Ob eingefleischte Fußball-Kenner oder Fan im Vier-Jahres-Rythmus – Es ist wieder soweit: Zur Fußball-WM 2018 kommen alle vor dem zusammen und feuern ihre Nationalelf an. Das wichtigste Fan-Utensil in den vier Wochen ist natürlich der Fernseher! Denn wir wollen jedes einzelne Tor ganz genau mitbekommen. Damit dich die Stromkosten nicht ins Abseits katapultieren haben wir hier die wichtigsten Tipps der Nationalen Top-Runner-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für die Wahl der richtigen Glotze.

Wie schaust du dir die WM an?

Diese Statistik von Ipsos zeigt, dass wir (fast) alle die WM immer noch am liebsten in unserem Fernseher ansehen und das nicht nur hier in Deutschland. Die Befragung wurde in 27 Ländern durchgeführt. Wir Kleingeldhelden schauen auch ganz gerne im Internet oder auch mal im TV die Spiele. Genau auf das Fernsehgerät beziehen sich die folgenden Strom- und Geld-Spartipps

Tipp 1: Es kommt auf die Größe an

So ein riesen Gerät ist natürlich mega, aber größer ist nicht unbedingt besser. Zumindest dann nicht, wenn man Strom und damit Geld sparen möchte. Je größer dein Fernseher ist, umso mehr Strom verbraucht er in der Regel auch. Bei großen Geräten gibt schnell mal bis zu 90 Euro im Jahr für deren Stromverbrauch aus. Das entspricht etwa einem Viertel des gesamten Hausverbrauchs verrät uns die Nationalen Top-Runner-Initiative (NTRI). Daher sollte man stets schauen, dass man den Fernseher effizient nutzt.
Und wie groß sollte der Fernseher dann sein, haben wir nachgefragt. Laut dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gibt es eine Faustregel dazu, die richtige Größe für dich zu finden:
Die Bildschirmdiagonale, also der Zoll, sollte etwa einem Drittel der Entfernung zum Gerät entsprechen. Zumindest bei HD-Geräten. Das heißt: Bei einer Bildschirmdiagonalen von 32 Zoll (etwa 80 cm), sollte man idealerweise 2 Meter vom Fernseh-Gerät entfernt sitzen. Mittelgroße Geräte mit 50 Zoll (ca. 127 cm) nutzt du effizient, wenn du 4 Meter davon entfernt sitzt. Bei sehr großen Geräten, mit super hoher Auflösung (Ultra-HD, 4K) sollte man ebenso mindestens doppelt so weit vom Gerät entfernt sitzen, wie die Bildschirmdiagonale lang ist. 

Wenn du dir im Kopf ausrechnen willst, wie viel Strom dein TV wohl verbraucht

 

Tipp 2: Viele Sternchen sind super

Bei der WM und bei der Wahl des Fernsehers gilt: Je mehr Sterne desto besser. Bei einem Neukauf solltest du definitiv ein Gerät mit einem niedrigen Stromverbrauch wählen. Hilfreich ist da die Angabe der Energieeffizienzklassen. Die reichen aufsteigend von „E“ bis „A+++“. Die Energieeffizienz der Haushaltsgeräte gibt an, wie hoch deren Stromverbrauch ist abhängig von deren Leistung. Das bedeutet: Hat ein Gerät, z.B dein Fernseher die Klasse „E“, schluckt er schon viel Strom, um überhaupt anzugehen, erklärt das BMWi. Somit gibtst du im Jahr wahrscheinlich mehr als 90 Euro zusätzlich für Strom aus.

Die Klassen sind auch als EU-Energie-Label bekannt, da sie durch eine EU-Richtlinie bestimmt werden. Du findest sie auf einem Etikett oder Aufdruck auf der Verpackung deines Fernsehers, aber auch auf dem Kühlschrank, Waschmaschine und so weiter. Hier haben wir dir mal ein

 

Nehmen wir noch einmal unsere drei Bildschirmgrößen zur Orientierung. 
• Ein 32 Zoll-Fernseher sollte laut der NTRI max. 47 kWh pro Jahr verbrauchen. Das entspricht rund 14 Euro.
• Ein TV-Gerät mit einer Größe von 40 Zoll sollte max. 70 kWh pro Jahr verbrauchen. Das sind rund 20 Euro.
• Ein Fernseher mit 50 Zoll Bildschirmdiagonale sollte max. 88 kWh pro Jahr verbrauchen. Das sind rund 25 Euro.

 

 

Tipp 3: Extra-Gedöns und Schnick Schnack können Stromfresser sein

Brauchst du wirklich Ultra-HD? Falls ja, solltest du dir nochmal Gedanken über den Stromverbrauch machen. Das soll jetzt nicht so eine Zeigefinger-Nummer sein, bei der wir dir ganz böse dazu raten, dass du besser weniger Strom verbrauchen sollst – der Umwelt und deinem Geldbeutel zu liebe. Wir kennen die Verlockung eines solchen Gerätes und wenn du es dir leisten kannst und dir die Extrakosten keine Bauchschmerzen bereiten, warum nicht.
Eine höhere Auflösung der Bildqualität deines Fernsehers bedeutet laut den BMWi einen 30 bis 40 Prozent höheren Stromverbrauch. Eine Alternative ist ein Gerät mit HD-Auflösung. Das liefert gute Bilder und schont deinen Geldbeutel. Die Nationale Top-Runner-Initiative weißt außerdem darauf hin, dass auch Smart-TVs, also Fernseher mit Internetzugang durch den ständigen Datenaustausch auf deiner Strom-Abrechnung später einen höheren Verbrauch verzeichnest als mit einem Standard HD-Gerät. Selbst im Standby-Modus kann das noch ein echter Stromfresser sein. Übrigens: Ein separater Receiver benötigt zusätzlich Strom im Vergleich zu einem bereits im Gerät integrierten.

 

Tipp 4: Publik Viewing mit Beamer – Semi-gut!

Ist schon eine tolle Sache, so ein Fußballspiel während der WM dank eines Beamers auf einer großen Leinwand zu sehen. Doch gibt es da ein großes Manko. Gerade ältere Beamer haben keine hohe Qualität, wenn es darum geht bei Tageslicht etwas auf die Leinwand zu projizieren und fressen zudem enorm viel Strom. Klar gibt es viele neuwertige Geräte, die super Leistung und Energieeffizienz vereinen, doch in den meisten Fällen sind sie nicht sonderlich erschwinglich Preis und Beispiel. Gerade bei dieser Fußball-WM 2018 finden die meisten Spiele der National-Elf tagsüber statt, daher müsstest du den Raum zum Fußballschauen extra abdunkeln. Nix da mit grillen, chillen und grölen. Die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) berichtet, dass gerade ältere Modell durch notwendige externe Geräte wie Receiver und Lautsprecher zusammen als Gesamtsystem mehr Strom verbrauchen als Fernseher. So kann ein Beamer mit Equipment (390-450 kWh) schon mal 300 kWh Strom mehr pro Jahr verbrauchen als ein TV-Gerät (97 kWh).
Daher lautet der klare Tipp: Wenn schon Beamer, dann LED-Beamer. Dort sind keine herkömmlichen Lampen, sondern LED-Lichter verbaut. Dadurch verbrauchen sie weniger Strom und halten zudem deutlich länger.

Wenn du erfährst, dass dich deine Freunde nicht zum Public-Viewing eingeladen haben

 

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