Somit spare ich etwas, lege einen Teil dieses Geldes in ETFs an und habe dennoch Geld, von dem ich mir was leisten kann. Und ein Sparschwein besitze ich immer noch 😉

Johanna: Weltspartag früher und heute für mich

Wenn ich mich an den Weltspartag erinnere, fallen mir zunächst diese kleinen Heftchen ein, die es damals in der Grundschule gab. Dort kam dann ein Mann von der Bank und man konnte für 1 Mark bzw. später für 1 Euro-Stücke Marken kaufen, in das Heft kleben und wenn es voll ist auf die Bank bringen, um es zum Sparen auf ein Konto überweisen zu lassen. Außerdem denke ich an die mit Kleingeld gefüllten Flaschen und Sparschweine eines Verwandten, die er, wenn die Gefäße gefüllt waren, auf die Bank brachte. Ich denke auch an meine Oma, die Kleingeld in ihrem Teeservice im Schrank versteckte. Doch was bedeutet der Weltspartag heute für mich? Wo es früher etwas Aufregendes hatte, Kleingeld nach und nach zu sammeln, ist es heute zu einer Art Pflichtbewusstsein geworden zu sparen. Regelmäßig erinnere ich mich daran, Geld auf die hohe Kante zu legen. Ich habe sogar ein schlechtes Gefühl, wenn ich das nicht schaffe. Doch es ist für mich nicht nur zu einer lästigen Pflicht geworden, sondern es ist mir tatsächlich wichtig. Es ist mir wichtig, Geld auf der Seite zu haben, es ist mir wichtig, Geld anzulegen. Es ist mir allerdings nicht wichtig, wie hoch der Betrag ist, den ich spare. Nicht immer kann ich 100 Euro zur Seite zu legen, aber besser etwas, als nichts. Ebenso ist es ein erster wichtiger Schritt für mich, 25 Euro monatlich anzulegen.

 

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