Jetzt gibt es auch in Deutschland endlich Bitcoin-Automaten. Wir verraten, warum es so lange gedauert hat und wie du sie nutzt. Aber solltest du das überhaupt?

Was sind Bitcoin-Automaten?

Alleine in New York City gibt es über 150 Bitcoin-Automaten (auch Bitcoin ATMs genannt). An diese Automaten kann Geld eingezahlt werden, um Bitcoins zu kaufen. Gelegentlich ist es auch möglich, an diesen Automaten Bitcoins zu verkaufen, um sich Geld auszahlen zu lassen. In New York gehören diese Automaten  schon zum Stadtbild, auch wenn es zunehmend kritische Stimmen gibt. So bemängeln viele, dass an diesen Automaten ganz einfach Geld gewaschen werden kann und sie Betrügern Tür und Tor öffnen. Ein Artikel in der New York Post beschäftigt sich näher mit dem Thema.

So viele Bitcoin-Automaten gibt es

Auf der Seite von coinatmradar.com kannst du ganz einfach sehen, wo es Bitcoin-Automaten gibt. Aber nicht nur der Bitcoin kann abgehoben oder eingezahlt werden, auch weitere Kryptowährungen wie Bitcoin Cash, Ether, Dash, Litecoin, Dogecoin, Zcash und Monero sind am Automaten erhältlich. Wenn auch deutlich weniger zahlreich als der Bitcoin selbst. In Zukunft dürften es aber durchaus noch deutlich mehr Kryptowährungen werden, die an den Automaten erhältlich sind. Auderdem zeigt die Karte, welche Automaten nur Bitcoins gegen Fiatgeld (wie Euro oder Dollar) eingetauscht werden können und welche sogar Bitcoins verkaufen, um Fiatgeld auszuzahlen. Dabei fällt aber auf: Es gibt Stand Mai 2019 ganze 4.726 Bitcoin-Automaten in 77 Ländern. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 1500 neue Automaten hinzu. Und während bei unseren Nachbarn in Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, den Niederlangen und Belgien solche Bitcoin-ATMs stehen, existierte in Deutschland lange gar kein einziger! Jetzt änderte sich das aber. Wir fragen uns: Was ist denn da wieder los?

Wie viele Bitcoin-Automaten gibt es in Deutschland?

Lange gab es hierzulande keine Automaten. Deutschland ließ sich mal wieder Zeit. Und das hatte einen ganz einfachen Grund: Die deutsche Finanzaufsicht (BaFin) stufte den Bitcoin bereits 2011 als Rechnungseinheit ein, als Finanzinstrument. Deswegen gibt es hier hohe Auflage, die den Anbietern der Automaten scheinbar zu hoch und zu aufwendig waren.

Jetzt gibt es aber sage und schreibe vier Automaten in ganze Deutschland. Zwei stehen in Berlin, einer in Hamburg und einer in Essen. Süddeutschland muss sich also noch gedulden. Wie kam es nun aber, dass diese Automaten aufgestellt wurden? Denn wie Recherchen ergaben, befinden sich Bitcoin-Automaten in Deutschland immer noch in einer rechtlichen Grauzone. Wenn du sie nutzen willst, solltest du Vorsicht walten lassen.

Der Bundesverband Bitcoin, Freefall ATM, die Frankfurter Ring GmbH und Bitcoin 42 stellten die Automaten zusammen auf. Bislang können Kunden hier Bargeld einzahlen und erhalten Bitcoin. Angeblich arbeiten die Anbieter aktuell daran, dass wir bald Bitcoins gegen Bargeld eintauschen. Aber solltest du so einen Automaten überhaupt nutzen?

Braucht man Bitcoin-Automaten?

Wir empfehlen solche Automaten nicht zunutzen, um Bitcoins aktiv zu erwerben. Das geht über Kryptobörsen teilweise deutlich einfacher und besser. Zudem müsste man ja eine Stange Bargeld mit zum Automaten bringen. Das dürfte sich nicht lohnen. Auch hat man am Automaten wohl kaum eine Übersicht, ob man aktuell zu einem guten oder einem schlechten Preis kauft. Auch die Gebühren sind noch nicht absehbar.

Zum Geldabheben, indem man also Bitcoins verkauft und sich Fiatgeld auszahlen lässt, dürften sich die Automaten eher eignen. Sie bieten einfach eine weitere Möglichkeit, Geld abzuheben. Dagegen scheint wenig  zu sprechen, auch wenn man auch hier wieder nicht sieht, ob man zu einem guten oder einem schlechten Kurs verkauft. So ein Problem kennen viele sicherlich auch aus dem Ausland, wenn man ein fremde Währung abhebt. Bitcoin-Automaten sind Stand jetzt also ganz nett, müssten sich in Zukunft aber noch weiterentwickeln und mehr Funktionen anbieten, um sich tatsächlich durchzusetzen.

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