Pünktlich zum Jahresende blicken wir noch einmal zurück auf die Finanzwelt von 2017. Von der enttäuschenden Snap-Aktie bis zum Kryptowährungs-Hype: Das sind unsere Aufreger des Jahres.

1. Die Snap-Aktie

Der Aufreger: Über die Snap-Aktie haben wir euch in diesem Jahr viel berichtet. Wir waren vom Börsengang im März an dabei und blicken auf ein turbulentes Jahr zurück. Der erste Preis pendelte sich etwa bei 23 Euro ein. Im Sommer sackte der Kurs der Snap-Aktie auf bis zu 10 Euro ab, weil Snapchat einfach nicht genug neue Kunden gewinnen konnte und weiterhin Verluste schreibt. Mittlerweile hat sich der Kurs bei 13,50 Euro erholt. Also eine Steigerung von 35 Prozent seit dem Tiefpunkt bei zehn Euro. Dennoch dürfte man es sich bei Snapchat vor dem Börsengang besser vorgestellt haben.

Was lernen wir daraus? Die Snap-Aktie und das nächste Beispiel zeigen, warum ein Investment in eine einzelne Aktie riskant sein kann.

2. Air Berlin-Pleite

Der Aufreger: Von der Air Berlin-Pleite haben wir alle genug mitbekommen. Die Fluggesellschaft musste nach vielen Jahren mit Verlusten Insolvenz anmelden. Das spielte vor allem der Lufthansa in die Karten, da sie viele Flugzeuge und Start- und Landerechte von Air Berlin relativ günstig erwerben konnte.

Was lernen wir daraus? Hier ist es für Anleger interessant zu sehen, wie riskant ein Investment in eine Einzelaktie sein kann. Die Air Berlin-Aktien sind so gut wie nichts mehr wert (nur noch ein paar Cents). Hier haben Anleger richtig Geld verloren. Wer allerdings auf ETFs oder Fonds setzt, hat weniger Risiko, da in diesen Produkten das Risiko auf sehr vielen Unternehmen verteilt ist. Selbst wenn dort ein Unternehmen pleite ist, ist es nur eine Aktie von vielen und der Verlust wird weich aufgefangen. Auf der anderen Seite war die Lufthansa die erfolgreichste Aktie im DAX mit einem Jahresplus von 140 Prozent!

3. Bitcoin-Boom

Der Aufreger: Ja, wer hätte das gedacht. Wer Anfang des Jahres 1.000 Dollar in einen Bitcoin investiert hätte, besäße jetzt etwa 20 000 Dollar.

Was lernen wir daraus? Wir haben nicht damit gerechnet und wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht. Aber einer verpassten Chance sollte man niemals hinterher weinen. Denn jetzt im Nachhinein denken viele: „Ach, hätte ich doch mal investiert. Ich habe es doch gewusst.“ Für Kleingeldhelden ist das aber kein Problem. Wir wollen unser Geld ja möglichst sicher vermehren. Klar kann man mal etwas Risiko eingehen. Aber wenn man in den Bitcoin investiert, dann sollte es wirklich nur Geld sein, dass man im Extremfall auch komplett verlieren kann.

Autor*in