1,8 Prozent. Das ist die höchste Inflationsrate, die wir in Deutschland seit vier Jahren hatten. 1,8 Prozent. Das hört sich wenig an und vielleicht fragst du dich: Warum sollte mich das interessieren? Weil diese 1,8 Prozent dein Vermögen ganz langsam aber stetig auffressen. Und zwar ohne, dass du etwas davon merkst.

Das Statistische Bundesamt teilte am Dienstag mit, dass sich die Inflation in Deutschland auf eben jenen Wert von 1,8 Prozent im Jahr 2017 erhöhte. Das bedeutet konkret, dass ein Warenkorb aus ausgewählten Waren und Dienstleistungen um 1,8 Prozen gegenüber 2016 teurer wurde. Eigentlich ist das ziemlich gut. Denn es wird eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent angestrebt. Diese Rate soll optimal für das Wirtschaftswachstum sein. Aber in Kombination mit der aktuellen Null-Zins-Politik, kann es gefährlich werden. Und zwar dann, wenn du nichts gegen die Inflation tust.

Ein kleines Rechenbeispiel:

Gehen wir mal davon aus, du hast 1000 Euro auf dem Konto und lässt das Geld zehn Jahre ohne Zinsen auf dem Konto liegen. Die Inflation beträgt jedes Jahr 1,8 Prozent. Nach Ablauf der zehn Jahre sind deine 1000 Euro real nur noch 836,61 Euro wert. Weil alle Waren und Dienstleitungen teurer wurden, sich dein Geld aber nicht vermehrte. Oder anders ausgedrückt: Du bräuchtest 1195,30 Euro, um dir exakt gleich viel zu leisten, wie mit deinen 1000 Euro heute. Selbst nachrechnen kannst du das hier https://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Legst du dein Geld also nicht gewinnbringend an oder holst dir andauernd eine Lohnerhöhung, um die Inflation auszugleichen, dann wirst du relativ gesehen ärmer. Was kannst du dagegen tun? Nun, du kannst dein Geld anlegen. Etwa in Fonds oder ETFs oder als Festgeld, für diejenigen die risikoscheuer sind. Doch mit diesen Anlagen muss man zuerst den Kaufkraftverlust der Inflation ausgleichen, um endlich Gewinn zu erzielen. Tust du also nichts, kann dich das Nichtstun tatsächlich ärmer machen.

 

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