Die Zahl der Woche ist für uns eindeutig die 45! Sonst sind wir ja wie Douglas Adam der Meinung, dass die „42“ die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (Per Anhalter durch die Galaxis) ist, doch die 45 zeigt: Das Vermögen ist ungleich verteilt.
Nach einer mehrjährigen Untersuchung hat das Team um Dr. Stefan Bach, Wirtschaftswissenschaftler beim DIW, nun ausgewertet, dass die 45 reichsten Haushalte in Deutschland mit einem Vermögen von rund 214 Milliarden Euro ebenso viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Deutschen (also 50% der Bevölkerung).

Die gesamte Arbeit „Discussion Papers – Looking for the Missing Rich: Tracing the Top Tail of the Wealth Distribution – by:Stefan Bach, Andreas Thiemann and Aline Zucco“ findest du hier.

Die reichsten der Reichen

An der Spitze der Super-über-mega-Reichen stehen Familien wie die Reimanns (Jacobs-Kaffee, Reinigungsmittel), die Familie Albrecht (Aldi), Schaeffler (Automobilzulieferer) und Klatten (BMW). Das meiste Vermögen steckt dabei in Unternehmensbeteiligungen (Aktien), Immobilien und Stiftungen.


Bereits vor der Veröffentlichung der Untersuchung der DIW gab es Auswertungen über die Vermögensverteilung in Deutschland, zum Beispiel durch die Europäische Zentralbank (EZB) oder das Statistische Bundesamt. Nun haben EZB und DIW zusammengearbeitet und eine neue Strategie zur Auswertung entwickelt. Dadurch kann jetzt genauer gesagt werden, wie viele Menschen in Armut leben, zur Mittelschicht gehören und wie viele super reich sind. Hinzugezogen wurde für die Untersuchung Forbes, die Liste der Top Verdiener auf der ganzen großen, weiten Welt!

“German Mittelstand”

Was uns bei all dieser Aufregung noch auf der Zunge brennt, ist die Frage, wie schlimm es um Deutschland steht? Ist die Kluft zwischen arm und reich zu groß oder ist das alles noch im Lot? Dazu sagte Dr. Stefan Bach im Interview mit dem Manager Magazin: „In Deutschland ist das noch nicht so dramatisch. Denn die Reichenliste vom manager magazin zeigt ja, dass besonders im “German Mittelstand” große Vermögen existieren. Diese Unternehmer sind meistens “gute Kapitalisten”: Sie schaffen Arbeitsplätze, halten ihrer Region die Treue, stecken ihr Geld in das Unternehmen und stellen so das Rückgrat der deutschen Wirtschaft dar.

Das Vermögen ist ungleich verteilt, doch trägt die noch immer starke Mittelschicht zu einer guten Balance bei. Wichtig ist es jedoch, weiterhin mehr Chancen für ärmere Menschen zu schaffen. Was meinst du?

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