Im Voraus möchten wir uns für die folgende Ausdrucksweise entschuldigen. Besonders ein Wort wird gleich häufiger folgen, genauer 15 Mal (inkl. Video). Wenn du so etwas nicht zu schätzen weißt, schau dir lieber einen unserer anderen Beiträge an. Aber dir sei gesagt: Es lohnt sich, denn dieses Wort kann dir mal den – pardon – Arsch retten. Fuck, da geht’s auch schon los … Heute geht’s um Fuck You Money.

Wenn du dich schon etwas länger mit deinem Geld und der Finanzszene auseinandersetzt, ist dir dieser Begriff sicher schon häufiger begegnet: Fuck You Money. Wir erklären dir, was das ist und wie du selbst welches bekommst.

Was ist Fuck You Money?

Unter Aktienhändlern gibt es den Begriff schon lange. Es ist der Geldbetrag, den man eines Tages verdient hat, um seinem Chef den Mittelfinger zu zeigen und sich absetzten zu können. Das Urban Dictionary gibt dir gleich mehrere Erklärungen. Zwei davon haben wir mal rausgesucht:

  1. „Die Geldmenge, die eine unendliche Fortdauer des Reichtums ermöglicht, um den gewünschten Lebensstil zu bewahren, ohne dass jemand eine Anstellung oder Unterstützung benötigt.“
  2. „Die Geldmenge, die nötig ist, um einer Person oder Organisation zu sagen, dass sie sich selbst f*cken sollen, ohne die Auswirkungen zu fürchten.“

Kurz, Fuck You Money sind die Ersparnisse, die dir erlauben deinen Job jederzeit an den Nagel zu hängen. Und das, ohne in eine finanzielle Notlage zu schlittern. Für viele ist es sogar noch viel mehr: Es gibt dir Freiheit und Unabhängigkeit. Dabei muss es nicht gleich die halbe Million Euro sein. Nein, auch als Kleingeldheld kannst du dein persönliches Fuck You Money aufbauen.

Das Rettungsboot

Du kannst es dir wie ein Rettungsboot vorstellen. Sagen wir, dein bisheriger Job und dein Leben sind ein Dampfer. Manchmal ist es etwas mühsehlig, aber die Maschinen laufen – es geht gut voran. Doch plötzlich kommt ein Sturm auf dich zu und dein Dampfer gerät böse ins Schaukeln. Das kann ein Chef sein, der deinen Job zur Hölle macht, oder du wirst gefeuert, oder hast einen Unfall (was wir nicht hoffen). Es läuft also alles schief und jetzt heißt es: Der Dampfer sinkt.

Dann hast du ein Ass im Ärmel: Deine Fuck You Money. Damit landest du nicht mit den Trümmern am Grund des Meeres, sondern kannst dich retten.

Manchen reicht – für’s Erste – ein Schlauchboot. Zum Beispiel für uns Kleingeldhelden. Andere flitzen – wie vorhin besagte Aktienhändler – mit einer flotten Yacht davon.

Wie viel Fuck You Money braucht man?

Das kann für jeden ein anderer Betrag sein. Der eine möchte einfach sicher wissen, dass er im Fall der Fälle ein paar Monate ohne Arbeit und festes Einkommen überbrücken kann. Der nächste will die Möglichkeit haben, selbst entscheiden zu können, einfach alles hinzuschmeißen. Und wieder einer träumt vom ultimativen Fuck You: Dem vorzeitigen Ruhestand.

Aber lass dich davon nicht aus der Ruhe bringen. Es muss ja nicht gleich ein ganzes Jahr sein, das du überbrücken kannst. Als Basis kannst du mal drei Monate anpeilen. Deshalb stell dir die Frage: Was brauche ich, um einen Monat über die Runden zu kommen? Diesen Betrag nimmst du mal drei. Ein anderes Ziel kann sein: Spare drei Netto-Monatsgehälter an. Das geht auch als Kleingeldheld. So kannst du einfach von jedem Gehalt fünf bis zehn Prozent auf ein separates Konto legen und dir selbst dein Polster anschaffen.

Zum Schluss noch ein kleiner Ausschnitt aus dem Film The Gambler (2014). In dieser Szene beschreibt John Goodman das, was für viele das ultimative Fuck You Money ist:

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