Ja, schon wieder Bitcoin. Nein, wir kommen leider nicht um dieses Thema herum. Schade. Obwohl, eigentlich nicht, denn der Bitcoin-Boom nimmt immer mehr Fahrt auf. Und wir wollen das für dich mal kurz einordnen:

Der Bitcoin ist eine digitale Waehrung, welche es ermöglicht, Geld von Person zu Person zu verschicken, ohne eine Bank zu benötigen. Seit Jahresbeginn verzehnfachte sich der Wert des Bitcoin. Zeitweise notierte er diese Woche bei mehr als 11.000 US Dollar (während wir diesen Artikel schreiben sinkt der Bitcoin von 11.200 Dollar auf 9.200 Dollar, nur um dann wieder auf 9.700 Dollar zu steigen). Wer da als Anleger dabei ist, dem kann man nur anerkennend auf die Schulter klopfen. Gut gemacht. Wer jetzt daran denkt einzusteigen, dem können wir nur sagen: Überleg es dir lieber doppelt. Denn wir befinden uns schon mitten in einer Blase.
Eine Blase entsteht, wenn sich der Marktwert einer Anlage sehr weit von ihrem inneren Wert entfernt. Damit ist der Wert gemeint, der dem Investment zugrunde liegt. Also was das Material (wie bei Gold oder Silber) oder was die Wertgegenstände und Geschäftsaussichten eines Unternehmens (wie bei Aktien) wirklich wert sind. Denn langfristig, so die Meinung vieler Experten, fällt oder steigt der Wert einer Anlage immer auf seinen fairen Wert.

Bitcoin ist wertlos

Die aktuelle Marktkapitalisierung beim Bitcoin beläuft sich auf über 160 Milliarden US Dollar. Der innere Wert des Bitcoin beträgt aber etwas weniger. Ungefähr 0 (in Buchstaben: NULL) US Dollar, um genau zu sein. Der Bitcoin ist wertlos, denn er ist wie Bargeld. Bargeld ist auch wertlos, der innere Wert ist nur so hoch, wie das Papier, auf das es gedruckt ist. Bargeld und Bitcoin erhalten ihr Guthaben erst dadurch, dass wir Menschen ihm eins zurechnen. Wir sagen, okay, dieser Schein auf dem 50 Euro steht, der ist wirklich 50 Euro wert. Eigentlich hat er ja kein Guthaben. Und deswegen kann der Bitcoin auch noch auf 100.000 Dollar steigen oder irgendwann wertlos werden. Wir wissen es nicht. Es kommt darauf an, wie viel Wert die Menschen ihm beimessen.

Neben dem Bitcoin gibt es aber auch noch andere Kryptowährungen, mit denen man sich beschäftigen kann. Auch hier bilden sich Blasen, doch einige von diesen Währungen sind dem Bitcoin überlegen. Technisch überlegen. Es würde jetzt zu weit gehen, jede einzelne hier vorzustellen. Doch wir werden in den nächsten Wochen einige vielversprechende Kryptowährungen näher erklären. Hier geht es im Prinzip eigentlich nicht um eine Geldanlage, sondern darum, einfacher und effizienter zu bezahlen.
Die Perversion des Bitcoin-Booms ist also, dass hier nur spekuliert wird. Die Menschen kaufen Bitcoins nicht, um damit zu zahlen. Sie kaufen sie nur, weil man hofft, dass die Währung in Zukunft noch mehr wert sein wird. Das nennt man dann Spekulation.

Eine Blase bläht sich immer schneller und unkontrollierter auf. Anleger werden sich beim Platzen nicht so freuen wie dieser Mann. Und WIESO steht da Nutella?

Autor*in