Vorurteile gegen Bitcoin und Co. gibt es viele ­– doch diese Woche hat Bill Gates den Vogel abgeschossen. Sind Kryptowährungen tödlich?

Der Gründer von Microsoft und zweitreichste Mensch der Welt behauptete bei Reddit: „Heute werden Kryptowährungen verwendet, um Fentanyl und andere Drogen zu kaufen. Sie sind damit eine der seltenen Technologien, die direkt zum Tod von Menschen führen.” Ach, und mit Bargeld kann man keine Waffen und Drogen kaufen?

Ripple statt Bitcoin?!

Seltsam, schien Bill Gates doch noch 2014 voll des Lobes für Bitcoin. Laut netzwelt.de war er damals der Meinung, Kryptowährungen seien deshalb besser als klassische Währungen, weil man sich physisch nicht am selben Ort wie sein Geld befinden müsste. Trotzdem könne man sehr große Summen überweisen. Heute sieht er diese Vorteile wohl nur noch bei Ripple.

Ripple ist auch eine Kryptowährung. Diese ist vor allem auf Banken zugeschnitten, ermöglicht sie doch sehr günstige und viel schnellere Auslandsüberweisungen als bisher. Wegen ihrer Bankennähe ist sie in der Krypto-Szene ziemlich umstritten. Dennoch hat Ripple aktuell einen Wert von 36 Milliarden Dollar und liegt damit auf Platz 3 aller 1300 Digitalwährungen.

So ganz uneigennützig wird die Aussage von Bill Gates diese Woche auch nicht gewesen sein. Seine Bill & Melinda Gates Foundation stellte Mitte Oktober 2017 eine neue Software vor. Diese ermöglicht Menschen in Entwicklungsländern den erstmaligen Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen. Und wer hätte es gedacht: Dabei arbeitet Bill Gates mit Ripple zusammen.

Sind Kryptowährungen jetzt tödlich?

Auch wenn noch einige Schwächen und Bedenken im Raum stehen, finden wir Kleingeldhelden Kryptowährungen sehr vielversprechend und spannend. Weil wir aber eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema als wichtig erachten, haben wir vor, eine eigene Rubrik auf kleingeldhelden.com zum Thema Kryptowährungen aufzubauen. Denn Kryptowährungen können mehr, als nur den nächsten Joint drehen.

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