Was bitte soll Facebook mit unseren Kundendaten vorhaben?

Glaubt man Facebook, dann natürlich nur Gutes. Angedacht ist laut eines Medienberichts, dass Facebook mit größeren Banken kooperiert. Somit wolle Facebook einen Dienst schaffen, mit welchem man direkt seinen Kontostand prüfen könne.

Unsere Frage ist: Warum will Facebook mit Banken zusammenarbeiten? Damit wir mehr Geld bei Facebook lassen? Bei beispielsweise Spielen, Werbeanzeigen oder würde Facebook gar gerne eigene Produkte direkt an uns verkaufen? So genau werden wir es wohl in nächster Zeit nicht erfahren. Mit unseren Daten wüsste Facebook noch mehr über unsere Transaktionen, also was wir uns so im Netz wo kaufen.

Daraufhin könnten uns noch spezifischer Produkte angeboten werden. Prinzipiell ja nicht schlecht, da jeder selbst entscheidet, ob er letztlich kauft oder nicht. Doch rein psychologisch betrachtet, ist es recht einfach den Anreiz für ein Produkt durch gezielte Werbung so hoch zu machen, dass man es letztlich kaufen möchte.

Facebooks Zukunft?

Offenbar möchte Facebook in Zukunft mehr Dienstleistungen anbieten, auch auf Finanzen bezogen. Sicherlich kann man hier einen Bezug zum – erst kürzlich geschehenen – Absturz der Facebook Inc. Aktie am 30.Juli 2018 ziehen. Nach einem rasanten Anstieg des Wertes seit adem letzten Fall des blauen Riesen Anfang des Jahres 2018, ging es hier nämlich noch viel schneller wieder bergab, weil die Erwartungen an die Zukunft schlechter aussah als erwartet.

(Screenshots – Google Anzeige der Aktie)

Zurück zu Facebook und unseren Kundendaten von Banken. Wir haben nachgeforscht, was alles dahinter stehen könnte. So hat das „Wall Street Journal“ beispielsweise berichtet, dass es Gespräche zwischen Banken wie JP Morgan Chase, Wells Fargo und Citigroup und Facebook darüber gegeben haben solle, einen Messenger oder eine andere Form Kurzmitteilungsdienst für Banken-Kunden über Facebook anzubieten. So kann der Bank-Kunde seinen aktuellen Kundenstand abfragen oder die Bank den Kunden über gefährliche Transaktionen warnen. Angeblich sei jedoch die Frage nach dem Datenschutz nicht ganz geklärt worden sein, woraufhin eine größere Bank ihr Interesse zurückzog.

Facebook verneint weiterhin, aktiv auf die Banken zugegangen zu sein. Aber – und jetzt wird es spannend – Facebook möchte in Zukunft gerne Partnerschaften mit Banken und Kreditunternehmen eingehen.

Prinzipiell finden wir den Gedanken, alles, oder zumindest sehr vieles über eine App regeln zu können – ohne uns ständig überall neu zu registrieren – ganz nett. Auch die beiden Riesen Amazon und Google, die wie Facebook zu den FAANG zählen, sollen angeblich auch den Finanzbereich für sich entdeckt haben. Wer weiß, vielleicht können wir bald per Sprachsteuerung überweisen?

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