Uns erreichen viele Fragen rund um die Geldanlage, um Sparthemen und viele weitere Bereiche der Finanzwelt betreffend. Deswegen beantworten wir in unserer neuen Rubrik eure Fragen. Heute: Wie lege ich Geld für mein Kind an? Erreicht hat uns die Frage über unsere Kooperation mit brandyoulove.de

Laberlili fragt: “Anlage für Patenkind

Auf mein Patenkind (4) habe ich ein separates, spezielles Tagesgeldkonto abgeschlossen, das zum 18. automatisch auf es übertragen wird. Monatlich werden darauf 5€ eingezahlt, plus Extrageld zu Geburtstagen, Feiertagen…, der Grundbetrag beläuft sich aber auf 60€ jährlich. Bis zum 18. sollten zumindest 1500€ darauf angespart worden sein, was so alles in Allem gut möglich ist. Ich würde aber auch gerne mehr auf dem Konto sehen und überlege aktuell, ob sich rentieren könnte, insofern in ETFs zu investieren als dass ich dort nur halbjährlich einen Betrag von 25€ hineinstecken würde oder ob es ggf. auch empfehlenswert wäre, zum 5., 10. und 15. Geburtstag jeweils 200-300€ in kurzfristigere Immobilienprojekte bzw. entsprechende Kleinkredite zu stecken, deren Ausschüttung bis zum 18. wieder auf das Konto geflossen wäre. Ich möchte evtl. Investitionen da definitiv losgelöst von meinen sonstigen eigenen Finanzen sehen, aber kann ich mit dieser 5€-plus-Sammelei überhaupt groß effizienter vorgehen als das Geld zum Niedrigzins parkiert zu halten?”

Die Kleingeldhelden antworten:

Eine super Idee, einen Sparplan für das Patenkind, das eigene Kind oder auch fürs Enkelkind abzuschließen. So hat das Geld nämlich Zeit, sich ordentlich zu vermehren. So muss weniger Geld angespart werden, als am Ende auf dem Konto sein wird – dem Zinses-Zins-Effekt sei dank!

In diesem speziellen Fall würden wir vorschlagen, die monatlichen fünf Euro einfach stur auf dem Tagesgeldkonto anzusammeln. Nach den 14 verbleibenden Jahren, stünde somit mindestens eine feste Summe von 840 Euro auf dem Konto. Im besten Fall erhöhen sich die Zinsen in den kommenden Jahren wieder etwas, sodass der eine oder andere Euro mehr dazukommt. Warum würden wir dieses Geld nicht in einen Wertpapiersparplan stecken? Weil du das Geld ja zum 18. Geburtstag des Patenkindes haben möchtest, würden wir nicht die gesamte Summe in ETFs oder Fonds stecken. Die Börse schwankt bekanntlich und es wäre doch schade, wenn sie ausgerechnet zu diesem Geburtstag im Minus wäre und dein Patenkind und du dann enttäuscht sind.

So legst du einen Sparplan für Kinder an:

Viel lieber würden wir empfehlen, die verbleibende Summe bis zu 1500 Euro (1500-840=660) zu den Geburtstagen und zu Weihnachten in einen Wertpapiersparplan einzuzahlen. Runde die Summe auf 700 Euro auf, teile sie durch die 14 Jahre und du kannst jedes Jahr zwei Mal 25 Euro in einen ETF auf den MSCI World einzahlen. So dürften – angenommen, du bekommst durchschnittlich fünf Prozent Rendite pro Jahr – nach 14 Jahren sogar 1030 Euro dazukommen, als nur die eingezahlten 700. So hätten du und dein Patenkind nicht nur 1500 Euro, sondern vielleicht sogar 840 Euro plus 1030 Euro gleich 1870 Euro auf dem Konto. Wie prima!

Klar, es kann auch etwas weniger sein, wenn sich die Börse nicht optimal entwickelt, oder sogar etwas mehr!

Nach diesem Prinzip kann jeder verfahren, egal ob er fürs Patenkind, fürs Enkelkind oder eigene Kind sparen will. Die Summe, ist dabei individuell austauschbar. Je mehr man auf den Wertpapiersparplan setzt, desto riskanter ist es, aber desto mehr Geld könnte am Ende auch auf dem Konto sein.

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