Für viele Eltern stellt sich die Frage, wie sie ihren Kindern den Umgang mit Geld beibringen sollten. Streng sein? Den Kindenr viele Freiheiten lassen? Taschengeld ja oder nein? Es gibt viele Fragen. Heute beantworten wir eine und erklären, wie man Kinder am besten zum Sparen motivieren kann.

Dazu beantworten wir eine Leserfrage von Fraumoe, die sie uns auf brandsyoulove.de stellte:

“Wie kann man Kinder zum Sparen motivieren?

Meine Tochter ist 10 Jahre alt, interessiert sich zunehmend für das Thema Geld und ist immer hin- und hergerissen zwischen dem Ausgeben des Geldes für Krimskrams oder dem Ansparen. Dabei hat sie leider kein echtes Ziel vor Augen, was sie mit dem gesparten Geld tun könnte. Ansparen für Dinge, die in vielleicht 8 oder 10 Jahren eintreten (Führerschein, Auto, eigene Wohnung) ist ihr “viel zu weit weg”. Sie braucht ein Ziel, für das es sich zu sparen lohnt und dessen Zeitpunkt in nicht allzu ferner Zukunft liegt. Also, wie können wir sie zum Sparen motivieren, was wäre ein für Kinder lohnendes Ziel? (Spielzeug, Fahrrad, etc. hat sie, für teure Klamotten interessiert sich sich (noch) nicht).”

So sollten Kinder sparen

Antwort der Kleingeldhelden: Wir finden, ein zehnjähriges Kind muss noch nicht zwingend sparen und ein großes Ziel vor Augen haben. Das ist alles zu weit weg und abstrakt. Wenn Ihre Tochter aktuell keine größeren Ziele wie Fahrrad oder Inliner hat, dann sollte sie ihr Geld ruhig auch einfach so jeden Monat ausgeben können. In einem Alter von 15 Jahren kann man mal über den Führerschein nachdenken, eine eigene Wohnung muss noch gar keine Rolle spielen.

Wenn Sie und Ihre Tochter ein bisschen was ansparen wollen, dann denken Sie doch darüber nach, die Hälfte des Taschengelds für ein längerfristiges Ziel zu sparen und die andere Hälfte kann ihre Tochter immer für Kino, Süßigkeiten oder Klamotten ausgeben. Da findet sich ja immer was. Sie müssen jetzt auch noch nicht wissen, was von dem Geld angeschafft werden soll. Falls Ihre Tochter sich mal einen Wunsch erfüllen möchte, dann wäre schon Geld auf dem Konto oder eben im Sparschwein.

Wie viel Taschengeld für mein Kind?

Schießlich sollen Geld und Sparen Spaß machen und es soll in diesem Alter noch kein Zwang sein. Lassen Sie Ihrer Tochter da ruhig auch etwas Freiraum und lassen Sie entscheiden, ob sie etwas Geld sparen möchte oder nicht. Insgesamt zeigt sich aber laut Studien, dass Kinder, die Taschengeld bekommen und es selbst verwalten, später besser mit Geld umgehen können. Auch das Deutsche Jugendinstitut findet ein regelmäßiges Taschengeld für Kinder wichtig. Hier eine Übersicht.

Machen Sie sich da also nicht verrückt. Legen Sie zusammen mit Ihrer Tochter doch ein bisschen was zurück, etwa Geburtstags- oder Weihnachtsgeld, auch wenn wir schöne Geschenke besser finden würden als Geldgeschenke, und fragen Sie auch Ihre Tochter aktiv, was sie möchte. So werden Sie beide zusammen weiterkommen und einen positiven Bezug zu Geld aufbauen.

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