Die Mietpreise steigen noch immer und auch Eigentumswohnungen oder Häuser zu kaufen, ist im direkten Umland von größeren Städten auch nicht gerade erschwinglich. Da stellen sich die Fragen: Kann ich mir eine Wohnung oder ein Haus leisten? Kann ich Bausparen? Auch mit meinem kleinen Geld?

Was ist Bausparen?

Beim Bausparen geht es darum, selbst Geld anzusparen. Nur statt, dass du das Geld über beispielsweise zehn Jahre ansparst, um dir dann final ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, erhältst du nach einer viel geringeren Anspardauer das bereits angesparte Geld und den Rest als Darlehen. Dafür legst du bei Vertragsabschluss einen Betrag fest, den du für den Wohnungskauf oder den Eigenheimerwerb brauchst. Hast du einen gewissen Prozentsatz von diesem Betrag erspart, bekommst du dein Geld und den Rest des Geldes bis zur vollständigen Summe als Darlehen.

Wie funktioniert das Bausparen?

Beim Bausparvertrag sparst du in einem Kollektiv, also in einer Gruppe von Menschen. Nein, du musst jetzt nicht zehn Freunde finden, die auch gerade ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten, das läuft alles über die entsprechende Bank, bei der du bausparen willst. Aber du profitierst von dem Prinzip der Gruppe. Stellen wir uns vor, es gibt zehn Menschen, die je ein Haus kaufen wollen. Jedes Jahr zahlen alle zehn Gruppenmitglieder ein Zehntel der benötigten Geldsumme für den Kauf der Immobilie in einen Topf. So kann sich jedes Jahr, einer der zehn Menschen, ein Haus leisten und zahlt dann weitere Jahre (insgesamt zehn) in den Topf ein, sodass das Geld nach zehn Jahren für die zehn Menschen und ihr jeweiliges Haus ausreicht.

Dafür, dass du Geld im Vorschuss von der Bank ausgezahlt bekommst, zahlst du der Bank eine Sicherheit in Form von sogenannten Abschlussgebühren und außerdem einen Zusatz in Form von Zinsen. Die Konditionen, also Bedingungen können von Bausparvertrag zu Bausparvertrag und auch zu den einzelnen Banken hin abweichen.
Wie in einem Vertrag üblich werden zudem noch einige andere Dinge von Anfang an fest vereinbart. Dazu zählen: Zinsen, Ansparzeit, Mindestvertragsdauer und Tilgungszeit.

Achtung: Gebühren beim Bausparvertrag

Je höher die Bausparsumme, umso höher sind die Abschlussgebühren. Die werden dir direkt am Anfang abgezogen und könnte sich – je nach Größe – auch direkt um 1000 Euro handeln.

Gut zu wissen:

Ein Vorteil, den ein Bausparvertrag sonst so mit sich bringt, ist: Man kann dann auch ohne große Nachweise kurzfristig einen Kredit bei der Bank besorgen, auch wenn man kein spezielles Immobilienobjekt im Auge hat.

Bei Vertragsabschluss kann man sich direkt einen günstigen Finanzierungszins sichern. Diese sind dann festgeschrieben und sind meist niedriger, als wenn man sich die Finanzierung direkt bei der Bank ohne Bausparvertrag holt. Bei aktueller Niedrigzinslage kann sich das echt lohnen, denn so wirst du auch in den nächsten Jahren bei den niedrigen Zinsen bleiben.

Fazit:

Wer also in den nächsten zehn Jahren bauen möchte, sollte abwägen, ob sich das Bausparen für ihn lohnt. Übrigens: Bankberater versuchen meist möglichst hohe Summen als Bausparvertrag zu verkaufen, da sie dann eine höhere Beteiligung erhalten. Informiere dich also vorher, was Häuser in deiner bevorzugten Region kosten und nutz zunächst einen Bauspar-Rechner. Davon gibt es viele von Banken oder auch Beratern im Internet zu finden. Zum Beispiel: Mein Bauspar-Vergleich, BKM Bausparrechner, Schwäbisch Hall Bausparrechner

 

 

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